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Kann sich Deutschland noch verteidigen? DefTech-Startups warnen!

23. April 2025

Verteidigung
DefTech-Startups: Fehlende Innovationen gefährden Deutschlands Verteidigungsfähigkeit. Foto: PantherMedia / Federico Caputo
Trotz der wachsenden Bedeutung von Defence Tech kämpfen viele Startups aus diesem Bereich mit grundlegenden Herausforderungen. Es wird deutlich, dass dringend Veränderungen in Finanzierung und Rahmenbedingungen nötig sind, um Deutschland militärisch zukunftsfähig zu machen.
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Autonome Drohnen, intelligente Sensorsysteme, flexible Tarntechnologien – Startups im Bereich Defence Tech entwickeln genau solche Innovationen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um die Bundeswehr technologisch zu stärken und auf aktuelle Herausforderungen vorzubereiten. Der neue DefTech Report zeigt, welche Rolle diese jungen Unternehmen spielen – und welche Rahmenbedingungen sie brauchen, um ihr Potenzial voll entfalten zu können. Und die Ergebnisse sind alarmierend.

Verteidigungsfähigkeit: Startups sehen Handlungsbedarf

Deutschland ist derzeit nur eingeschränkt in der Lage, sich militärisch zu verteidigen – so sehen es viele Gründerinnen und Gründer von Startups, die Technologien für den Verteidigungs- und Sicherheitsbereich entwickeln. Laut einer Umfrage der Bitkom-Startup-Initiative Get Started halten 71 % die Verteidigungsfähigkeit für gering, 25 % sogar für sehr gering. Befragt wurden 44 Gründerinnen und Gründer aus dem Bereich DefTech und Dual-Use-Technologien.

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Verteidigung braucht Tempo, Mut und Geld

  • 100 % der befragten DefTech- und Dual-Use-Startups fordern: Der Beschaffungsprozess muss schneller und schlanker werden! Die aktuellen Verfahren sind für junge Unternehmen kaum machbar.
  • 84 % sagen: Wir brauchen Reallabore! – also echte Testumgebungen mit gelockerten Regeln, z. B. für Drohnentechnologien.
  • 84 % fordern: Mehr staatliches Geld! Öffentliche Investitionen sollen helfen, auch privates Kapital zu aktivieren.
  • 79 % wünschen sich: Bessere Vernetzung! – zwischen Startups, Initiativen und den Innovationsabteilungen der Bundeswehr.
  • 75 % setzen auf: Leuchtturm-Kooperationen! Strategische Partnerschaften sollen zentrale Technologien nach vorne bringen.

Viele Gründerinnen und Gründer von DefTech-Startups sehen den Standort Deutschland kritisch. Nur 39 % würden ihr Unternehmen erneut hier gründen, während sich 59 % für einen anderen Standort entscheiden würden – 25 % für die USA, 16 % für ein anderes EU-Land und 18 % für eine andere Region weltweit. 2 % würden sich gegen eine erneute Gründung entscheiden. Ein wichtiger Grund für die Skepsis: Militärische und militärisch nutzbare Technologien haben in Deutschland weiterhin ein schlechtes Image. So fühlen sich 34 % der Befragten in Deutschland nicht ausreichend wertgeschätzt.

Wintergerst: „Wer mit seinem Startup einen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands leistet, hat unsere öffentliche Anerkennung verdient.“

Was bedeutet DefTech?

Der Begriff „DefTech“ steht für „Defense Technology“, also Technologien, die für militärische oder sicherheitsbezogene Zwecke entwickelt wurden. Startups, die in diesem Bereich arbeiten, nennt man „DefTech-Startups“. Wenn diese Technologien auch im zivilen Bereich eingesetzt werden – oder ursprünglich für zivile Zwecke entwickelt wurden und später auch militärisch genutzt werden – spricht man von „Dual-Use“.

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DefTech- und Dual-Use-Startups in Deutschland

Laut Report gibt es in Deutschland viele DefTech- und Dual-Use-Startups. Diese reichen von spezialisierten Unternehmen in Bereichen wie Drohnentechnologie (UAV), Software-gesteuerte Verteidigung (SDD) und New Space bis hin zu zivilen Startups aus den Bereichen Logistik, Mobilität und Cybersecurity, die auch mit der Verteidigung zusammenarbeiten. Besonders bekannt für ihre DefTech-Szene sind München und Berlin. Mit den Unternehmen Helsing und Quantum Systems haben sich bereits zwei deutsche DefTech-Startups zu sogenannten „Unicorns“ entwickelt – also Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Euro wert sind.

Die Angaben basieren auf einer Online-Umfrage der Bitkom-Startup-Initiative Get Started. Befragt wurden 44 Gründerinnen und Gründer von DefTech- und Dual-Use-Startups in Deutschland. Die Umfrage fand zwischen Kalenderwoche 13 und 16 statt und ist nicht repräsentativ.

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