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Deutschland holt Rekordzahl an Fachkräften und diese Länder sind besonders beliebt

17. Juni 2026

Ein Ingenieur mit Migrationshintergrund
Internationale Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten prägen den deutschen Arbeitsmarkt: Seit 2020 kommen Hunderttausende Arbeitskräfte nach Deutschland, besonders aus Indien, Vietnam und der Türkei, vor allem in IT, Ingenieurwesen und technischen Berufen. Foto: picture alliance / imageBROKER | Unai Huizi
Deutschland verzeichnet Rekordzahlen bei ausländischen Fachkräften: Zuwanderung steigt stark, Indien führt. Diese Länder und Qualifikationen sind besonders gefragt.
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Deutschland sucht händeringend nach Ingenieurinnen und Ingenieuren, nach IT-Spezialistinnen, IT-Spezialisten und Fachkräften für Industrie und Handwerk. Neue Zahlen zeigen nun, wie stark die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte tatsächlich zugenommen hat – und aus welchen Ländern die meisten Talente kommen.

Über 765.000 neue Fachkräfte seit 2020

Seit dem Jahr 2020 haben rund 765.000 Menschen aus Nicht-EU-Staaten eine Aufenthaltserlaubnis im Zusammenhang mit Arbeit oder Fachkräftezuwanderung in Deutschland erhalten. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Bundestagsanfrage hervor.

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Auch die jährlichen Zahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend: Im Jahr 2023 waren es rund 133.000 Aufenthaltserlaubnisse, im Jahr 2024 etwa 157.000 und im Jahr 2025 bereits rund 205.000.

Als Fachkraft gelten dabei unter anderem Personen mit einer Berufsausbildung, einem Hochschulabschluss oder einer Qualifikation aus der Forschung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Einreise zur Jobsuche oder für eine Ausbildung möglich. In den vergangenen Jahren wurden die gesetzlichen Regelungen dafür zudem schrittweise erleichtert.

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605.000 Fachkräfte leben bereits in Deutschland

Zum Stichtag 30. April dieses Jahres hielten sich rund 605.000 Personen mit einem Aufenthaltstitel als Arbeits- oder Fachkraft in Deutschland auf.

Die Zusammensetzung nach Herkunftsländern zeigt klare Schwerpunkte: Besonders viele Fachkräfte kommen aus Indien (ca. 91.000). Dahinter folgen Vietnam und die Türkei mit jeweils rund 35.000 Personen sowie China mit etwa 31.400 Personen.

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Damit gehören diese Länder zu den wichtigsten Herkunftsregionen für qualifizierte Zuwanderung nach Deutschland.

Diese Herkunftsländer dominieren die Fachkräftezuwanderung

Neben den Spitzenreitern spielen weitere Länder eine wichtige Rolle bei der Fachkräftezuwanderung. Dazu zählen Russland, Marokko und der Iran mit jeweils rund 23.000 Personen.

Knapp dahinter liegen Bosnien-Herzegowina, der Kosovo und die Ukraine, aus denen jeweils etwa 19.000 Fachkräfte in Deutschland leben.

Die Zahlen zeigen: Die Fachkräftezuwanderung ist breit verteilt, konzentriert sich aber deutlich auf bestimmte Länder – und bleibt ein zentraler Faktor für den deutschen Arbeitsmarkt. (mit dpa)

Praxis bestätigt den Trend: Fachkräfte bringen konkrete Skills mit

All das bestätigen auch unsere Besucherzahlen von den VDI nachrichten Recruiting Tagen. Viele Fachkräfte aus genau diesen Ländern sind dort regelmäßig unterwegs und überzeugen mit klar beschriebenen Qualifikationen und Praxiserfahrung.

Die Profile zeigen deutlich, welches Potenzial die Bewerber und Bewerberinnen mitbringen: Einige haben mehrere Jahre Berufserfahrung in der Softwareentwicklung, andere verfügen über einen Bachelor im Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktionstechnik und erste praktische Erfahrung aus der Automobilindustrie. Ein Beispiel aus einem Profil beschreibt etwa: „3D-CAD-Konstruktion von Bauteilen und Baugruppen, normgerechte Zeichnungen, Automatisierungssysteme“.

Viele Teilnehmende des Recruiting Tages in Dortmund formulieren ihre Kompetenzen auch direkt auf Englisch und sehr präzise. So finden sich Angaben wie „Driving cost transparency, VAVE activities, expertise in FEM, scientific programming and commercial simulation tools“ oder Kenntnisse in Verfahrenstechnik und Energietechnik, insbesondere in Wärmetransfer und Wärmerückgewinnung.

Die Fachkräfte bringen nicht nur formale Abschlüsse mit, sondern auch klar dokumentierte, praxisnahe und international ausgerichtete Kompetenzen.

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