Wettbewerb 07.05.2026, 14:00 Uhr

Künstliche Intelligenz bei Jugend forscht: IU fördert junge Forschungstalente

Die IU Internationale Hochschule vergibt 2026 erstmals einen KI-Sonderpreis bei Jugend forscht und fördert damit innovative Nachwuchsprojekte rund um künstliche Intelligenz.

KI - Eine junge Frau arbeitet mit KI

Die IU Internationale Hochschule vergibt 2026 erstmals den „Sonderpreis Künstliche Intelligenz“ bei Jugend forscht und zeichnet damit innovative Nachwuchsprojekte aus den Bereichen KI, Informatik, Technik und Gesellschaft aus.

Foto: Smarterpix/Valerii_Honcharuk

Künstliche Intelligenz spielt auch im wissenschaftlichen Nachwuchs eine immer größere Rolle: Gemeinsam mit dem renommierten Wettbewerb Jugend forscht vergibt die IU Internationale Hochschule im Jahr 2026 erstmals den „Sonderpreis Künstliche Intelligenz“.

Damit zeichnet die Hochschule innovative Projekte aus, die sich mit dem verantwortungsvollen und zukunftsweisenden Einsatz von KI beschäftigen.

Bereits in den Landeswettbewerben von Jugend forscht wurden 16 Projekte mit dem neuen KI-Sonderpreis prämiert. Die ausgezeichneten Nachwuchstalente treten nun vom 28. bis 31. Mai 2026 beim 61. Bundesfinale bei der Schaeffler AG in Herzogenaurach an. Unter den Teilnehmenden befinden sich auch mehrere Gewinner*innen des Sonderpreises „künstliche Intelligenz“.

„Junge Talente, die den positiven und verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz erforschen, sollten besonders gefördert werden. Sie sind die Zukunft für Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort“, sagt Dr. Kamal Bhattacharya. Der Prorektor für Forschung und Transfer sowie Professor für Informatik an der IU betonte zudem, man freue sich an der Hochschule, gemeinsam mit Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb einen KI-Sonderpreis ins Leben gerufen zu haben und damit junge Forschungstalente gezielt zu fördern.

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KI in der Hochschullehre: IU setzt auf innovative Lernkonzepte

Künstliche Intelligenz verändert die Bildungslandschaft – und die IU Internationale Hochschule positioniert sich dabei als Vorreiterin in Deutschland. Als größte Hochschule des Landes integriert sie KI-Technologien bereits seit mehreren Jahren gezielt in Studium und Lehre. Darüber haben wir auch bei ingenieur.de berichtet.

Seit 2023 unterstützt der KI-gestützte Learning Companion Syntea mehr als 90.000 Fernstudierende im Studienalltag. Gleichzeitig soll das digitale Lernsystem den professionellen und reflektierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz fördern.

Darüber hinaus hat die IU mit dem sogenannten Job Readiness Framework einen neuen Ansatz für die Hochschullehre entwickelt. Ziel ist es, Studierende frühzeitig auf die Anforderungen eines zunehmend KI-geprägten Arbeitsmarktes vorzubereiten und praxisrelevante Kompetenzen im Umgang mit modernen Technologien zu vermitteln.

KI-Sonderpreise bei Jugend forscht: IU fördert interdisziplinäre Nachwuchsprojekte

Mit der Stiftung der KI-Sonderpreise im Wettbewerb Jugend forscht unterstützt die IU Internationale Hochschule gezielt junge Talente, die künstliche Intelligenz als fachübergreifende Schlüsselkompetenz verstehen und damit gesellschaftlich relevante Fragestellungen bearbeiten. In den Landeswettbewerben wurden bereits 16 Projekte aus den Bereichen Technik, Mathematik/Informatik, Geo- und Raumwissenschaften, Arbeitswelt, Biologie sowie Chemie ausgezeichnet.

Ausgewählte KI-Projekte im Überblick

„Jacob“ – KI für Leichte Sprache
Magnus Schlinsog (18) vom Humboldt-Gymnasium Potsdam entwickelte ein KI-Sprachmodell, das die Regeln der „Leichten Sprache“ zuverlässig anwendet. Dadurch wird der Zugang zu KI-Anwendungen insbesondere für Menschen mit Lernschwierigkeiten erleichtert.
Das Projekt steht exemplarisch für digitale Teilhabe und inklusive Bildung – ein zentrales Anliegen der IU. Schlinsog wurde dafür mit dem 1. Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik in Brandenburg sowie einem KI-Sonderpreis ausgezeichnet.

„Echt, KI oder Lüge?“ – KI und Fake News erkennen
Elena Reinhold (18) und Fiona Feike (17) vom Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt untersuchten, wie gut Menschen zwischen echten Nachrichten, KI-generierten Inhalten und Fake News unterscheiden können.
Auch an der IU wird dieses Thema intensiv erforscht: Eine repräsentative Studie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 90 Prozent der Befragten Fake News als ernsthafte Bedrohung für Demokratie und Freiheit wahrnehmen. Der Ausbau von Medienkompetenz und der kompetente Umgang mit Desinformation zählen daher zu zentralen Bildungszielen der Hochschule.

Die beiden Schülerinnen erhielten den 2. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt in Niedersachsen sowie den KI-Sonderpreis und den Sonderpreis des niedersächsischen Kultusministeriums. Damit wird die hohe gesellschaftliche Relevanz ihres Projekts unterstrichen.

KI-Sonderpreisträger*innen aus ganz Deutschland im Überblick

Die ausgezeichneten Projekte im Rahmen der KI-Sonderpreise bei Jugend forscht zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und den interdisziplinären Charakter der Nachwuchsforschung in Deutschland. Von nachhaltiger Technik über Biologie bis hin zu Arbeitswelt und Informatik sind zahlreiche Fachbereiche vertreten.

  • Baden-Württemberg
    Aus Baden-Württemberg stammt das Projekt „SortiMate – Automatisierte Mülltrennung mit KI“ von Justin Faltus aus dem Fachgebiet Technik.
  • Bayern
    In Bayern entwickelten Viyona Singh und Aarav Singh das Projekt „Peptid-Doppelgänger: Grenzen von AlphaFold3 bei der Vorhersage von Spiegelbild-Wirkstoffen“ im Bereich Biologie.
  • Berlin
    Nora Baiersdorf forscht in Berlin an „MultiMol: Perspektiv-Kontextualisierte neuronale Netzwerke für Molekül-Ensembles“ im Fach Mathematik/Informatik.
  • Brandenburg
    Magnus Schlinsog entwickelte das Projekt „Jacob – die KI in Leichter Sprache“, ebenfalls im Bereich Mathematik/Informatik.
  • Bremen
    Lucy Wedemeyer und Lina Pohlmann arbeiteten in Bremen an „Unser Schulhof – aber inklusiv“ im Fach Arbeitswelt.
  • Hamburg
    In Hamburg entstand das Projekt „KI-Molekülgenerierung mit experimenteller Validierung organischer Halbleiter“ von Luka Ugrekhelidze und Panagiotis Mitakoudis im Fach Chemie.
  • Hessen
    Lilly Schwarz entwickelte in Hessen „ACOLOC – Advanced Climate Ocean simulation using Deep Learning for Ocean Currents“ im Bereich Geo- und Raumwissenschaften.
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Georg Prudlo und Felix Kröger forschen an „Autonomes Fliegen mit Machine Learning und LiDAR“ im Fach Technik.
  • Niedersachsen
    Elena Reinhold und Fiona Feike beschäftigen sich mit „Echt, KI oder Lüge? Künstliche Intelligenz und ihre Rolle bei Fake News“ im Bereich Arbeitswelt.
  • Nordrhein-Westfalen
    Carlos Moreno Eidam, Ramón Gómez Flores und Alexander Echave Bär entwickelten das Projekt „Visioncap“ im Fach Technik.
  • Rheinland-Pfalz
    Johanna Kellermann und Jonathan Westphal arbeiteten an „SPOON – System for Personal Optimized Organisation and Nutrition“ im Bereich Arbeitswelt.
  • Saarland
    Kiru Speicher forscht an „Simulation neuronaler Modelle mit kleinen neuronalen Netzwerken“ im Fach Mathematik/Informatik.
  • Sachsen
    Kenny Löffler entwickelte „GROVER-fly: Ein Sprachmodell für das Genom von Drosophila melanogaster“ im Bereich Mathematik/Informatik.
  • Sachsen-Anhalt
    Daniel Liko arbeitet an „Bilderklassifizierung LRO Algorithmus“ im Fach Mathematik/Informatik.
  • Schleswig-Holstein
    Matti Lüth und Mina Wilken entwickelten „LaserVision – Optische UAV-Erkennung und -Markierung“ im Bereich Technik.
  • Thüringen
    Nino Fischer, Jessica Nolle und Magnus Schultheis arbeiteten gemeinsam an **„Schneller, besser, effizienter – Entwicklung eines eigenen File Explorers““ im Fach Mathematik/Informatik.

„Im Namen der IU gratuliere ich allen Landessieger*innen von Jugend forscht herzlich! Es ist beeindruckend, mit welch tiefgreifendem Fachwissen Jugendliche bereits heute KI untersuchen und mit ihren Projekten gezeigt haben, dass ihre Forschung wissenschaftliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme lösen kann“, sagt Dr. Bhattacharya. „Ich bin gespannt, welches der zahlreichen Projekte mit KI-Bezug den Bundessieg nach Hause holt – die Bandbreite ist riesig. Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Erfolg!“

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Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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