Die EU-Kommission plant eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) für Autos einzuführen, die älter als zehn Jahre sind. Dadurch soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.
Wird das noch mal was in China? Deutsche Autobauer zeigen zahlreiche neue Modelle, die sie extra für den Markt entwickelt haben. Dabei wird vor allem eins deutlich. Die drei Studien von VW sind die ersten Modelle der „In China, für China“-Strategie. Premierenfeuerwerk auf der Auto Shanghai? Ja – aber nur für China. Auf der im Wechsel mit Peking stattfinden Messe zeigen die deutschen Hersteller einige Neuheiten, die Modelle zielen aber allesamt auf den chinesischen Markt ab. Die spezifischen China-Autos sollen den OEMs dabei helfen, verlorenen Boden im Reich der Mitte wieder gut zu machen. Groß auffahren will zum Beispiel VW. Die Wolfsburger haben schon vor einiger Zeit angekündigt, bis 2027 insgesamt 20 sogenannte New Energy Vehicles (NEV) in China auf den Markt zu bringen. Unter dem Begriff NEV versteht man neben reinen Elektro-Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride, Range-Extender-Modelle und Brennstoffzellen-Autos. Der VW ID.Evo ist eine von drei Shanghai-Studien. Das Full-Size-SUV soll zukünftig unter dem Label der Sub-Marke ID.Unyx verkauft werden. VW: Zwei E-Autos und ein Range-Extender-Modell Drei Studien, die nun erstmals auf der Messe zu sehen sind, sind die ersten Vertreter dieser Modell-Offensive. Sie sollen ab kommendem Jahr in Serie gehen. Zusammen mit dem Nord-China-Partner FAW stellt VW eine elektrische Stufenheck-Limousine vor. Sie ist das erste auf der Compact Main Platform (CMP) basierende Modell mit China-spezifischer E-Architektur CEA (China Electronic Architecture), die aus der XPeng-Kooperation stammt – quasi dem östlichen Pendant zum Joint Venture mit Rivian. Volkswagen Anhui – das ehemals als JAC-Volkswagen bekannte und auf NEV fokussierte Joint-Venture, das inzwischen mehrheitlich VW gehört – präsentiert ein ebenfalls vollelektrisches SUV. Die Full-Size-Studie (rund fünf Meter) mit dem Namen ID.Evo soll zukünftig unter der vergangenes Jahr eingeführten Sub-Marke ID.Unyx verkauft werden und junge Kunden ansprechen, die sich „aus der Masse hervorheben“ wollen. SAIC-Volkswagen, das Kooperationsprojekt für Süd-China, zeigt schließlich noch ein kleineres SUV mit Range-Extender – derzeit der in China am stärksten wachsende Markt, der nach Ansicht der Experten in den kommenden Jahren zehn Prozent des Geschäfts ausmachen wird. Wie die VW-Studien ist auch das erste Modell der neuen Submarke AUDI in China für China entwickelt worden. Die Serienversion soll sich stark an der Studie (im Bild) orientieren. Audi und Porsche: Erster AUDI, Langversionen und 911 GT3 Die VW-Neuheiten sind der erste sichtbare Erfolg der „In China, für China“-Strategie – vor Ort für den lokalen Markt entwickelt. Gleiches gilt auch für den neuen AUDI, das erste Modell der jungen Ingolstädter Sub-Marke ohne Ringe, dafür in Versalien, die Audi zusammen mit SAIC gegründet hat. Die Serienversion gibt ebenfalls auf der Messe ihren Einstand, einen seriennahen Ausblick darauf gab Audi bereits mit der Sportback-Studie AUDI E Concept. Daneben feiert die chinesische Langversion des A6 e-tron ihre Weltpremiere und auch die verlängerte Chauffeurs-Varianten des Q5 und der A5-Baureihe werden zu sehen sein. Die sportliche Schwestermarke Porsche, deren China-Verkäufe sich im freien Fall befinden, beschränkt sich hingegen auf den bekannten 911 GT3. Der Sportwagen war zuletzt in China nicht mehr erhältlich, nun gibt es „auf vielfachen Wunsch chinesischer Sportwagen-Fans“ ein Wiedersehen Die einzige nicht China-spezifische Neuheit hat Mercedes dabei: Die Van-Sparte der Stuttgarter zeigt mit der Studie „Vision V“, wie die zukünftige V-Klasse aussehen soll, die 2026 auf den Markt kommt und ins Premium-Segment vordringen will. Aber auch China spielt bei den Schwaben selbstverständlich eine große Rolle: Sie feiern die Premiere des gerade erst in Rom vorgestellten, neuen Einstiegs-Stromers CLA in einer extra für China gebauten Langversion. Das Mittelklasse-Modell fährt zunächst als reines E-Auto vor und soll knapp 800 Kilometer Reichweite bieten; später folgt auch ein Mildhybrid-Benziner. Ohne große Neuheit reist der zuletzt wie so viele andere in China schwächelnde Hersteller BMW an den Huangpu-Fluss: Die Münchner rühren weiter die Werbetrommel für die Neue Klasse, zeigen aber erneut nur das Cockpit. Die Weltpremiere des ersten Serienmodells steht erst im Herbst auf der IAA an. Keine Chance auf Serienfertigung hat dagegen die Studie „BMW Vision Driving Experience“, die als Versuchsträger für die neue Antriebs- und Fahrdynamikregelung zum Einsatz kommt und jüngst ihre ersten Runden gedreht hat. Erwartet wird, dass BMW das Concept Car in Schanghai ohne Tarnfolie zeigt. BMW rührt mit dem bereits in Las Vegas auf der CES gezeigten Cockpit weiter die Werbetrommel für die Neue Klasse. China-Hersteller: Kaum Ankündigungen, große Erwartungen Und die Chinesen? Die geben sich vorab traditionell verschwiegen. Eine der wenigen Ankündigungen kommt von der Geely-Tochter Zeekr. Deren SUV-Flaggschiff 9X wird aber nur eine von zahlreichen Neuheiten sein. Noch versuchen sich die zahlreichen Marken im aufgeblähten Markt mit nahezu täglich präsentierten Neuheiten zu überbieten, die meisten Hersteller dürften deshalb auf der Messe mit gleich mehreren NEV-Premieren aufwarten – die sicher nicht erst nächstes Jahr kommen. Spannend bleibt also, ob die deutschen Hersteller sich mit ihren Studien und Modellen aus der Masse hervorheben können oder ob sie mit ihren Ankündigungen untergehen.
Die Pannenhelfer vom ADAC wissen ganz genau, welche Automodelle öfter ihrer Hilfe benötigen als andere. Und sie wissen auch, ob Elektrofahrzeuge verlässlicher sind als welche mit Verbrennungsmotor.
Ionity, Fastned, Electra und Atlante gründen eine neue Kooperation namens Spark Alliance. Das Ziel: ein grenzübergreifendes, vereinfachtes Ladenetz ohne Roaming-Hürden.
Entwicklungschef und Alpine-Markenchef Philippe Krief macht keinen Hehl an der Ausrichtung des neuen Renault Turbo 3E: „Der R5 Turbo 3E ein echtes Biest von einem Auto – gebaut für Rallyesport, Drift und Rennstrecke, angepasst für die Straße.“ Nach der ultimativen Ausbaustufe des ersten Renault 5, der 1972 auf den Markt kam und 1980 dicke Backen sowie einen Mittelmotor mit 118 kW bekam und bei der Rallye-Weltmeisterschaft vorne mitmischte, legt Renault jetzt nach. Als Elektrokracher mit irren Leistungsdaten. Der . und Renault baut einen sportlichen R5, der alle bislang entwickelten Elektro-Kleinwagen in den Schatten stellt. Der R5 Turbo 3E ist als ultimatives Spaßmobil konzipiert – mit geradezu grotesken Leistungsdaten. „Ein Biest von einem Auto:“ Der Renault R5 Turbo 3E soll die Leistungsdaten eines Supercar haben – aber im Kleid eines Kleinwagens. Ob das funktioniert? Die Auslieferungen beginnen erst 2027. Dieses Elektroauto dürfte selbst schwere Fälle von Elektro-Skepsis kurieren: Renault baut ein elektrisches „Mini-Supercar“, das alle bisherigen elektrischen Kleinwagen in den Schatten stellt. Basis ist der im vergangenen Jahr vorgestellte R5 Electric – von dem allerdings nicht viel mehr als der Name übrig geblieben ist. Die Leistungsdaten des Elektro-Zwergs würden in der Verbrennerwelt einem echten Supersportler gut zu Gesicht stehen – doch der kommende Renault R5 Turbo 3E ist ein gerade einmal 4,08 Meter langer Kleinwagen – im Kleid eines stark gepumpten R5, der es in der Breite auf satte 2,03 Meter bringt. Die Eckdaten klingen zumindest berauschend: Antriebsleistung 540 PS, ein Drehmoment von schwindelig machenden 4800 Nm, ein Leistungsgewicht von nur 2,7 kg/PS, eine erwartete Beschleunigung von null auf 100 km/h von unter 3,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von „bis zu 270 km/h.“ Es handelt sich damit um das bislang stärkste und leistungsfähigste Straßenmodell des Renault-Konzerns. Die 70 kW große Batterie soll für eine WLTP-Reichweite von bis zu 400 Kilometern gut sein, allerdings dürfte bei voller Ausschöpfung der Power davon nur noch ein Bruchteil übrig bleiben. Entwicklungschef Philippe Krief, der zugleich Alpine-Markenchef ist, fasst die Daten in einem Satz zusammen: „Der R5 Turbo 3E ein echtes Biest von einem Auto – gebaut für Rallyesport, Drift und Rennstrecke, angepasst für die Straße.“ Krief und sein Team haben den Mini-Racer als Innovationsträger konzipiert: Radnabenmotoren an den Hinterrädern, eine Aluminium-Plattform, die von Alpine entwickelt wurde, 800 Volt-Architektur, bis zu 350 kW DC-Ladeleistung, eine „Boost“-Taste für Extra-Power beim Überholen, Drift-Assist-Funktion, vertikale Handbremse im Rallye-Stil, allerorten echte Carbon-Komponenten – die Entwickler konnten aus dem Vollen schöpfen. Hinzu kommen zahlreiche Individualisierungs-Möglichkeiten, von der Außenlackierung bis hin zum Armaturenbrett. Nur 1980 Exemplare geplant Einen Preis für das Extrem-Auto nennt Renault noch nicht. Fest steht aber schon, dass die Eigentümer zu einer verschworenen Sekte gehören werden: Exakt 1980 Exemplare des „Mini-Supercar“ will Renault bauen – es ist eine Hommage an das Jahr 1980, in dem der erste R5 Turbo auf den Markt kam. Jedes Exemplar wird nummeriert sein – und die Kunden können jetzt schon ihre Wunschnummer reservieren. Denn bestellbar wird der Racer bereits in wenigen Wochen sein. Dann allerdings müssen sich die Kunden in Geduld üben. Ausgeliefert werden die ersten Exemplare „in der ersten Jahreshälfte 2027.“
Cariad ist die Software-Tochter von Volkswagen, die die einheitlichen Softwareplattformen für den gesamten Konzern entwickeln sollte. Daran scheiterte sie bislang. Jetzt stellt CEO Peter Bosch Cariad neu auf und will bis zum Jahresende 30 % der Stellen abbauen.