Gehaltscheck 2026: Was und wo verdient man in Deutschland?
Was verdient Deutschland wirklich? Der kununu Gehaltscheck 2026 gibt spannende Einblicke in die aktuellen Gehälter der deutschen Arbeitnehmer und deckt auch branchenspezifische Unterschiede auf.
Gehaltscheck 2025: So viel verdienen die Deutschen – und das sind die größten Unterschiede.
Foto: PantherMedia / Randolf Berold
Laut dem aktuellen kununu Gehaltscheck 2026, der auf 1,13 Millionen Gehaltsangaben basiert und damit der bisher umfangreichste Gehaltsreport Deutschlands ist, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Beschäftigte in Banken, Versicherungen und Energieunternehmen verdienen derzeit am besten, während Branchen wie Kunst, Kultur, Hotellerie und Gastronomie deutlich geringere Gehälter aufweisen. Auch die IT-Branche liegt mit einem Durchschnittsgehalt über 60.000 Euro im oberen Bereich.
Inhaltsverzeichnis
Branchen mit den höchsten Gehältern
- Banken: 63 013 Euro
- Versicherungen: 62 636 Euro
- Energieunternehmen: 61 817 Euro
- IT-Branche: 61 527 Euro
Branchen mit den niedrigsten Gehältern
- Kunst & Kultur: 40 468 Euro
- Hotellerie: 38 793 Euro
- Gastronomie: 37 473 Euro
Gender Pay Gap 2026: Frauen verdienen in allen Branchen weniger
Der kununu Gehaltscheck 2026 zeigt klar: Der Gender Pay Gap ist weiterhin ein strukturelles Problem auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In allen untersuchten Branchen verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen – selbst wenn sie in einigen Sektoren vergleichsweise höher verdienen. Besonders gut verdienen Frauen im Banken-, IT- und Versicherungssektor, dennoch liegen ihre Gehälter überall unter denen der Männer.
Durchschnittsgehälter von Frauen
- Banken: 56 824 Euro
- IT-Branche: 56 066 Euro
- Versicherungen: 55 949 Euro
- Energie: 55 945 Euro
Durchschnittsgehälter von Männern
- Versicherungen: 68 206 Euro
- Banken: 67 448 Euro
- Energie: 64 493 Euro
- Maschinenbau: 58 285 Euro (hier über 6 000 Euro mehr als Frauen)

Frauen verdienen weniger als Männer.
Foto: Pressegrafik kununu Gehaltscheck 2026
Berufseinstieg: Wo junge Talente am besten verdienen
Für junge Talente lohnt sich ein Blick in die Energiebranche: Hier liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei 54.707 Euro im Jahr. Auch Branchen wie Rechtswesen, Versicherungen, Banken und Beratungen bieten einen vergleichsweise guten Start ins Berufsleben, mit Einstiegsgehältern von mehr als 50 000 Euro im Durchschnitt.
Etwas niedriger fällt das Einkommen für Berufseinsteiger:innen in Bereichen wie dem Internet- oder Elektroniksektor aus, wo die durchschnittlichen Einstiegslöhne bei etwa 47 000 Euro liegen.
Erfahrung zahlt sich aus
Der Branchenvergleich 2026 zeigt: Mit zunehmender Berufserfahrung steigen die Gehälter deutlich. Besonders stark fällt die Entwicklung in der IT-Branche aus. Berufseinsteiger:innen verdienen hier 50 000 Euro, nach sechs bis zehn Jahren Erfahrung liegt das Gehalt bereits bei 67 622 Euro – ein Plus von 35 Prozent.
Ähnlich verhält es sich in Banken, wo das Einkommen von 50 901 Euro auf 68 098 Euro steigt. Auch in den Bereichen Internet & Telekommunikation, Beratung und Marketing können Fachkräfte mit zunehmender Erfahrung um 30 Prozent oder mehr höhere Gehälter erwarten.
Städtevergleich 2026: Im Westen und Osten verdienen Beschäftigte am wenigsten
Im aktuellen Städte-Ranking liegt Stuttgart an der Spitze mit einem durchschnittlichen Gehalt von 59 189 Euro, knapp vor Frankfurt (59 150 Euro) und München (58 973 Euro). Auch Bonn und Düsseldorf zählen zu den fünf einkommensstärksten Städten Deutschlands.
Deutlich niedriger sind die Gehälter in ostdeutschen Städten wie Dresden (46 743 Euro) und Leipzig (45 127 Euro) sowie in Ruhrgebietsstädten wie Bochum, Duisburg und Essen. Zwischen der bestbezahlten Stadt Stuttgart und dem Schlusslicht Leipzig liegt ein Gehaltsgefälle von 31,2 Prozent.

Grundlage des kununu Gehaltschecks 2026
Der kununu Gehaltscheck 2026 basiert auf 1,13 Millionen Gehaltsangaben, davon rund 615 000 aus dem Jahr 2025. Ausgewertet wurden ausschließlich Vollzeitgehälter. Unplausible oder ungewöhnliche Angaben wurden nach einem bewährten Qualitätsverfahren entfernt oder erst nach Bestätigung durch weitere Einträge wieder aufgenommen.
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