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Arbeiten im Urlaub? Warum Workation mehr ist als ein Lifestyle-Trend

25. Juni 2026

Arbeiten im Urlaub? Warum Workation mehr ist als ein Lifestyle-Trend
Arbeiten mit Aussicht: Workation steigert Motivation und Zufriedenheit, birgt aber auch Hürden – Studie vom Fraunhofer IAO zeigt Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte. Foto: Smarterpix/Vichizh
„Workation“ – ein Trendbegriff, der in letzter Zeit in aller Munde ist. Doch was ist das eigentlich und welche Auswirkungen hat diese Arbeitsform auf die Arbeitszufriedenheit, Motivation und individuelle Leistung eines Beschäftigten?
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Bei einer Workation verlagern Beschäftigte ihre Tätigkeiten an einen Urlaubsort – ein kurzfristiger Trend oder doch eine langfristige Erscheinung? Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zeigt, dass Mitarbeitende durchaus von einer Workation profitieren können – nämlich durch eine Steigerung der intrinsischen Motivation und Produktivität.

Inhaltsverzeichnis

Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden Befragung von 964 Personen, die im Zeitraum von Juli 2023 bis Dezember 2024 durchgeführt wurde.

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Mehr als nur Urlaub mit Laptop?

Kurz gesagt ist eine Workation die Kombination aus Urlaub und Arbeit. Die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, beispielsweise im Homeoffice, ist bereits kein Neuland mehr, die Arbeit an einen Urlaubsort oder auf Reisen zu verlagern, allerdings schon. Diese Arbeitsform soll nicht nur die Work-Life-Balance verbessern, sondern kann auch die Kreativität und Motivation der Arbeitenden steigern.

68 % der Befragten sind bereits mit dem Konzept Workation vertraut, doch nur 26 % haben bereits eigene Erfahrungen gemacht. Nur 34 % der Arbeitgeber der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen ermöglichen überhaupt diese Form des mobilen Arbeitens.

Workation fördert Motivation und Zufriedenheit

65 % der Befragten, die bereits Erfahrungen mit dem Konzept gemacht haben, sprechen sich positiv aus und bemerken eine gesteigerte Motivation. 71 % sind zufriedener bei der Arbeit. Diese Zahlen sprechen für das Potenzial von Workations, die Bindung von Mitarbeitenden zu stärken und die Effizienz im Unternehmen nachhaltig zu fördern.

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Laut Studie ist eine Workation nicht nur für Selbstständige und Freelancer ansprechend, sondern beruflich auch für fest angestellte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von Relevanz – unabhängig von Geschlecht, Branche oder Kontext.

Der ideale Arbeitsplatz

Ein wesentliches Ergebnis der Studie dreht sich rund um die Rahmenbedingungen einer erfolgreichen Workation. Fast 97 % aller Befragten halten eine stabile IT-Infrastruktur für unverzichtbar. Außerdem wichtig sind ergonomische Arbeitsplätze, Rückzugsmöglichkeiten für vertrauliche Gespräche und eine abwechslungsreiche Umgebung. 75 % schätzen den Zugang zur Natur und bewerten ihn als ausschlaggebend für das Wohlbefinden während der Workation.

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Der „Bleisure & Workation Monitor Deutschland“ der Internationalen Hochschule (IU) zeigt außerdem, dass eine Workation keinesfalls nur auf Großstädte beschränkt ist. Vor allem ländliche Regionen mit hoher Lebensqualität, attraktiven Natur- und Freizeitangeboten und guter Erreichbarkeit sind Rahmenbedingungen, die für Workation-Reisende besonders attraktiv sind.

Welche Hürden es zu beachten gilt

Zwar besteht ein hohes Interesse an einer Workation, nichtsdestotrotz gibt es Hindernisse, die einer Umsetzung im Weg stehen können. 48 % der Befragten sehen den Genehmigungsprozess als besonders herausfordernd, während 34 % besonders die Frage der Kostentransparenz als Hürde wahrnehmen. Viele Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen sind zudem besorgt über möglichen Neid innerhalb des Teams.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, stellt das Fraunhofer IAO gezielte Maßnahmen vor: Klare Kommunikation, transparente Informationen, technischer Support, Empfehlungen für geeignete Unterkünfte und eine mögliche Kostenübernahme sind entscheidende Faktoren, die die Akzeptanz einer Workation deutlich erhöhen könnten.

Mit Workation Fachkräfte gewinnen und binden

Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Die Kombination aus Arbeit und Urlaub kann ein wesentlicher Faktor im Wettbewerb um talentierte Fachkräfte sein.

„Um die erfolgreiche Integration dieses Arbeitsmodells zu fördern, müssen bestehende Missverständnisse ausgeräumt und ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Workation weit mehr ist als ‚Arbeiten im Urlaub‘“, betont Meral Yurdakul-Ziegler vom Fraunhofer IAO.

Vielmehr ist es ein modernes Arbeitskonzept, das einem ermöglicht, berufliche Anforderungen und individuelle Weiterentwicklung miteinander in Einklang zu bringen.

Workation als Türöffner für spätere Urlaubsreisen

Spannend ist vor allem der Einfluss von Workation-Reisen auf die spätere Freizeitnachfrage. Reisende, die Arbeit und Freizeit miteinander koppeln, kehren deutlich häufiger an das Reiseziel zurück, als es bei privaten Gästen der Fall ist.

Während unter allen Geschäftsreisenden 51 % später privat zurückkehren, liegt dieser Anteil bei Workation-Nutzenden bei etwa 64 %. Geschäftsreisen werden damit zunehmend zum Erstkontakt mit einem Reiseziel und können die Tür für zusätzliche, private Urlaubsreisen auslösen.



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