Anzeige

Google startet mit Energiedrachen die Stromerzeugung in der Luft

06. April 2015

Google startet mit Energiedrachen die Stromerzeugung in der Luft
Makani: Die Basisstation des Energiedrachens ist hier der Lkw.
Makani heißt das Projekt, mit dem Googles Forschungsabteilung großen Windkraftanlagen Konkurrenz machen will. Dabei segelt ein Fluggerät im Kreis durch die Luft und erzeugt Strom. Weil der Flieger die gewonnene Energie über ein langes Kabel auf den Boden transportiert, wird er auch als Drachen bezeichnet. 
Anzeige
Anzeige


Das Vorhaben klingt mehr als ehrgeizig: Nur mit Drachen, die kreisend am Himmel fliegen, möchte Google 50 Prozent mehr Energie erzeugen als herkömmliche Windräder. Die Forschungsabteilung des Suchmaschinen-Unternehmens, genannt Google X, hat diesbezügliche Pläne im Rahmen des Multimedia-Festivals SXSW in Austin (Texas) bekanntgegeben.

Einen Prototypen des Projekts namens „Makani“, was auf Hawaiianisch „Wind“ bedeutet, hat das Unternehmen bereits ausgiebig getestet. Das an ein Segelflugzeug erinnernde Fluggerät hat eine Spannweite von neun Metern. Zum Aufsteigen nutzt die Entwicklung vier Elektromotoren, die ebenso viele Propeller antreiben.

Anzeige
Anzeige
Leichtgewicht: Der Makani-Energiedrachen kann vom Team auch getragen werden.

Hat der Drachen die gewählte Zielhöhe erreicht, werden die Motoren abgestellt. Angetrieben vom Wind steuert Makani nun in Kreisbahnen auf die Erde zu und anschließend wieder von ihr weg in die Höhe.

An Bord befindliche Generatoren sorgen dafür, dass die Windkraft, die jetzt die Propeller rotieren lässt, in Strom umgewandelt wird. Von einem Drachen sprechen die Entwickler vor allem aufgrund des langen Kabels, das das Fluggerät mit der Erde verbindet und über welches die gewonnene Energie transportiert wird.

Der Vorteil liegt in der Höhe

Google sieht hohen Bedarf an einer Stromgewinnung durch Drachen. Denn nur etwa 15 Prozent der Erdoberfläche taugten als Standorte für Windräder, sagt das Unternehmen. Ein weiterer Vorteil könnte in der großen vertikalen Reichweite von Makani liegen. Mit etwa 450 Metern erreicht die Entwicklung eine Flughöhe, in der der Wind deutlich stärker weht als in etwa 100 bis 250 Metern – die Höhe zahlreicher Windräder.

Anzeige
Anzeige
Makani zieht seine Kreise in der Luft. Zu sehen ist auch das Kabel, mit dem die gewinne Energie auf die Bodenstation übertragen wird.

Astro Teller, Chef von Google X, berichtete, dass Makani selbst bei Tests in sehr windstarken Gegenden niemals abgestürzt sei. Er kündigte zudem an, zeitnah Versuche mit Modellen durchzuführen, die eine Spannweite von gut 25 Metern haben und damit die fast dreifache Größe des bisherigen Drachens erreichen.

Bislang weniger Leistung als ein Windrad

Ob Googles Stromdrachen irgendwann wirklich in der Lage ist, herkömmliche Windkraftanlagen in puncto Energieerzeugung zu toppen, ist fraglich. Bislang hat Makani eine Nennleistung von 600 Kilowatt; manche Windräder schaffen spielend drei Megawatt und mehr.

Anzeige
Anzeige

Zudem ist Google nicht das einzige Unternehmen, das mit Drachen Strom erzeugen will. So entwickelt das deutsche Start-up NTS Energie- und Transportsysteme Lenkdrachen, die Strom in Höhen von rund 500 Metern erzeugen sollen. Ein ähnliches Konzept verfolgt das Berliner Unternehmen Enerkite. Selbst unter Wasser lassen sich Lenkdrachen einsetzen. Ein schwedisches Unternehmen will solche Drachen vor der britischen Küsten im Meer ihre Runden drehen lassen.

Noch deutlich höher hinaus als mit Makani möchte Google mit seinem Projekt namens Loon. Hier verfolgt der Suchmaschinengigant das Ziel, abgelegene Gebiete mit Internetzugang zu versorgen. Im vergangenen Jahr ließ Google X dafür 20 Helium-Ballons in die Stratosphäre über Nord-Australien aufsteigen, die – ausgestattet mit Antennen und Basisstationen – eine breite WLAN-Abdeckung aus der Luft ermöglichen sollen.

 



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige