Pumpen sind Maschinen, die Flüssigkeiten, Gase oder Schlämme von einem Ort zum anderen transportieren. Sie finden Anwendung in praktisch allen industriellen Prozessen, sei es in der Herstellung von Chemikalien, in der Wasserversorgung oder in der Abwasserbehandlung. Ihre grundlegende Funktion besteht darin, Flüssigkeiten zu fördern und den Druck in einem System zu steuern – und dies bedarfsgerecht bei geforderter Förderhöhe und Förderstrom.
Pumpen in diversen Bauarten wie Kreiselpumpen, oszillierende oder rotierende Verdrängerpumpen in unterschiedlichsten Ausprägungen haben sich als unauffällige, verlässliche Prozesskomponenten bewährt, die vielfältigste Stoffe fördern und nahezu unbemerkt ihre Aufgaben erfüllen.
Pumpen: vielfältig einsetzbar
Ohne Pumpen wären viele moderne industrielle Prozesse nicht möglich. Die wichtigsten Branchen, die von Pumpentechnik profitieren, sind:

Pumpen: immer aktuell
Die Pumpentechnik hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Einige der wichtigsten neuen Entwicklungen, die die Branche beeinflussen, beinhalten:

Pumpen: neue Vorgaben
Die Pumpentechnik unterliegt dabei auch immer strengeren gesetzlichen Vorgaben und Normen, die sowohl den Betrieb als auch die Herstellung von Pumpen betreffen. Zu den wichtigsten aktuellen gesetzlichen Änderungen gehören:
- Ökodesign-Richtlinie: Die Richtlinie zu Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkt von 2024, die „Ecodesign for Sustainable Products Regulation“ (ESPR) der EU, wird die Ökodesign-Richtlinie ablösen. Die ESPR zielt darauf ab, die Nachhaltigkeit industrieller Geräte einschließlich Pumpen zu verbessern. Die Richtlinie trat am 18. Juli 2024 in Kraft, es gilt eine Übergangsfrist von 18 Monaten bis Ende 2026. Die ältere und die neue Richtlinie schreiben vor, dass Produkte und somit auch Pumpen, die auf dem Markt angeboten werden, Mindestanforderungen an die Energieeffizienz und anderen Umweltaspekte erfüllen müssen. Diese Vorschriften treiben Innovationen voran: Hersteller sind gezwungen, schrittweise nachhaltigere, also etwa energieeffizientere Produkte zu entwickeln.
- Emissionsvorgaben und Umweltauflagen: Die Emissionsvorgaben für Industrien wurden in der EU und in vielen Ländern in den letzten Jahren verschärft, insbesondere in Bezug auf die Luft- und Wasserverschmutzung. Moderne Pumpensysteme müssen daher so konstruiert werden, dass sie diese Vorgaben einhalten, also Emissionen minimieren, aber auch einen sicheren Umgang mit potenziell gefährlichen Substanzen ermöglichen.
- CE-Kennzeichnung: In der EU müssen technischen Geräte und Produkte, und damit auch alle Pumpen, die in den Markt eingeführt werden, eine CE-Kennzeichnung tragen. Diese „Conformité Européenne“ (CE) bestätigt, dass etwa Pumpen mit den grundlegenden Sicherheits- und Umweltanforderungen konform gehen. Die CE-Kennzeichnung ist damit auch eine Antwort auf den globalen Trend hin zu mehr Sicherheitsstandards und Nachhaltigkeit in Eigenverantwortlichkeit des Herstellers.
- Arbeitsschutzvorschriften: In vielen Ländern gibt es strikte Arbeitsschutzbestimmungen, die auch Pumpenanlagen betreffen. Diese betreffen sowohl die Auslegung der Pumpen als auch die Sicherheitsvorkehrungen, um Unfälle und Gesundheitsrisiken durch den Betrieb von Pumpen zu minimieren.
- Gesetzgebung in Bezug auf Nachhaltigkeit: Im Rahmen der Ecodesign und kommenden ESPR sind auch Pumpen zum Beispiel in Bezug auf Recyclefähigkeit und Langlebigkeit hin auszulegen.
Fazit
Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Industrien zeigen, wie wichtig Pumpen für die Aufrechterhaltung zahlreicher Produktionsprozesse sind. Aktuelle Entwicklungen wie die Verbesserung der Energieeffizienz, die Digitalisierung der Pumpe und die Schaffung wartungsfreier Modelle tragen dazu bei, dass Pumpentechnologien immer effektiver, umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Gleichzeitig erfordert die Einhaltung neuer gesetzlicher Vorgaben eine ständige Anpassung der Pumpentechnologien, um den globalen Standards gerecht zu werden. Die Zukunft der Pumpentechnik wird von Innovationen geprägt sein, die sowohl die Anforderungen der Industrie als auch die der Umwelt berücksichtigen. Der Fachverband Pumpen + Systeme des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit Sitz in Frankfurt am Main unterstützt diesen Weg seit langem, durch einen eigenen Forschungsfonds Pumpen.
















