Magnus Schwarz schreibt zu den Themen Wasserstoff, Energie und Industrie. Nach dem Studium in Aachen absolvierte er ein Volontariat und war mehrere Jahre als Fachredakteur in der Energiebranche tätig. Seit Oktober 2025 ist er beim VDI Verlag.
Solarzellen, Solarthermie und Klimaanlage konkurrieren oft um dieselben Flächen. Ein KIT-Team packt alle drei Funktionen auf eine einzige und nutzt dafür auch die Kälte des Weltraums. Ein Prototyp hat den Freilandtest bestanden.
In Krefeld-Uerdingen befeuert Lanxess erstmals eine Großanlage mit Wasserstoff statt Erdgas. Dabei kann das Unternehmen dank einer Kooperation mit seinem Nachbarn auf eine eigene Elektrolyse verzichten.
Zwei Konzerne, zwei Elektrolyseure, eine Stadt: In einer 60.000-Einwohner-Stadt im Emsland speist RWE jetzt grünen Wasserstoff ins Netz, bp baut nebenan seine größte Anlage für den Energieträger. Zusammen entstehen hier 400 MW Elektrolyseleistung – mehr als doppelt so viel, wie Deutschland bislang installiert hat.
Gasturbinen arbeiten bei extremer Hitze, und Temperaturwechsel setzen ihren Schutzschichten zu. Ein Forschungsteam aus Kanada, Deutschland und den USA hat eine Beschichtung entwickelt, die diese Risse im Betrieb selbst füllt.
Deutschlands Flüsse sind auf einem historischen Tiefstand, die Binnenschifffahrt droht zum Erliegen zu kommen. Das Fraunhofer IWU schlägt eine Lösung vor: Schiffswände aus Aluminiumschaum, die rund 30 % leichter sein sollen als Stahl.
Bei der Kernfusion geht es meist um Laser, Plasmen und Magnete. Kaum jemand fragt, wie der teure Brennstoff recycelt wird. Ein Team aus Leipzig hat dafür erstmals ein Gemisch dreier Wasserstoffisotope voneinander getrennt.
Mit der EEG-Novelle 2027 entscheidet sich auch, wie viele Biogasanlagen weiterlaufen. Die Regierung verspricht ihnen eine Zukunft, die Branche sieht die Anlagen auf einem „Sterbepfad“. Wer hat recht?
Vanguard 1 flog 1958 mit Silizium-Solarzellen, dann übernahmen teure Spezialhalbleiter das All. Jetzt holen Fraunhofer ISE und das US-Start-up Source Energy das Massenmaterial zurück in den Orbit.
Kabinen, Küchen und Klimaanlagen brauchen im Hafen weiter Strom. Ohne Landanschluss laufen dafür meist die Dieselgeneratoren. Ein Forschungsprojekt setzt auf chemisch gebundenen Wasserstoff – und nimmt dafür ein Gewichtsproblem in Kauf.
Hohe Temperaturen erzeugt die Chemieindustrie bis heute fast immer mit Flammen. Ein Reaktor der NUS Singapur ersetzt sie durch einen stromdurchflossenen Draht, der bis zu 2300 °C erreicht. Drei Nature-Studien zeigen, was das Glühbirnen-Prinzip kann.