Anzeige

Künstliches Fahrgeräusch für E-Autos

16. Dezember 2019

Der neue Volkswagen ID.3
Ab 2020 soll der ID.3 von Volkswagen in Europa ausgeliefert werden. Dann auch mit dem neu kreierten Sounddesign.
Foto: Volkswagen AG
Elektroautos haben viele Vorteile. Ihr großer Nachteil ist aber, dass sie bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum zu hören sind. Deshalb müssen seit Juli 2019 alle neu zugelassen E-Autos mit einem künstlichen Fahrgeräusch ausgestattet sein. Volkswagen hat jetzt seinen Klang für den ID.3 vorgestellt.
Anzeige
Anzeige


Fast lautlos gleiten Elektroautos im langsamen Stadtverkehr durch die Straßen. Für Fußgänger und Radfahrer stellt das ein potenzielles Unfallrisiko dar. Abroll- und Fahrgeräusche sind zu leise, als dass sie die anderen Verkehrsteilnehmer warnen könnten. Die Europäische Union schreibt deshalb seit dem 1. Juli 2019 vor, dass alle neu zugelassenen Elektroautos, ganz gleich von welchem Hersteller, sich über eine künstliche Geräuschkulisse bemerkbar machen müssen.

Volkswagen setzt bei den Modellen der vollelektrischen ID.-Familie auf ein sogenanntes „Acoustic Vehicle Alerting System“, kurz AVAS. Dieses System erzeugt ein künstliches Fahrgeräusch – beim Anfahren, bei Geschwindigkeiten bis zu 30 Stundenkilometern (km/h) sowie beim Rückwärtsfahren. Die Geräusche sind sowohl außerhalb als auch innerhalb des Fahrzeugs zu hören. Das System wurde so konzipiert, dass die Fahrgeräusche in unterschiedlichen Stufen immer präsent sind – abhängig von Geschwindigkeit und Fahrpedalstellung. Überschreitet der Fahrer die 30-Stundenkilometer–Marke stehen wieder Abroll- und Fahrgeräusche im Vordergrund.

Anzeige
Anzeige

Sound soll Geschwindigkeit und Dynamik ausdrücken

„Wie ein Elektroauto klingt, bestimmt seine Identität. Der Sound sollte souverän und sympathisch sein. Er darf gerne futuristisch klingen und muss darüber hinaus durch seine Einzigartigkeit überzeugen“, sagt Frank Welsch, Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen. Für den neuen Fahrsound holte sich der Wolfsburger Automobilhersteller den Komponisten und Musikproduzenten Leslie Mandoki an Bord. Der ungarisch-deutsche Musiker ist den meisten sicher als Mitglied der Musikgruppe „Dschinghis Khan“ bekannt. Ziel sollte es sein, mit den vielschichtigen Tonspuren Geschwindigkeit und Dynamik auszudrücken.

Dem Automobilhersteller geht es bei der Kreation nicht einzig und allein um den Aspekt der Sicherheit bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Klang hat eine größere Bedeutung: „Mit dem Sound bekommt das E-Fahrzeug eine eigene Stimme, die wir vollkommen unabhängig von mechanischen Geräuschen selbst gestalten können“, erklärt Klaus Bischoff, Leiter des Volkswagen Designs. „Der ID.3 kommuniziert Sicherheit und das Versprechen müheloser Mobilität: Wir kommen mit ihm überall hin.“ Darüber hinaus kreierte das Sounddesign-Team auch neue Klangwelten für den Innenraum. Die Wolfsburger folgten dabei dem Motto „weniger ist mehr“. Ruhe und Stille seien heutzutage Luxus geworden. Deshalb wolle man die Chance nutzen, Ruhe im Rahmen der E-Mobilität neu zu interpretieren. Der digitale Sound im Innenraum klinge elegant und modern zugleich. Er mache den Autofahrer angenehmer als bisher auf Funktionalitäten und Sicherheitshinweise aufmerksam. Schon beim Einsteigen begrüßt das Auto den Fahrer mit einem akustischen Signal. Die Botschaft dahinter: „Hallo, ich bin bereit, es kann losgehen.“

Drei Varianten – drei unterschiedliche Reichweiten

Der ID.3 ist das erste vollelektrische Fahrzeug aus dem Hause Volkswagen. Es wurde im Herbst 2019 erstmals vorgestellt und soll zu einem Preis von unter 30.000 Euro verkauft werden. Die staatliche Förderung sei bei dem Preis noch nicht mit eingerechnet, betont man in Wolfsburg. Der Automobilhersteller hat es sich selbst zum Ziel gesetzt, die E-Mobilität aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft zu führen. Der ID.3 soll als alltagstauglicher Allrounder platziert werden. Er sei kompakt, wendig und biete einen besonders großen Innenraum, der Platz böte wie ein Mittelklassewagen. Volkswagen baut das Elektroauto mit unterschiedlichen Reichweiten: In der Basisvariante mit einer Leistung von 45 Kilowattstunden (kWh) schaffen die Batterien bis zu 330 Kilometer, mit der mittleren Batterie und 58 kWh seien bis zu 420 Kilometer möglich, und in der größten Ausführung mit 77 kWh erreiche man bis zu 500 Kilometer. Die integrierte Schnellladefunktion ermögliche es, innerhalb von 30 Minuten bei der Basisvariante eine Reichweite von rund 290 Kilometern nachzuladen.

Anzeige
Anzeige

Für den ID.3 haben die Ingenieure einen neuen modularen E-Antriebs-Baukasten entwickelt. Herzstück des Baukastens ist eine flache, skalierbare Hochvolt-Batterie, die in den Unterboden des Fahrzeugs integriert ist. Davon versprechen sich die Entwickler zahlreiche Vorteile wie höhere Reichweiten, Raumgewinn im Innenraum und bessere Fahrdynamik. Der Anspruch ist hoch: Bis 2028 sollen weltweit bis zu 22 Millionen E-Autos gebaut und verkauft werden. Dafür will Volkswagen in den nächsten Jahren eine komplette ID.-Familie auf die Straße bringen. Die Produktion des ID.3 soll Ende 2019 starten, die ersten Fahrzeuge Mitte 2020 ausgeliefert werden. Zum Start des E-Autos konnten Interessierte die Sonderedition ID.3 1st reservieren, wovon nach Herstellerangaben mehr als 33.000 Menschen Gebrauch gemacht haben.

Mehr zum Thema E-Auto:

Anzeige
Anzeige


Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige