Automobil 07.05.2026, 12:00 Uhr

Auto-Dienstleister IAV baut massiv Stellen ab – Berlin besonders betroffen

Stellenabbau bei dem Auto-Dienstleister IAV: Rund 1400 Jobs sollen wegfallen, Berlin ist besonders betroffen. IG Metall kündigt Widerstand an.

IAV Automotive Engineering, Carnotstrasse, Charlottenburg, Berlin, Deutschland

Beschäftigte von IAV müssen sich auf einen umfangreichen Stellenabbau einstellen – besonders der Berliner Standort steht vor großen Veränderungen.

Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening

Der Automobil-Entwicklungsdienstleister IAV plant bundesweit den Abbau von rund 1400 Stellen, besonders in Berlin. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der dpa. Die IG Metall kündigte Proteste an.

Die Beschäftigten wurden über die Pläne informiert. Das Berliner Betriebsgelände in Charlottenburg soll spätestens bis 2027 verkauft werden. Ein „kompakter Kern“ der Mitarbeitenden soll jedoch in der Hauptstadt bleiben.

Den übrigen Beschäftigten wird ein Wechsel an den Standort Gifhorn in Niedersachsen angeboten. Laut IAV sollen mit dem Stellenabbau Überkapazitäten reduziert und das Unternehmen an neue Marktbedingungen angepasst werden. „Die Maßnahmen sind Teil der Transformation, mit der IAV langfristig Wettbewerbsfähigkeit sichern und hochwertige Engineering-Arbeitsplätze in Deutschland erhalten will.“

IG Metall kündigt Widerstand gegen Stellenabbau an

Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen hat die Pläne von IAV scharf kritisiert. Die Gewerkschaft bezeichnete den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung des Berliner Stammsitzes mit rund 1250 Beschäftigten als unverantwortlich. Dabei hat die IG Metall noch im Januar davor gewarnt.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Handtmann Reutlingen GmbH-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur / Electrical Design Engineer (m/w/d) EPLAN P8 Handtmann Reutlingen GmbH
Reutlingen Zum Job 
Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Absolvent / Nachwuchsingenieur (w/m/d) Technik und Produktion Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG
Universität Bayreuth-Firmenlogo
W3-Professur für Chemische Verfahrenstechnik Universität Bayreuth
Bayreuth Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) für Energie- und Gebäudetechnik Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Stadtverwaltung Frankenthal-Firmenlogo
Bereichsleiter (m/w/d) Gebäude und Grundstücke Stadtverwaltung Frankenthal
Frankenthal (Pfalz) Zum Job 
Stadt Offenburg-Firmenlogo
Techniker*in Straßenbau - Bauüberwachung und Genehmigungsverfahren (m/w/d) Stadt Offenburg
Offenburg Zum Job 
Hochschule Angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Regelungstechnik sowie Modellbildung und Simulation (W2) Hochschule Angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Scheidt & Bachmann GmbH-Firmenlogo
Energietechnikerin / Projekttechnikerin (m/w/d) Energie- und Gebäudetechnik Scheidt & Bachmann GmbH
Mönchengladbach bei Düsseldorf Zum Job 
Sprint Sanierung GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Betriebswirt / Bautechniker / Handwerksmeister als Niederlassungsleiter (m/w/d) Sprint Sanierung GmbH
Berlin-Ahrensfelde Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektleiter Wohnungsbau (m/w/d) Energetische Modernisierung Allbau Managementgesellschaft mbH
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH-Firmenlogo
Projektmanager (M/W/D) - Engineering & Process Technology Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Burgkirchen an der Alz Zum Job 
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Leiter Geschäftsbereich Planung / Bau (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Immobilien Management Essen GmbH (IME)-Firmenlogo
(Senior) Projektkoordinator (m/w/d) Hochbau & Stadtentwicklung Immobilien Management Essen GmbH (IME)
HUESKER Synthetic GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Bau- oder Umweltingenieur (m/w/d) HUESKER Synthetic GmbH & Co. KG
Gescher Zum Job 
KRONOS TITAN GmbH-Firmenlogo
RCM Ingenieur - Schwerpunkt Elektrotechnik - (m/w/d) KRONOS TITAN GmbH
Leverkusen Zum Job 
Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)-Firmenlogo
Betriebsingenieur:in Müllheizkraftwerk (w/m/d) Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Professur für Fertigungstechnik (W2) Hochschule für angewandte Wissenschaften München
München Zum Job 
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Wissenschaftliche:r Koordinator:in der Graduiertenschule HITEC im Bereich Energie- und Klimaforschung (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich Zum Job 
Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur (w/m/d) als Projektleitung Elektrotechnik im Bundesbau Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW
GEBHARDT Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Project System Engineer Electrical (m/w/d) GEBHARDT Fördertechnik GmbH
Sinsheim Zum Job 

Aus Sicht der Arbeitnehmervertretung fehlt dem Management eine klare Zukunftsstrategie für das Unternehmen. Statt Konzepte zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze vorzulegen, werde massiv gekürzt. Die IG Metall machte deutlich: „Dies wird auf massiven Widerstand der IG Metall und der Beschäftigten stoßen.“

Auch der Standort Stollberg in Sachsen ist nach Angaben der Gewerkschaft von den Plänen betroffen. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Chemnitz, Eddie Kruppa, kündigte gemeinsamen Protest der Beschäftigten an. Bereits für die kommende Woche sind erste Protestaktionen in Berlin geplant.

Lesen Sie auch: Stellenabbau bei Bosch: Erst 6000, bald noch viel mehr?

Giffey wirbt für Erhalt des Berliner Standorts

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat sich für den Erhalt der Arbeitsplätze bei IAV ausgesprochen. Auf dpa-Anfrage erklärte die SPD-Politikerin, das Land Berlin setze sich weiterhin für den Standort ein.

Der angekündigte Stellenabbau und die mögliche Schließung des Berliner Stammsitzes seien aus ihrer Sicht ein schwerer Einschnitt. „Der angekündigte massive Stellenabbau und die drohende Schließung des Berliner IAV-Stammsitzes sind ein schwerer Schlag“, erklärte Giffey.

Nach ihren Angaben habe es bereits mehrere Gespräche mit der Unternehmensführung gegeben. Dabei habe Berlin Unterstützung angeboten, unter anderem gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Berlin Partner. Ziel sei es, Perspektiven für den Standort und die Beschäftigten zu entwickeln.

Giffey betonte zudem, dass Berlin weiterhin offen für Gespräche über Lösungen sei. „Jetzt ist das Unternehmen gefordert, Verantwortung zu übernehmen und eng mit dem Betriebsrat zusammenzuarbeiten, statt den Standort vorschnell aufzugeben.“ (mit dpa)

Lesen Sie auch: Bosch, VW und Stellantis: Steckt die Autoindustrie in der größten Krise?

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.