Hensoldt plant 300 Stellen bei Stuttgart, diese Automotive-Profile sind gefragt
Hensoldt schafft 300 Jobs bei Stuttgart: Gesucht sind Auto-Experten für Software, Systeme und Elektrotechnik – Chancen im Strukturwandel nutzen.
Hensoldt plant in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart ein neues Entwicklungszentrum mit rund 300 Arbeitsplätzen. Gesucht werden vor allem Fachkräfte aus Softwareentwicklung, Systementwicklung und Elektrotechnik – auch aus der Automobilbranche.
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Die Rüstungsindustrie wird zunehmend zum neuen Arbeitgeber für Ingenieurinnen und Ingenieure aus der Automobilbranche. Ein aktuelles Beispiel liefert Hensoldt: Der Rüstungselektronik-Konzern baut bei Stuttgart ein neues Entwicklungszentrum auf und schafft dort rund 300 Arbeitsplätze.
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Laut dpa kooperiert Hensoldt dafür mit Bosch und mietet Flächen in einem leerstehenden Gebäude des Bosch-Standorts in Leinfelden-Echterdingen an. Die Zusammenarbeit schafft neue Beschäftigungsmöglichkeiten für technische Fachkräfte aus der Region.
Rüstungsbranche sucht zunehmend technische Fachkräfte
Vor allem Ingenieurinnen und Ingenieure mit Kompetenzen in Softwareentwicklung, Systementwicklung und Elektrotechnik sollen am neuen Standort arbeiten. Auch qualifizierte Bosch-Beschäftigte können sich auf die neuen Stellen bei Hensoldt bewerben.
Der neue Entwicklungsstandort von Hensoldt zeigt, wie dieser Wandel konkret aussehen kann: Erfahrungen aus der Fahrzeugentwicklung werden für neue Anwendungen in der Verteidigungstechnik interessant.
Im Mittelpunkt des Entwicklungszentrums stehen Software-Architekturen für vernetzte und updatefähige Verteidigungssysteme. Zudem will Hensoldt Entwicklungsprozesse aus der Automobilindustrie nutzen und weiterentwickeln. Ein Bereich, in dem Bosch und andere Hersteller über langjährige Erfahrung verfügen.
Die neuen Flächen sollen bis Ende 2026 bezogen werden. Bis Ende 2027 will Hensoldt die rund 300 Stellen besetzen, wie ein Unternehmenssprecher auf eine dpa-Anfrage mitteilte.
Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen bei München entwickelt unter anderem Sensoren, Radar- und Elektroniksysteme für militärische Anwendungen. In Baden-Württemberg ist das Unternehmen bereits in Ulm, Oberkochen, Immenstaad am Bodensee, Pforzheim und Aalen vertreten.
„Software-Defined Defence erfordert leistungsstarke Software- und Datenarchitekturen, die flexibel in komplexe und souveräne Verteidigungssysteme integriert werden können“, wird Hensoldt-CEO Oliver Dörre in einer Pressemitteilung zitiert. „Bosch hat in den vergangenen Jahren herausragende Kompetenzen im Bereich Software Engineering aufgebaut. Diese Expertise möchten wir im Rahmen unserer Kooperation gezielt nutzen, um unseren neuen Entwicklungsstandort in Leinfelden erfolgreich aufzubauen“
Das Unternehmen schafft damit zusätzliche Entwicklungskapazitäten und erweitert seine Kompetenzen für softwarebasierte Verteidigungssysteme.
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Bosch will trotz Stellenabbau technische Kompetenzen sichern
Bosch hat frühzeitig damit begonnen, den Strukturwandel in der Automobilindustrie aktiv zu gestalten, teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit. Ziel sei es, wertvolle Kompetenzen in der Region zu halten und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu sichern.
Bei notwendigen Stellenanpassungen setzt Bosch auf verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören Qualifizierungsprogramme, interne und externe Vermittlungsinitiativen sowie Freiwilligenprogramme und Altersteilzeitregelungen.
Die Herausforderungen für den Konzern bleiben jedoch groß. Die schwierige Wirtschaftslage hat Bosch im vergangenen Jahr stark getroffen. Besonders der schleppende Wandel zur Elektromobilität belastet das Kerngeschäft. Auch andere Geschäftsbereiche stehen unter Druck. Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen inzwischen nicht mehr wettbewerbsfähig.
Um Kosten zu senken und Strukturen anzupassen, plant der Konzern einen deutlichen Personalabbau. Allein in der Zuliefersparte könnten in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen wegfallen.
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Hensoldt baut Personal wegen wachsender Rüstungsnachfrage aus
Die steigende Nachfrage aus der Verteidigungsindustrie führt bei Hensoldt zu einem Ausbau der Produktions- und Entwicklungskapazitäten. Der Sensor- und Radarspezialist benötigt zusätzliche Fachkräfte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Nach Unternehmensangaben hat Hensoldt im Jahr 2025 rund 1200 Mitarbeitende eingestellt. Für 2026 plant der Konzern weitere 1600 Neueinstellungen, vor allem an deutschen Standorten.
Besonders stark wächst Hensoldt an den Standorten Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee. Dort werden vor allem technische Kompetenzen für die Entwicklung und Produktion von Verteidigungs- und Sensorsystemen benötigt. (mit dpa)
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