Mit drei Regeln wird die Sommerpause zum Karrierebooster
Sommer, Sonne, Stress – manche können auch im Urlaub die Finger nicht von der Arbeit lassen. Drei Ratschläge von unserer Kolumnistin, damit das besser wird.
Wer mal die Pausentaste drückt, kann die gewonnene Energie nutzen und den Karriereturbo zünden.
Foto: Smarterpix/prykhodov
Wer in diesen Wochen durch Büros und Entwicklungsabteilungen geht, spürt einen anderen Takt. Projekte laufen weiter, aber langsamer. Anlagen, Hallen und Fertigungsstraßen stehen still und werden gereinigt. Termine werden nach den Ferien gelegt und Postfächer füllen sich mit Abwesenheitsnotizen. Die Sommerpause hat Deutschland fest im Griff. Wie schön. Jetzt geht es darum, wirklich mal Pause zu machen. Aber wie ging das noch mal?
Videokonferenzen aus dem Ferienhaus?
Die Aufgaben sind komplex und anspruchsvoll, die Wirtschaftskrise erhöht den Druck und viele Projekte dulden scheinbar keinen Stillstand. Also bleibt aktuell das Diensthandy in Reichweite. Mails werden zwischen Frühstück und Strand beantwortet, Videokonferenzen finden notfalls aus dem Ferienhaus statt. Schließlich möchte man den Anschluss nicht verlieren. Aber es geht auch anders. Dazu gibt es drei ganz einfache Regeln:
Regel 1: Vertretung im Urlaub richtig organisieren und abschalten
Erste Regel: Vertretungen im Vorfeld vernünftig und rechtzeitig regeln! Wir alle sind im Job vertretbar und ein Urlaub endet in der Regel spätestens nach drei Wochen. Also: einfach mal das Diensthandy liegen lassen und der Vertretung vertrauen. Vielen Dinge regeln sich, auch ohne dass man sich ständig einschaltet oder auf dem Laufenden bleibt. Nutzen Sie die Zeit lieber, um ihren Kopf freizukriegen und sich mal wieder mit schönen Dingen wie Familie, Freunden oder Hobbys zu beschäftigen.
Erholung ist kein Gegensatz zu Leistung. Sie ist ihre Voraussetzung. Wer Abstand gewinnt, schafft Platz für neue Perspektiven. Die meisten Lösungen entstehen nicht in der zwölften Besprechung eines Tages.
Regel 2: Stress abbauen im Urlaub – Natur, Bewegung und bewusste Auszeit
Zweite Regel: Mach was draus. In der Stressforschung gibt es ein paar ganze einfache Regeln zum Stressabbau. Zum Beispiel: Handy aus und rein in die Natur. Wandern, spazieren gehen im Wald, draußen schwimmen oder Radfahren, all das sorgt für einen Abbau der Stresshormone. Mit einem Buch mal wieder in eine andere Welt abtauchen, Freunde treffen und Zeit miteinander verbringen, auch das hilft beim Abschalten. Es muss kein teures Yoga Retreat sein, manchmal ist es sinnvoller, sich mal wieder für die ganz einfachen Dinge Zeit zu nehmen.
Regel 3: Besser schlafen im Urlaub – der Schlüssel für mehr Energie
Dritte Regel: Achten Sie auf den Schlaf. Stellen Sie den Wecker aus, gehen Sie ins Bett, wenn Sie müde sind und stehen Sie auf, wenn Sie wach werden. Im Urlaub stellt sich häufig ein neuer Schlafrhythmus ein, probieren Sie den doch einfach mal aus.
Mit diesen einfachen Regeln kann man den Urlaub nutzen, um Energie zu tanken und mal wieder einen klaren Blick zu bekommen. Denn die zweite Jahreshälfte wird nicht durch die Zahl beantworteter E-Mails entschieden, sondern durch die Qualität der Entscheidungen, die danach getroffen werden.
Nur Mut! Einfach mal zwei Wochen nicht erreichbar sein
Karriere entsteht selten durch pausenloses Beschäftigtsein. Sie entwickelt sich dort, wo gute Entscheidungen getroffen werden. Dafür braucht es Erfahrung, Klarheit – und manchmal auch den Mut, für zwei oder drei Wochen wirklich nicht erreichbar zu sein. In diesem Sinne: Schöne Ferien!
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