Turbinen am Rücken 18.09.2014, 08:29 Uhr

US-Army will Soldaten mit Jetpacks zu Megasprintern machen

Mit Turbinen auf dem Rücken sollen US-Soldaten zu ultraschnellen Läufern werden und sich schneller aus Gefahrensituationen befreien. An einem Prototyp des Jetpacks arbeiten derzeit US-amerikanische Ingenieure der Arizona State University – mit Unterstützung des US-Verteidigungsministeriums. 

Zwar steigerte sich der Testläufer mit Jetpack auf dem 1,6-Kilometer-Lauf um lediglich 18 Sekunden – von fünf Minuten und 20 Sekunden auf fünf Minuten und zwei Sekunden. Doch mit etwas Übung soll er die Strecke zukünftig in vier Minuten laufen, mit geringem Kraftaufwand. 

Zwar steigerte sich der Testläufer mit Jetpack auf dem 1,6-Kilometer-Lauf um lediglich 18 Sekunden – von fünf Minuten und 20 Sekunden auf fünf Minuten und zwei Sekunden. Doch mit etwas Übung soll er die Strecke zukünftig in vier Minuten laufen, mit geringem Kraftaufwand. 

Foto: Arizona State University

Iron Man lässt grüßen: Ein Jetpack, aufgebracht auf ein Exoskelett, ermöglicht es seinem Träger, schneller zu laufen. Anders als beim Comic-Helden ist das Gerät jedoch kein ganzer Anzug, sondern wird wie ein Rucksack auf den Rücken geschnallt. Dort allerdings funktioniert es ganz ähnlich wie der Flugantrieb von Iron Man – mit dem Unterschied, dass der Träger nicht abhebt, sondern nur deutlich schneller läuft. Möglich machen das zwei integrierte Turbinen am Rückenteil, die schräg nach hinten gerichtet sind. Sie erzeugen nicht so viel Kraft, dass der Träger Bodenkontakt verliert, aber genug, um sich agiler und schneller zu bewegen.

Exoskelett beschert höheres Lauftempo

Mit seiner Erfindung hat sich der Ingenieurstudent Jason Kerestes an der Aktion iProject an der Arizona State University (ASU) in den USA beteiligt, bei der Studenten sich Lösungen für Alltagsprobleme ausdenken. Bei der Entwicklung unterstützt wurde er von seinem Mentor Prof. Thomas Sugar vom Human Machine Integration Labor der Universität. Eigentlich beschäftigt sich der Lehrstuhl mit Prothesentechniken, die Behinderten Bewegungen einfacher machen sollen.

Ingenieure der Arizona State University entwickeln derzeit das Exoskelett mit integrierten Turbinen – im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. 

Ingenieure der Arizona State University entwickeln derzeit das Exoskelett mit integrierten Turbinen – im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums.

Quelle: Arizona State University

Mit dem MM4 genannten Exoskelett, das den Träger gewissermaßen anschiebt, um das Tempo zu erhöhen, entwickelten sie jetzt ein Gerät, das auch gesunde Menschen unterstützt.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften-Firmenlogo
Ingenieure (m/w/d) Architektur / Bauingenieurwesen Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften
Hannover Zum Job 
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH-Firmenlogo
Softwareentwickler (gn) ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH
Fürstenfeldbruck bei München Zum Job 
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH-Firmenlogo
Systemingenieur Avionik / Systems Engineer Avionics (gn) ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH
Fürstenfeldbruck bei München Zum Job 
Landeshauptstadt Stuttgart-Firmenlogo
Projektleiter*in Architektur für öffentliche Bauten (m/w/d) Landeshauptstadt Stuttgart
Stuttgart Zum Job 
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH-Firmenlogo
IT-Spezialist für IT-Systemintegration/Netzwerk-Administration in Detektions- und Abwehrsystemen (gn) ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH
Fürstenfeldbruck bei München Zum Job 
MED-EL Medical Electronics-Firmenlogo
R&D Engineer for Embedded Systems (m/f/d) Research & Development MED-EL Medical Electronics
Innsbruck (Österreich) Zum Job 
Landeshauptstadt Stuttgart-Firmenlogo
Projektleiter*in Elektrotechnik und Versorgungstechnik (m/w/d) Landeshauptstadt Stuttgart
Stuttgart Zum Job 
IMS Messsysteme GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/i) Vertrieb IMS Messsysteme GmbH
Heiligenhaus Zum Job 
pbr AG-Firmenlogo
Ingenieur:in Schwerpunkt Bauphysik pbr AG
Braunschweig Zum Job 
Energieversorgung Halle Netz GmbH-Firmenlogo
Techniker Planung (m/w/d) Energieversorgung Halle Netz GmbH
Halle (Saale) Zum Job 
MainTech Systems GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur Maschinenbau (m/w/d) MainTech Systems GmbH
Obernburg am Main Zum Job 
MainTech Systems GmbH-Firmenlogo
Verfahrensingenieur (m/w/d) MainTech Systems GmbH
Obernburg am Main Zum Job 
MainTech Systems GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur Anlagenbau (m/w/d) MainTech Systems GmbH
Obernburg am Main Zum Job 
Murrelektronik-Firmenlogo
Softwareentwickler (m/w/d) Murrelektronik
Oppenweiler Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur / Projektingenieur (w/m/d) für die Projektleitung im Brückenbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Flight Dynamics Engineer (m/f/d) Airbus
Manching Zum Job 
Airbus Defence and Space-Firmenlogo
System Safety Engineer (d/m/f) Airbus Defence and Space
Manching Zum Job 
Technologie- und Förderzentrum TFZ-Firmenlogo
Projektingenieurin oder Projektingenieur für Holzbrennstoffe und Festbrennstoff-Feuerungen (m/w/d) Technologie- und Förderzentrum TFZ
Straubing Zum Job 
Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Optische Messtechnik (w/m/d) Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG
Göttingen Zum Job 
Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Fasertechnologie (w/m/d) Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG
Göttingen Zum Job 

Weniger Kraftaufwand trotz Mehrgewicht

Die Abkürzung MM4 steht für Four-Minute-Mile, eine Anspielung darauf, dass der Träger in der Lage sein soll, eine Meile in gerade einmal vier Minuten zurückzulegen. In ersten Tests mit einem Prototypen des Jetpacks steigerte sich der Testläufer von 5 Minuten und 20 Sekunden auf 5 Minuten und 2 Sekunden. Somit ist der Läufer mit dem Prototyp des MM4 auf dem Rücken tatsächlich schneller unterwegs als ohne und muss weniger Kraft investieren – und das trotz der rund fünf Kilo zusätzlichen Gepäcks, die er mit sich herumschleppt.

Erfindung könnte Soldaten das Leben retten

Zielgruppe für den Turbinen-Rucksack sind Soldaten. Deshalb ist auch die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), eine Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, als Partnerunternehmen mit im Boot. Zu den Aufgaben der Agency gehört die Durchführung von Forschungsprojekten für die Streitkräfte der USA. MM4, so hofft die DARPA, könnte dazu beitragen, Soldaten im Extremfall schneller aus Gefahrenbereichen herauszubringen. „Die Erfindung könnte den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten“, betont auch Erfinder Jason Kerestes.

 

Ein Beitrag von:

  • Judith Bexten

    Judith Bexten ist freie Journalistin. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Technik, Logistik und Diversity.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.