Andere Prioritäten, gleiche Flexibilität: Wie zwei Frauen bei Diehl ihren eigenen Karriereweg gehen
Julia Müller und Milena Rehn haben bei Diehl beide Führungsverantwortung und leben Work-Life-Balance trotzdem völlig unterschiedlich. Die eine investiert ihre freie Zeit ins Ehrenamt, die andere ganz bewusst in ihre Familie. Vereinbarkeit ist also kein Modell, das für alle gleich aussieht. Was Julia und Milena dennoch eint: Sie gehen ihren Weg mit ihren eigenen Prioritäten. Im direkten Vergleich wird sichtbar, wie unterschiedlich – und wie ähnlich zugleich – das in der Praxis aussieht.
links nach rechts: Julia Müller, Senior Head of Industrial Project Management bei Diehl Metering und Milena Rehn, Head of Supply Chain Logistics bei Diehl Aviation.
Foto: Diehl
Was andere am meisten überrascht
Julia, Senior Head of Industrial Project Management, engagiert sich nebenbei als Stadträtin und zweite Bürgermeisterin. Überraschend ist dabei weniger diese Doppelbelastung selbst als die Fähigkeit, die sie dafür einsetzt: „Meine Superpower ist es, Menschen und Themen zusammenzubringen und auch in unterschiedlichen Interessenlagen gemeinsame Wege zu finden.“ Genau diese Fähigkeit nutzt sie sowohl bei Diehl als auch in ihren Ehrenämtern.
Milena, Head of Supply Chain Logistics, überrascht dagegen mit der Offenheit, mit der sie über ihren Alltag spricht: „Wenn mich die Kinder am Nachmittag brauchen, bin ich für sie da. Und Arbeit, die nicht warten kann, wird gemacht, wenn die Kinder im Bett sind.“ Kein perfekt getakteter Tagesablauf, sondern eine pragmatische Lösung, die funktioniert – neben 90 Kilometern Pendelstrecke und einem Team von 35 Mitarbeitenden.
Ihre größte Herausforderung
Für Julia ist es weniger die Zahl der Termine als der verantwortungsvolle Umgang mit widersprüchlichen Erwartungen: „Im Beruf wie im Ehrenamt braucht es die Bereitschaft, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren, ohne wichtige Ziele aus den Augen zu verlieren. Für mich ist das ein Marathon.“
Milena kennt eine ähnliche Herausforderung – nur richtet sie sich nicht an äußere Anforderungen, sondern an sich selbst: „Die Erwartungshaltung an mich selbst, egal ob in der Arbeit oder mit der Familie.“ Ihre Lösung liegt weniger in noch mehr Organisation als in einer inneren Haltung: „Perfektionismus ablegen und Gelassenheit üben.“

Was Diehl als Arbeitgeber möglich macht
Vereinbarkeit heißt Diehl konkret: keine starren Kernarbeitszeiten, die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten und Absprachen im Team statt fester Vorgaben von oben. Milena nutzt das, indem sie einen Tag pro Woche verkürzt und von zu Hause arbeitet, um am Nachmittag für ihre Kinder da zu sein. Julia nutzt dieselbe Flexibilität, um Ratssitzungen und Ehrenamtstermine kurzfristig mit ihrem Kalender zu koordinieren. Was beiden zusätzlich den Rücken freihält, sind ihre Mitarbeitenden: „Ich habe ein Team, auf das ich mich vollkommen verlassen kann“, sagt Milena.
Der beste Rat an Young Professionals
Wenn beide Frauen heute nochmals jung wären, wüssten sie genau, was zu tun wäre. Julia und Milena empfehlen: „Fokussiere dich nicht auf Jobtitel oder Hierarchie-Level. Suche dir Themengebiete und Aufgaben, die dich wirklich interessieren und die zu deinen Talenten passen. Und vergleiche dich nicht. Schaffe dir eine vertrauensvolle Umgebung – und vor allem hab Spaß!“
Zwei Frauen, zwei völlig verschiedene Vorstellungen davon, was außerhalb des Jobs zählt. Und doch dieselbe Erkenntnis: Man muss sich nicht zwischen Karriere und dem Rest des Lebens entscheiden. Man braucht nur die Freiheit, beides auf die eigene Art miteinander zu verbinden und Arbeitsbedingungen, die genau das möglich machen.
Diehl ist ein familiengeführtes Technologieunternehmen mit rund 19.000 Mitarbeitenden an weltweit über 90 Standorten – aktiv in den Bereichen Metall, Controls, Defence, Aviation und Metering.
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Autor: Annemarie Peters / Diehl Group