Hydra-Projekt startet 01.08.2013, 06:58 Uhr

USA entwickeln unbemannte U-Boote als Marinestützpunkte

Die USA haben mit der Entwicklung eines unbemannten Transport-U-Bootes begonnen, das zugleich als Marinestützpunkt dienen kann. Das Boot soll nicht nur Drohnen und Unterwasserfahrzeuge zu Einsätzen weltweit bringen, sondern auch Aufklärungsdienste leisten.

Modell

Das US-Verteidigungsministerium lässt ein unbemanntes U-Boot entwickeln, das Drohnen und unbemannte Unterwasserfahrzeuge zum Einsatz rund um den Globus bringen soll. Im Bild ein Modell der DARPA, der Beschaffungsagentur des Verteidigungsministeriums.

Foto: DARPA

Anfang August wird die amerikanische  Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des Verteidigungsministeriums in Washington Rüstungsfirmen mit der Entwicklung eines Unterwasser-Transportfahrzeugs beauftragen, mit dem sich unbemannte Flugzeuge, U-Boote und Fahrzeuge befördern sowie automatisiert absetzen lassen sollen. Das Programm läuft unter der Bezeichnung „Hydra“, jener Sagenfigur, deren Kopf nachwuchs wenn er abgeschlagen wurde und die sogar mehrere Köpfe bekommen konnte.

Dabei soll das U-Boot eine ganze Anzahl  verschiedener unbemannter Flugzeuge gleichzeitig transportieren können. Dazu werden die Flugzeuge einzeln in verschiedene Transportbehälter verpackt, die dann in das Unterwasserfahrzeug verladen werden. Ähnlich verfahren wird mit kleinen U-Booten und Unterwasser-Fahrzeugen, die sich auf dem Meeresboden fortbewegen sollen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Konstruktion" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Safran Data Systems GmbH-Firmenlogo
Testingenieur / Certified Tester (m/w/d) Safran Data Systems GmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Fraunhofer-Gesellschaft e.V.-Firmenlogo
Sachgebietsleiter*in Technisches Gebäudemanagement - Betrieb, Wartung & Weiterentwicklung Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
München Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Commissioning Manager Control, Field and Automation Engineering (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Elektrotechnik und Elektrische Energieversorgung" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Rhein-Sieg Netz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Netzbetrieb Rhein-Sieg Netz GmbH
Siegburg Zum Job 
Röhm GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Automatisierungstechnik / EMSR Röhm GmbH
Wesseling Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurinnen / Bauingenieure (m/w/d) Fachrichtung konstruktiver Ingenieurbau Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel, Rendsburg Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Inbetriebsetzungsleiter*in für Verfahrenstechnik (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
Fachhochschule Dortmund-Firmenlogo
Vertretungsprofessur "Produktions- und Qualitätsmanagement"; Fachbereich Maschinenbau Fachhochschule Dortmund
Dortmund Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen, Heyrothsberge Zum Job 
Herrenknecht AG-Firmenlogo
Technischer Redakteur (m/w/d) Herrenknecht AG
Schwanau Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurin /Bauingenieur (m/w/d) Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel Zum Job 
ONTRAS-Firmenlogo
Spezialist Strategische Technologie (m/w/d) ONTRAS
Leipzig Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Techniker als Fachexperte für Vertragsmanagement, Ausschreibung, Vergabe & Abrechnung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Krailling bei München Zum Job 
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Referent*in der Institutsleiterin Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Stuttgart Zum Job 
FH Münster-Firmenlogo
Professur für "Strömungstechnik" im Fachbereich Maschinenbau FH Münster
Münster Zum Job 
Technische Hochschule Rosenheim-Firmenlogo
Professorin / Professor (m/w/d) für Applied Embedded Computing Technische Hochschule Rosenheim
Rosenheim Zum Job 
FUNKE Wärmeaustauscher Apparatebau GmbH-Firmenlogo
Verfahrensingenieur (m/w/d) im technischen Vertrieb Rohrbündelwärmeaustauscher FUNKE Wärmeaustauscher Apparatebau GmbH
Gronau (Leine) Zum Job 

Hydra ermöglicht mobile Marinebasen

Das Hydra-System dient zwar vorrangig militärischen Zwecken, soll aber auch bei Katastrophen eingesetzt werden können. Das US-Verteidigungsministerium sieht in Hydra mobile Marinebasen, die weltweit eingesetzt werden können, um beispielsweise die wachsende Piraterie auf den Weltmeeren einzudämmen.

Zudem unterstützen die Drohnen auch militärische Einsätze, bei denen Menschen zu stark gefährdet sind. Hydra soll in der Lage sein, gleichzeitig verschiedenste Aufklärungs- und Waffensysteme in die Zielgebiete zu befördern und dort ferngesteuert einzusetzen.

Drohnen und Fahrzeuge starten selbstständig

Ist das Hydra-U-Boot im Zielgebiet eingetroffen, werden die Transportboxen mit den Drohnen ins Wasser gestoßen. An der Wasseroberfläche öffnen sich die Behälter und geben beispielsweise die Flugzeuge frei, die automatisiert starten. Die DARPA geht davon aus, dass für das Hydra-Programm keine neuen, sondern vorhandene Flugkörper genutzt werden können.

Das US-Militär will die Drohnen nutzen, um das Meer im Zielgebiet zu beobachten, Signale von Minensuchbojen aufzufangen und den örtlichen Sprechfunk etwa von Piraten oder militärischen Gegnern abzuhören. Die kleinen Unterseeboote sollen gegnerische Fahrzeuge und Minen aufspüren sowie Minensuchbojen absetzen. Die Fahrzeuge für den Meeresgrund sollen nach verdächtigen Installationen suchen und Küstenbefestigungen ausspähen.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.