Bürogebäude „mikado“ in Friedrichshafen 21.11.2022, 15:20 Uhr

Heiz- und Kühllösung in der Decke integriert

Die außergewöhnliche Optik fällt sofort ins Auge, doch auch im Inneren des Bürogebäudes „mikado“ erwartet Besuchende ein Highlight: Die bronzefarbene Streckmetalldecke mit integrierten Lichtbändern ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch funktioneller Bestandteil der in der Decke verbauten Heiz- und Kühltechnik.

Die Streben an der Fassade des Bürogebäudes sollen an das Geschicklichkeitsspiel Mikado erinnern. Foto: mikado

Die Streben an der Fassade des Bürogebäudes sollen an das Geschicklichkeitsspiel Mikado erinnern.

Foto: mikado

Die Bauherren und Planer des dreiteiligen Gebäudekomplexes – die Eheleute Sandra Gramm, von Beruf Architektin, und ihr Gatte Ingo Gramm, Inhaber der Gramm GmbH & Co. KG, einem Unternehmen für Metallfassaden und Dächer – verwirklichten sich mit „mikado“ einen Lebenstraum. Auf über 4.000 Quadratmetern fanden in den Gebäudeteilen 1 und 2 verschiedene Mieter sowie auch Sandra Gramm mit ihrem Architekturbüro neue Büroflächen. Gebäudeteil 3 mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche, davon 1.500 Quadratmeter Bürofläche, wird ebenfalls bald fertiggestellt.

Namensgebend für das Bauprojekt ist die ungewöhnliche Fassade: Bronzefarbene, auf den ersten Blick wahllos platzierte Streben an der Glasfassade sollen an das Geschicklichkeitsspiel Mikado erinnern. Sie spiegeln die Berührungspunkte der Menschen im Arbeitsalltag sowie die Förderung der Konzentrationsfähigkeit wider, so die Architektin. So individuell wie jeder Mikado-Wurf, ist auch das Raumkonzept, variabel angepasst auf die jeweiligen Bedürfnisse der Nutzenden. Die großzügige Glasfassade sorgt für Lichteinfall und gewährt einen Ausblick auf Obstplantagen, bei guter Sicht über den nahen Bodensee hinweg bis in die Alpen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
INOTEC GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Nahrungsmittelindustrie INOTEC GmbH
Reutlingen Zum Job 
Bühler Motor GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Vorentwicklung - Mechatronische Systeme Bühler Motor GmbH
Nürnberg Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Verfahrenstechnik, Pharmatechnik Dohm Pharmaceutical Engineering
Mannheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Prüfingenieure (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Ulm, Ludwigshafen am Rhein Zum Job 
MAXIMATOR GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur / Sales Engineer (m/w/d) Schwerpunkt Wasserstofftechnik MAXIMATOR GmbH
Sinsheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik, Pharmatechnik, Prozesstechnik, TGA, Bauwesen (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Leverkusen Zum Job 
ASK GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) im Bereich Automatisierung und Steuerungstechnik ASK GmbH
Wolfenbüttel bei Braunschweig Zum Job 
RheinEnergie-Firmenlogo
Gruppenleiter Maschinen- und Verfahrenstechnik (m/w/d) RheinEnergie
Köln (Niehl) Zum Job 
WACKER-Firmenlogo
Procurement Manager (m/w/d) CSA / Bauleistungen WACKER
Burghausen Zum Job 
EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Straßen- und Tiefbau EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
Eurovia Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Asphaltstraßenbau Eurovia Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Junior Technical Business Manager (m/w/d) agap2 - HIQ Consulting GmbH
Frankfurt am Main, München, Mannheim Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur:in Automatisierungs- & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Mannheim, Frankfurt oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Bausachverständiger Immobilien (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Testingenieur:in Mechatronik & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Großraum Frankfurt am Main, Mannheim oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Experte Digitale Markenführung (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
SAP & Salesforce Service Manager (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Umweltschutz & Emission (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Karlsruhe Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Fachkraft Arbeitssicherheit & Gesundheit (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Oberfranken, Oberpfalz Zum Job 

Wärme und Kälte aus der Decke

Auch in den Innenräumen setzt sich das besondere Design fort. Als es um die Deckengestaltung ging, kamen für Sandra und Ingo Gramm Standardprodukte nicht in Frage. „Der Markt bot uns kein Deckensystem, das unseren Qualitätsansprüchen entsprach“, erinnert sich Sandra Gramm. Daher entwickelten die Eheleute eine eigene Streckmetalldecke: Bronzefarben wie die Mikado-Stäbe an der Außenfassade passt sie optimal ins Konzept. „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und setzen optisch hohe Ansprüche, deshalb zeichnet unsere Decke nicht nur die einzigartige Technik, sondern auch das moderne und wandelbare Design aus“, erläutert Sandra Gramm. „Technische Highlights sind die exakten Kreuzfugen mit kleinster Toleranz und ein individuelles Einhängesystem, bei dem man jede Kassette einzeln aushängen kann“, so die Architektin. LED-Lichtbänder sind in die Fugen bündig integriert. Die Randstücke der Decke wurden durch Randfriese realisiert, in denen Schlitze für die Zuluft Platz finden. Die Randfriese sorgen für einen nahtlosen Übergang, was Passstücke entbehrt. „Des Weiteren bietet unsere Decke ein offenes System für die Abluft, ohne sichtbare Abluftanschlüsse“, berichtet Sandra Gramm.

Innenansicht mit bronzefarbener Streckmetalldecke.

Foto: mikado

Auch die Heiz- und Kühltechnik, die sich in der Streckmetalldecke verbirgt, ist außergewöhnlich. In die rund 5.000 Deckenelemente wurde ein Flächenheiz- und Kühlsystem von Aquatherm eingesetzt. Die schwarzen Register aus korrosionsbeständigem Polypropylen sorgen durch einen gleichmäßigen Strahlungsaustausch mit den Raumumfassungsflächen für eine angenehme Raumtemperatur im Kühl- und Heizbetrieb. Zugluft oder Staubaufwirbelungen sind durch diesen Prozess ausgeschlossen und die thermische Behaglichkeit im Raum nimmt zu. Durch den geringen Verlegeabstand der Registerrohre und der erzielten quadratmeterbezogenen hohen Flächendichte des Systems, kann es mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als konventionelle Heiz- beziehungsweise höheren Vorlauftemperaturen als andere Kühlsysteme betrieben werden und ermöglicht in Verbindung mit seiner schnellen Reaktionsfähigkeit einen besonders effizienten und energiesparenden Betrieb unter wechselnden Bedingungen. Ein Akustikvlies wirkt zudem schallabsorbierend und sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima.

Passgenaue Anfertigung

Die einzelnen Elemente des Heiz- und Kühlsystems wurden am Aquatherm-Hauptsitz im südwestfälischen Attendorn passgenau in den Maßen 56 mal 60 Zentimeter angefertigt.

Das Flächenheiz- und Kühlsystem wurde in die Streckmetalldecke integriert. Die Verteilung zu den einzelnen Heiz-Kühl-Registern erfolgt über einen Tichelmannverteiler.

Foto: aquatherm

Im Objekt wurden sie anschließend in die einzelnen Deckenelemente eingesetzt. Die Zuleitung zwischen den Registern erfolgte mit Hilfe eines Anschlusswellrohres und eines Steckstutzens. Das Wellrohr ermöglicht eine flexible, aber unauffällige Anbindung, während der Schnellsteckverbinder mit Sicherungsclip eine vollkommen dichte, aber dennoch lösbare Verbindung schafft. Sandra Gramm: „Das System passt sich perfekt an unser Raumkonzept an und war die beste Möglichkeit die Räume optimal zu temperieren. Die einfache Montage und die Flexibilität des Systems sind klare Vorteile. Die Temperaturen sind zuverlässig regelbar. Durch die korrekte Verlegung schaffen wir ein angenehmes Raumklima. Die Räume werden durch die ausgereifte Planung gleichmäßig gekühlt.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Dekarbonisierung: Neue Chancen durch Nutzung von Aquiferspeichern

Trinkwasserversorgung durch Frischwasserstationen

Baupraxis: Was ist bei der Vergabe von Ersatzleistungen zu beachten?

BIM: Bauakteure bestätigen Effizienzsteigerung

Verbraucher überdenken ihr Heizverhalten

Wärmepumpen: Fraunhofer-Projekt mit Effizienzrekord

BDH und en2x testen Einsatz von „grünem“ Heizöl

Verbände fordern Beibehaltung der derzeitigen F-Gase-Verordnung

Baupraxis: Vorsicht bei der Vergabe und Annahme von Aufträgen

Forschende testen UVC-Technologie auf dem Oktoberfest

Wärmepumpe: Luft, Erdreich oder Wasser – was sind die Unterschiede?

Von Aquatherm / Marc Daniel Schmelzer