Aufsichtsrat stimmt zu 24.04.2013, 15:56 Uhr

ThyssenKrupp verkauft Stahl-Sparte

Nun ist es beschlossene Sache: ThyssenKrupp verkauft sein Werk Gelsenkirchen-Schalke. Betroffen sind rund 620 Mitarbeiter. Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp Electrical Steel hat den Vorbereitungsmaßnahmen für den Verkauf zugestimmt. 

ThyssenKrupp bereitet den Verkauf der Sparte Electrical Steel vor. In Deutschland ist das Werk in Gelsenkirchen betroffen.

ThyssenKrupp bereitet den Verkauf der Sparte Electrical Steel vor. In Deutschland ist das Werk in Gelsenkirchen betroffen.

Foto: dpa

Veräußert werden sollen auch die Werke im französischen Isbergues mit 590 Beschäftigten und im indischen Nashik mit etwa 610 Beschäftigten. Beim Verkauf des Werkes in Gelsenkirchen-Schalke will das Unternehmen Investoren bevorzugen, die den Standort auch langfristig bestehen lassen wollen. Darauf einigte sich der Aufsichtsrat mit der „Best Owner-Lösung“.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Gruppenleiter (m/w/d) Konstruktion Stahlbrücken Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG
Sengenthal Zum Job 
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Infrastrukturprojekte Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
IT-Systemingenieur*in Leitsysteme Busbetrieb Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleitung (m/w/d) "Technische Projekte" Allbau Managementgesellschaft mbH
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich Mobilität / Verkehr THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Projektleiter:in für große Investitionsprojekte (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Planungskoordinator (m/w/d) im Projekt Zukunftsquelle Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Architect (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Leitende:r Ingenieur:in der technischen Betriebsführung / Klärwerk Wansdorf (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Schönwalde-Glien Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Integration Engineer (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Cycle GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur für Elektronik (m/f/d) Cycle GmbH
Hamburg Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich verfahrenstechnischer Anlagenbau (Chemie und Pharma) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Berlin,Leipzig,Hamburg Zum Job 
Mitscherlich PartmbB-Firmenlogo
Patentingenieur (w/m/d) Fachrichtung Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Maschinenbau oder vergleichbar Mitscherlich PartmbB
München Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Elektrotechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen,Lingen (Ems) Zum Job 
newboxes GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Produktentwicklung (m/w/d) newboxes GmbH
Deutschlandweit Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Automatisierungstechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
Leviat GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Leviat GmbH
Langenfeld (NRW) Zum Job 
ILF Beratende Ingenieure GmbH-Firmenlogo
Projekt- und technischer Angebotsingenieur (m/w/d) ILF Beratende Ingenieure GmbH
München, Bremen, Hamburg, Essen, Berlin Zum Job 

Nachfrage nach „kornorientiertem Elektroband“ rückläufig

Abstossen will ThyssenKrupp die Standorte, in denen „kornorientiertes Elektroband“ hergestellt wird. Dieses Stahlprodukt kommt in Transformatoren der Energiewirtschaft zum Einsatz. Durch eine aufwändige Fertigung erhält man eine spezielle Mikrostruktur, mit der die Übertragung  und Verteilung von elektrischer Energie reduziert werden kann.

Grund der Verkäufe ist „das schwierige Marktumfeld“, mit dem der Konzern zu kämpfen hat. Der  Konzern musste im letzten Geschäftsjahr einen Nettoverlust von fünf Milliarden Euro hinnehmen. Der Mischkonzern verzeichnet insgesamt Schulden in Höhe von 5,2 Milliarden Euro. Daher will ThyssenKrupp auch die defizitären Werke in den USA und Brasilien wieder loswerden. Hier wird innerhalb der nächsten Wochen eine Entscheidung erwartet.

Werk Bochum nicht vom Verkauf betroffen

Der Standort Bochum mit seinen 720 Mitarbeitern ist von den Verkaufsplanungen nicht betroffen. Dort wird „Nicht kornorientiertes Elektroband“ hergestellt, das bei Industriemotoren, Haushaltsgeräten und Windkraftanlagen eingesetzt wird.  Das Werk Bochum werde in die Duisburger ThyssenKrupp Steel Europe AG integriert, so das Unternehmen.

Der jetzt anlaufende Verkauf ist Teil des Konzernumbaus, den das Unternehmen im Rahmen des geplanten Umbaus bereits im Februar bekannt gab. Zusätzlich sollen 2.000 Arbeitsplätze in der Stahlsparte gestrichen werden. Hier gibt es noch keine Details. Derzeit werde noch mit den Betriebsräten verhandelt, erklärte ein ThyssenKrupp-Sprecher. Das Unternehmen kündigte jedoch an, dass in den nächsten drei Jahren etwa zwei Milliarden Euro gespart werden sollen – 500 Millionen Euro davon im europäischen Stahlgeschäft. Sämtliche Einsparungsmaßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 realisiert werden.

Konzernchef plant neue Unternehmenskultur

Das Unternehmen leidet bereits einige Zeit unter seinem schlechten Ruf aufgrund verschiedener Pleiten und Korruptionsvorwürfe. „Es herrschte offenbar bei einigen die Ansicht vor, dass Regeln, Vorschriften und Gesetze nicht für alle gelten“, beklagte Konzernchef Heinrich Hiesinger. Er benötigt nun volle Unterstützung des Aufsichtsrates, um im Unternehmen aufzuräumen. Hiesinger will eine neue Unternehmenskultur einführen.  Bereits im Februar kündigte er an hart gegen Kartellsünder vorgehen zu wollen. Das „Privilegien-System“ im Unternehmen müsse abgeschafft werden, erklärte Hiesinger. 

Ein Beitrag von:

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.