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Wenn die KI zum Lehrer wird: Humanoide Roboter betreten das Klassenzimmer

26. Juni 2026

Wenn die KI zum Lehrer wird: Humanoide Roboter betreten das Klassenzimmer
EIn humanoider Roboter, wie dieser soll Schüler im Technikunterrcht begeistern. In den USA hat das Unternehmen Realbotix dazu jetzt ein Pilotprojekt gestartet. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Abbie Parr
In einem Schulbezirk im Staat New York soll ein humanoider Roboter Schüler für Technik begeistern. Bis zu 500 Oberstufenschüler sollen ihn im Herbst nutzen. Doch das Pilotprojekt wirft Fragen auf.
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Es klingt nach Science-Fiction, doch in einer US-Schule wird es jetzt Realität. Avatare sowie ein humanoider Roboter in Frauengestalt unterstützen Lehrkräfte im Salamanca City Central School District im Bundesstaat New York. Die Technik besteht aus zwei wesentlichen Teilen und kommt vom Unternehmen Realbotix. Im Gegensatz zu anderen Anbietern KI-unterstützter Technologien setzt die Firma bewusst auf eine große Ähnlichkeit zum Menschen.

Noch ist es ein Pilotprojekt, doch es gibt schon Zukunftspläne. Das Tech-Unternehmen möchte damit den Unterricht revolutionieren. Für Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte könnte sich dadurch einiges ändern.

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Inhaltsverzeichnis

KI-gestützter Lehrerassistent: Avatar gibt zu Hause Nachhilfeunterricht

Ein wesentlicher Teil ist bei dem Pilotprojekt der KI-gestützte Lehrerassistent und Nachhilfelehrer. Dem liegt der KI-Sprachassistent Optio von Realbotix zugrunde. In dem Fall ist der darauf ausgelegt, das Lernen außerhalb des Schulunterrichts zu unterstützen.

Dazu interagieren die Schüler laut dem KI-Unternehmen mit personalisierten Avataren.  Die sind dazu auf den Lehrplan des Schulbezirks abgestimmt. Sie sollen pädagogisch fundierte Unterstützung, Vertiefung von Lerninhalten, individuelle Nachhilfe erlauben. Rund um die Uhr kann ein solcher Avatar dann die Hausaufgabenhilfe übernehmen, sogar in mehreren Sprachen. Das ist der Plan.

Technisch gesehen ist Optio eine Plattform, die skalierbare KI-Unterstützung sowohl für Schüler als auch für Lehrkräfte bieten soll. Realbotix erwartet, dass damit die Glaubwürdigkeit von KI steigt und das Interesse an Robotik und Mint-Bildung zunimmt.

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Raus aus dem Labor: Humanoider Roboter in der Schule

Das zweite Element im Pilotprojekt ist der humanoide Roboter der Realbotix M-Serie. Die Maschine sieht aus wie eine Lehrerin und soll „durch natürliche Konversation, Mimik und Echtzeit-Interaktion ansprechende, praxisorientierte Lernerfahrungen“ schaffen.

Obwohl der Roboter auf Bildern sehr menschenähnlich aussieht, wirkt er bei genauer Betrachtung eher wie eine Gummipuppe. Bei manchen Menschen führt das zu Unbehagen. Experten sprechen von einem „Uncanny Valley“. Das ist die Talsohle in der die Akzeptanzkurve zwischen dem eindeutig als Maschinen erkennbaren Produkt und der perfekten Menschenimitation.   

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Für Andrew Kiguel, CEO von Realbotix, ist das eine Bewährungsprobe. Er sagt: „Wir gehen über Labordemonstrationen und Pilotprojekte hinaus, um echte, verkörperte KI direkt in die Klassenzimmer zu bringen – um Lehrkräfte zu unterstützen, Schüler zu begeistern und zu beweisen, dass fortschrittliche Robotik im realen Bildungsalltag erfolgreich eingesetzt werden kann.“ Der Roboter solle die Beteiligung der Schüler fördern und ihnen frühzeitig den Umgang mit neuen Technologien ermöglichen, so das Ziel des Schulprojektes.

Schulprojekt konzentriert sich auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Der Salamanca City Central School District hat einen besonderen Fokus auf die Bildung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die erste Einführung von Optio soll daher Schüler der Oberstufe in Kursen zu KI und Robotik unterstützen. Eine Ausweitung auf etwa 500 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ist im Herbstsemester geplant. Das Feedback von Lehrkräften und Schülern soll als Grundlage für die weitere Entwicklung und Optimierung der Plattform dienen.

Für Mark Beehler, Superintendent des Salamanca City Central School District, ist das etwas Besonderes. „Die Schulen in Salamanca freuen sich über die Partnerschaft mit Realbotix“, berichtete er. Schülern solle damit ein sicherer, auf Salamanca zugeschnittener KI-Tutor zur Verfügung gestellt werden, und den Lehrkräften maßgeschneiderte KI-Tools.

KI-Plattform mit klaren Regeln für den Schulalltag

Angesichts der rasanten Verbreitung von KI und des Potenzials für Missbrauch durch Schüler stehen Schulen laut Beehler allerdings vor neuen Herausforderungen. Er glaubt aber nicht, dass durch den Einsatz von KI sowie deren verkörperte Form als Roboter Lehrkräfte ersetzt würden. Vielmehr diene die zusätzliche, maßgeschneiderte Ressource dazu, die Lernergebnisse zu verbessern und die Effizienz der Planung und Unterrichtsgestaltung durch die Lehrkräfte zu steigern.

Gleichzeitig habe man in den digitalen Werkzeugen strenge schulspezifischer Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf Inhalte und Datenschutz hinterlegt. Dadurch sinkt laut Superintendent Beehler das Risiko, dass Schüler unangemessenen, ungenauen oder voreingenommenen Informationen ausgesetzt werden. Nach Herstellerangaben soll die Plattform Optio Lernende mit „neurologischer Diversität durch personalisierte Lernunterstützung“ fördern.

Schul-Homepage berichtet über Sportwettbewerbe statt über KI-Roboter

Für das Tech-Unternehmen Realbotix ist Salamanca damit Vorzeigeprojekt für eine umfassendere Einführung im Bildungsbereich. Die Erfahrungen der kommenden Monate dürften dafür entscheidend sein.

Bisher (Redaktionsschluss: 26.06.2026, 14 Uhr) sind die Roboter für die News-Seite vom Salamanca City Central School District dagegen noch kein großes Thema. Da bestimmen Sportwettbewerbe sowie die Leistungen von ehemaligen und aktuellen Absolventen die Schlagzeilen.



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