Mehr Bestellungen, wenig Entlastung 05.02.2026, 13:00 Uhr

Baumaschinenbranche 2026: Aufträge ziehen an, Sorgen bleiben

Infrastrukturinvestitionen helfen, doch Regulierung und Billigimporte bremsen die Baumaschinenbranche auch 2026.

Baumaschinen

Infrastrukturinvestitionen helfen, doch Regulierung und Billigimporte bremsen die Baumaschinenbranche auch 2026.

Foto: Smarterpix / ChrisVanLennepPhot

Der Blick auf die Zahlen der Baumaschinenbranche fällt gemischt aus. Einerseits zieht der Auftragseingang wieder an. Andererseits bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Von einer echten Erholung kann bislang keine Rede sein.

Aufträge steigen, Umsatz tritt auf der Stelle

Zum Jahresende 2025 legte der Auftragseingang spürbar zu. Über das Gesamtjahr hinweg lagen die Bestellungen um 18 % über dem Vorjahr. Das ist ein klares Signal: Projekte werden wieder angestoßen, vor allem im öffentlichen Bau. Beim Umsatz zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Preisbereinigt verzeichnete die Branche 2025 ein Minus von 1 %. Damit blieb sie knapp unter dem Niveau von 2024.

Diese Diskrepanz ist erklärbar. Viele Aufträge laufen erst zeitverzögert in die Produktion und schlagen sich später in den Umsätzen nieder. Gleichzeitig belasten hohe Kosten für Energie, Material und Personal die Margen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Lürssen Werft Rendsburg GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Objektingenieur (m/w/d) / Leitender Fertigungsingenieur Lürssen Werft Rendsburg GmbH & Co. KG
Schacht-Audorf Zum Job 
TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur (m/w/d) TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur / Maschinenbautechniker (m/w/d) Schwerpunkt Maschinen- & Anlagenbau Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Städtische Hochbauprojekte GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
Landkreis Grafschaft Bentheim-Firmenlogo
Bauingenieur*in der Fachrichtung Straßenbau / Verkehrswesen / Straßenplanung oder vergleichbar Landkreis Grafschaft Bentheim
Nordhorn Zum Job 
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
W2-Professur Kommunikation und Moderation (50%) (m/w/d) Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern Zum Job 
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
W2-Professur Technische Mechanik und Systemsimulation (m/w/d) Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern Zum Job 
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
W2-Professur Zellulare Energiesysteme (m/w/d) Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern Zum Job 
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
W2-Professur Integrierte Sensorsysteme (m/w/d) Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern Zum Job 
Hochschule Kaiserslautern-Firmenlogo
Professur Automatisierungstechnik Hochschule Kaiserslautern
Kaiserslautern Zum Job 
Stadt Neumünster-Firmenlogo
Ingenieur*in in der Fachrichtung Architektur Stadt Neumünster
Neumünster Zum Job 
Stadtreinigung Hamburg-Firmenlogo
Ingenieur (all genders) Hochbau Stadtreinigung Hamburg
Hamburg Zum Job 
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Sachbearbeiter Bereich Wasserwirtschaft (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Erfurt-Mittelhausen Zum Job 
WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Planungsingenieur (m/w/d) für Siedlungswasserwirtschaft WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH
Donauwörth, München-Ost (Grasbrunn), München-West (Planegg), Pfaffenhofen an der Ilm Zum Job 
TenneT-Firmenlogo
HSE Manager Baustellen & Infrastrukturprojekte (m/w/d) TenneT
Stadtreinigung Hamburg-Firmenlogo
Ingenieur (all genders) Tiefbau Stadtreinigung Hamburg
Hamburg Zum Job 
VDZ Service GmbH-Firmenlogo
Auditor (m/w/d) für die Validierung von Umweltmerkmalen und für die Produktzertifizierung VDZ Service GmbH
Düsseldorf Zum Job 
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Thüringer Landgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektingenieur Wasserbau (m/w/d) Thüringer Landgesellschaft mbH
Erfurt, Meiningen, Neustadt an der Orla, Sondershausen Zum Job 
Handtmann Reutlingen GmbH-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur / Electrical Design Engineer (m/w/d) EPLAN P8 Handtmann Reutlingen GmbH
Reutlingen Zum Job 

2026 bringt Wachstum – aber nur auf dem Papier

Für 2026 rechnen die Hersteller mit einem nominalen Umsatzplus von 5 %. Das klingt nach Aufschwung, relativiert sich jedoch schnell. Nach dem massiven Einbruch von 21 % im Jahr 2024 gegenüber 2023 handelt es sich eher um eine Stabilisierung als um einen Befreiungsschlag.

Bei der Jahresversammlung der VDMA-Fachgruppe Baumaschinen am 30. Januar 2026 in Frankfurt herrschte dennoch vorsichtiger Optimismus. Grund sind vor allem die angekündigten 500 Mrd. Euro an Infrastrukturinvestitionen, die den öffentlichen Bau beleben sollen. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit hoch. Politische Entscheidungen, volatile Märkte und internationale Handelskonflikte prägen den Ausblick.

Druck aus China und den USA wächst

Besonders kritisch sehen die Hersteller die Wettbewerbssituation. Überregulierung in Europa trifft auf einen Markt, der zunehmend von günstigen Importen aus China überschwemmt wird. Hintergrund sind erhebliche Überkapazitäten chinesischer Produzenten, die ihre Maschinen zu sehr niedrigen Preisen anbieten.

Hinzu kommt der Blick über den Atlantik. Die europäischen Baumaschinenexporte in die USA brachen 2025 um fast 30 % ein. Gründe sind eine schwer kalkulierbare US-Administration und deutlich ausgeweitete Stahlzölle. Für viele Unternehmen fällt damit ein wichtiger Absatzmarkt teilweise weg.

Franz-Josef Paus, Vorsitzender der Fachgruppe Baumaschinen, bringt die Lage auf den Punkt:
„Wir können es nicht oft genug betonen: Der Regulierungsdschungel ist für unsere Branche nicht mehr tragbar. Nach dem Rückgang der Exporte in die USA ist Europa unser wichtigster Markt. Doch während wir auf der einen Seite mit überbordender Bürokratie konfrontiert sind, gelangen auf der anderen Seite frei und unkontrolliert Importe aus China auf den Markt. Diese Ungleichbehandlung benachteiligt uns massiv.“

Investieren trotz knapper Spielräume

Auch Joachim Strobel, Vorsitzender des Fachverbandes Baumaschinen und Baustoffanlagen, mahnt zur Realität: „Es ist erfreulich, dass wir das konjunkturelle Tal durchschritten haben und der Auftragseingang anzieht. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die schwache Ertragslage wenig Spielraum für notwendige Investitionen lässt. Trotzdem bekennen wir uns zum Standort Europa und übernehmen Verantwortung. Das fordern wir auch von der Politik mit dem Appell, die anstehenden Strukturprobleme endlich zu lösen.“

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Die Branche lebt von Hoffnung und vollen Auftragsbüchern, kämpft aber weiter mit strukturellen Problemen. 2026 dürfte ein Jahr der Übergänge werden – nicht mehr Krise, aber noch lange keine Normalität.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.