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50,8 % erwarten Gehaltsverluste: Für wen KI beim Lohn zum Risiko wird

12. August 2026

Münzen im Vergleich - viel und wenig
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt – besonders Beschäftigte mit wenig Berufserfahrung könnten bei der Gehaltsentwicklung unter Druck geraten. Foto: Smarterpix/AndreyPopov
KI drückt auf die Gehälter: Besonders Berufseinsteiger könnten laut Ifo-Umfrage verlieren. Erfahrung, Abschluss und Branche sind entscheidend.
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Viele Unternehmen in Deutschland rechnen durch den Einsatz von KI mit sinkenden Löhnen. „Insgesamt sehen wir, dass deutlich mehr Unternehmen negative Effekte erwarten als positive“, fasst Ifo-Forscherin Anna Ruffert die Ergebnisse einer Umfrage zusammen, an der mehr als 3000 Unternehmen in Deutschland teilnahmen, die bereits KI nutzen.

KI trifft beim Gehalt vor allem Beschäftigte mit wenig Berufserfahrung

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei Arbeitnehmern mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung. Rund die Hälfte der Unternehmen erwartet, dass deren Löhne in den kommenden fünf Jahren sinken. Mit steigenden Gehältern rechnen dagegen deutlich weniger Betriebe.

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  • 48,3 % der Unternehmen erwarten sinkende Löhne bei Beschäftigten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung ohne Hochschul- oder Fachhochschulabschluss.
  • 5,9 % rechnen in dieser Gruppe mit steigenden Löhnen.
  • 50,8 % der Unternehmen erwarten sinkende Löhne bei Beschäftigten mit Hochschulabschluss und weniger als fünf Jahren Berufserfahrung.
  • 16,3 % rechnen bei dieser Gruppe mit steigenden Löhnen.

Auch bei erfahrenen Beschäftigten überwiegt die Zahl der Unternehmen, die sinkende Löhne erwarten, gegenüber denen, die von steigenden Gehältern ausgehen.

Für Beschäftigte mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung fällt der Ausblick überwiegend negativ aus – allerdings weniger deutlich als bei Berufseinsteigern. Besonders der Hochschulabschluss macht einen Unterschied.

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  • 40,4 % der Unternehmen erwarten bei Beschäftigten mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung ohne Hochschulabschluss sinkende Löhne.
  • Nur 9,7 % rechnen in dieser Gruppe mit steigenden Gehältern.
  • Bei Beschäftigten mit Hochschulabschluss erwarten 37,5 % der Unternehmen sinkende Löhne.
  • Gleichzeitig gehen 26 % von steigenden Gehältern aus.

„Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen“, so das Fazit von Ifo-Forscherin Ruffert. „Am ehesten rechnen sie bei weniger erfahrenen Arbeitskräften mit sinkenden Löhnen.“

Dienstleister erwarten am häufigsten sinkende Löhne durch KI

Auch zwischen den Branchen gibt es deutliche Unterschiede. Am häufigsten rechnen Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich mit sinkenden Löhnen. Bei Beschäftigten mit kurzer Berufserfahrung ohne Hochschulabschluss erwarten dies 53,3 % der Unternehmen. Bei Beschäftigten mit längerer Berufserfahrung sind es 44,2 %.

Im Handel liegen die Werte bei 47,9 % für Beschäftigte mit kurzer und 41,3 % für Beschäftigte mit längerer Berufserfahrung. Im verarbeitenden Gewerbe erwarten 46,5 % beziehungsweise 38,9 % der Unternehmen sinkende Löhne.

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Am geringsten fallen die erwarteten Auswirkungen im Baugewerbe aus. Dort rechnen 39 % der Unternehmen bei Beschäftigten mit geringer Berufserfahrung mit sinkenden Löhnen. Bei Beschäftigten mit längerer Berufserfahrung sind es 31,3 %. (mit dpa)

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