Anzeige

Gravitationswellen deuten auf ungewöhnliches Ereignis im All hin

25. Juni 2020

Gravitationswellen deuten auf ungewöhnliches Ereignis im All hin
Foto (Symbolbild): panthermedia.net/avstraliavasin (YAYMicro)
Forscher haben ein Signal empfangen, das Rätsel aufgibt. Klar ist: Ein Schwarzes Loch muss mit einem Objekt kollidiert sein. Doch niemand weiß, was dieses Objekt sein könnte.
Anzeige
Anzeige


Ein Gravitationswellen-Signal aus dem All stellt die Wissenschaft derzeit vor ein Rätsel. Gravitationswellen entstehen nach der Relativitätstheorie dann, wenn zwei massereiche Objekte im Weltall beschleunigt werden oder kollidieren. Die Raumzeit wird dann durch die freigesetzte Energie in Schwingungen versetzt, die wiederum als „Signale“ messbar sind.

Ein solches Signal haben Forscher jetzt mithilfe der Detektoren Ligo und Virgo entdeckt. Demnach ist ein schwarzes Loch, das die 23fache Masse der Sonne hat, mit einem kleineren Objekt von lediglich 2,6-facher Sonnenmasse verschmolzen. Nur: Niemand weiß, um was es sich bei diesem zweiten Objekt handeln könnte.

Anzeige
Anzeige

Sternentanz um Schwarzes Loch: Ingenieure leisten Bahnbrechendes

Es befindet sich genau in der Massenlücke zwischen den schwersten bekannten Neutronensternen und den leichtesten Schwarzen Löchern. Sprich: Es ist zu leicht, um ein Schwarzes Loch sein zu können, aber zu schwer, um ein Neutronenstern zu sein.

Denn noch nie hätten Astronomen eine Gravitationswelle von einem System gemessen, in dem sich die Einzelmassen so unterschiedlich verteilen.

Anzeige
Anzeige

Schwarzes Loch, Neutronenstern, oder etwas ganz anderes?

Es sei völlig unklar, was hinter dem massärmeren Objekt stecke. „Wenn es sich tatsächlich um ein schwarzes Loch handelt, ist es das leichteste bekannte. Ist es hingegen ein Neutronenstern, so ist dies der massereichste, den wir je in einem Doppelsystem beobachtet haben“, so Ghosh.

Das Verständnis darüber, wie sich Neutronenstern-Materie verhält und wie massereich diese exotischen Objekte sein können, würde diese Entdeckung komplett auf den Kopf stellen, falls es sich tatsächlich um einen Neutronenstern handelt.

Anzeige
Anzeige

Die besondere Konstellation der stark unterschiedlichen Objekte erzeugt zudem ein spezielles Phänomen:

Diese Obertöne, vergleichbar eben mit Flageolet-Tönen, die man vor allem mit Saiteninstrumenten gut erzeugen kann, wurden bei dem Signal GW190814 zum zweiten Mal überhaupt nachgewiesen. „Das erlaubt es uns, einige astrophysikalische Eigenschaften des Doppelsystems genauer zu messen“, so Gair. Vorstellbar seien zudem neue Tests von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie.

Schwarzes Loch und zweites Objekt kollidierten in Entfernung von 780 Millionen Lichtjahren

Die Kollision passierte in einer enormen Entfernung von 780 Millionen Lichtjahren von der Erde. Das Gravitationswellen-Signal dauerte etwa zehn Sekunden. Das reicht aus, um weitere Rückschlüsse zu ziehen. „Wir fanden heraus, dass sich dieses schwarze Loch mit 23 Sonnenmassen ziemlich langsam dreht, nämlich mit weniger als sieben Prozent der von der allgemeinen Relativitätstheorie erlaubten maximalen Eigenrotation“, so Alessandra Buonanno, Direktorin am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Hubble-Teleskop: Forscher machen erstaunlichen Fund in Sternencluster 

Wahrscheinlich hat sich das Doppelsystem entweder in einem jungen, dichten Sternhaufen oder in der Nähe eines aktiven Galaxienkerns gebildet. Die Astronomen vermuten den Ursprung des Signals etwa im Bereich des Sternbildes Bildhauer (Sculptor) am Südhimmel. Am Firmament entspricht das Sternbild ungefähr der Größe von 90 Vollmonden.

Erster Nachweis von Gravitationswellen

Mit dem Ligo-Observatorium in den USA hatten Forscher 2015 das erste Mal überhaupt Gravitationswellen, deren grundsätzliche Existenz Albert Einstein vorausgesagt hatte, nachgewiesen. Es besteht aus zwei Detektoren, die sich im Bundesstaat Washington und Louisiane befinden. Das Signal GW190814 wurde sowohl von Ligo als auch von der Anlage Virgo in Italien am 14. August 2019 entdeckt. Jetzt wurden die Ergebnisse dazu veröffentlicht.

Weitere Themen:

Phänomen der X-förmigen Galaxien gelöst



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige