Auto-Test 20.11.2025, 15:48 Uhr

TÜV-Report 2026: Wer glänzt – und wer durchfällt

Der TÜV-Report 2026 zeigt: Elektrofahrzeuge punkten mit Sicherheit und Langlebigkeit, während sich der technische Zustand des Pkw-Bestands in Deutschland verschlechtert. Experten fordern eine Modernisierung der Hauptuntersuchung, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Ein aufgeschlagener Kalender mit dem Vermerk "TÜV" und einer TÜV-Plakette

Heute ist der TÜV-Report 2026 erschienen.

Foto: SmarterPix/stadtratte

Gebrauchte Elektroautos schneiden im TÜV-Report 2026 in puncto Sicherheit hervorragend ab. Von den insgesamt 18 untersuchten E-Modellen belegen einige Spitzenplätze, darunter der Fiat 500 E als Klassensieger bei den Minis. Auch Audi Q4 E-Tron, Mini Cooper SE und Renault Twingo Z.E. überzeugen mit Top-Ergebnissen. Dies beweist, dass Stromer in Sachen Wartung und Haltbarkeit den Verbrennern in nichts nachstehen.

Mazda 2 (Hybrid) räumt ab – der Überflieger im TÜV-Report 2026

Trotz des Erfolgs der E-Autos steigt die Quote der erheblichen Mängel (EM) insgesamt um 0,9 Prozentpunkte auf 21,5 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Fahrzeuge ohne jegliche Mängel um 1,8 Prozentpunkte auf 66,1 Prozent. Gesamtsieger des TÜV-Reports 2026 ist der Mazda 2 (Hybrid), der mit seiner Zuverlässigkeit überzeugt.

Jürgen Wolz, Leiter Service Line Mobility bei der TÜV SÜD Division Mobility, begrüßt die positive Entwicklung der Elektrofahrzeuge: „Die sinkenden Preise der Stromer lassen den Markt anziehen. Es ist erfreulich zu sehen, dass diese Fahrzeuge genauso sicher sind wie Verbrenner. Viele E-Autos belegen sogar die oberen Ränge im TÜV-Report 2026.“

TÜV-Report 2026: E-Auto-Boom auf dem Gebrauchtmarkt

Der TÜV-Report 2026 bietet insbesondere Interessenten von Gebrauchtwagen wertvolle Informationen. Dies gilt zunehmend auch für die wachsende Zahl der betrachteten E-Modelle. Erfreulicherweise zieht der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge an, was auf das steigende Vertrauen der Verbraucher in die Technologie und die weiter sinkenden Preise zurückzuführen ist.

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Die Ergebnisse der E-Fahrzeuge im TÜV-Report 2026 untermauern größtenteils deren hohes Sicherheitsniveau. Allen voran glänzt der Audi Q4 E-Tron, der bei den zwei bis drei Jahre alten Probanden mit einer EM-Quote von lediglich 4,0 Prozent auf Platz acht landet – trotz einer ordentlichen Laufleistung von durchschnittlich 42.000 Kilometern. Zum Vergleich: Der hybride Gesamtsieger Mazda 2 weist nach zwei bis drei Jahren eine EM-Quote von 2,9 Prozent bei nur 29.000 Kilometern auf.

Fiat 500 E räumt in der Mini-Klasse ab – ein Elektrozwerg zeigt, wie’s geht

Besonders hervorzuheben ist der Fiat 500 E, der bei den Zwei- bis Dreijährigen die Klasse der Minis anführt. Mit einer EM-Quote von 4,2 Prozent und einer Laufleistung von 26.000 Kilometern belegt er Platz elf im Gesamtranking. Zum Vergleich: Der BMW i3 fährt nur 2.000 Kilometer mehr, landet aber lediglich auf Rang 23.

Der TÜV-Report, herausgegeben vom TÜV-Verband, gilt als einer der wichtigsten neutralen Ratgeber für Autofahrer und Gebrauchtwagenkäufer. Er basiert auf den Hauptuntersuchungsergebnissen aller TÜV-Gesellschaften in Deutschland – aktuell fließen beinahe 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) zwischen Juli 2024 und Juni 2025 ein. TÜV SÜD, der größte HU-Anbieter, steuerte mehr als 4,5 Millionen Resultate bei.

Alarmierende Entwicklung: Mängelquoten steigen erneut

Laut TÜV-Report 2026 verschlechtert sich der technische Zustand des Pkw-Bestands in Deutschland. Gut jedes fünfte Fahrzeug (21,5 Prozent) fällt bei der HU mit „erheblichen“ oder „gefährlichen Mängeln“ durch. Im Vergleich zum Vorjahresreport ist die Mängelquote um 0,9 Punkte gestiegen – der vierte Anstieg in Folge seit dem historischen „Corona-Tief“ von 17,9 Prozent im TÜV-Report 2022. Hauptgrund ist das steigende Alter der Fahrzeugflotte, das laut KBA aktuell bei 10,6 Jahren liegt.

TÜV-Report 2026: E-Autos im Härtetest

Erstmals sind 18 E-Autos im TÜV-Report 2026 vertreten, die in der HU-Auswertung aller Antriebsarten sehr unterschiedlich abschneiden. Während Mini Cooper SE, Audi Q4 e-tron und Fiat 500e im Ranking der 2 bis 3 Jahre alten Fahrzeuge Top-Platzierungen erzielen, landen Tesla Model Y und Model 3 auf dem letzten und drittletzten Platz. Beim Model Y werden vor allem Mängel an Achsaufhängungen, Bremsscheiben und Beleuchtung beanstandet. Trotz hoher Laufleistungen enttäuschen die Tesla-Modelle im Vergleich zu anderen Fahrzeugen mit ähnlichen Kilometerzahlen.

Bei den Hauptuntersuchungen zeigen viele Elektrofahrzeuge einige antriebstypische Mängel. Achsaufhängungen leiden unter dem hohen Gewicht der Antriebsbatterie, während die Bremsen aufgrund der Rekuperation selten genutzt werden, was zu Mängeln an den Bremsscheiben führen kann. E-Auto-Fahrer sollten daher regelmäßig bewusst bremsen, um die Bremsfunktion zu erhalten.

Je älter, desto gefährlicher? TÜV-Report 2026 zeigt Alters-Schwächen

Neben dem Tesla Model Y (2-3 Jahre) zählen der BMW 5er/6er (4-5 Jahre, 8-9 Jahre), der Dacia Duster (6-7 Jahre, 10-11 Jahre) und der Renault Clio (12-13 Jahre) zu den Verlierern der Altersklassen im TÜV-Report 2026. Mit steigendem Fahrzeugalter nehmen auch die Mängelquoten zu: Fällt bei der zweiten HU nach fünf Jahren jedes zehnte Fahrzeug durch, ist es bei der fünften Prüfung nach 11 Jahren fast jedes vierte (22,9 Prozent) und bei der siebten nach 15 Jahren nahezu jedes dritte (32,9 Prozent). Laut KBA ist mehr als jeder vierte Pkw in Deutschland 15 Jahre oder älter.

TÜV-Verband und AutoBild küren im TÜV-Report 2026 erstmals den „Sieger Langzeitqualität“. Dabei handelt es sich um den Hersteller, der bei den 10 bis 11 Jahre alten Fahrzeugen im Schnitt der im Report vertretenen Modelle die niedrigste Mängelquote bei den sicherheitsrelevanten erheblichen Mängeln aufweist. In diesem Jahr geht der Titel an Mercedes mit einer durchschnittlichen Mängelquote von 18,5 Prozent in dieser Altersklasse, gefolgt von Audi (19,2 Prozent) und Toyota (22 Prozent).

Der TÜV-Verband fordert eine Modernisierung der Hauptuntersuchung, um den Anforderungen der Digitalisierung, Elektrifizierung sowie des Umwelt- und Klimaschutzes gerecht zu werden. Dazu gehören eine stärkere Fokussierung auf die Sicherheit von E-Autos, ein erweiterter Zugang zu relevanten Fahrzeugdaten für Prüforganisationen und eine Harmonisierung der Verfahren zur Bestimmung des Gesundheitszustands der Antriebsbatterie. Zudem setzt sich der Verband für ein nationales digitales Fahrzeugregister ein, um Manipulationen und Betrugsversuche zu erschweren.

Autokäufer können sich auf die Ergebnisse des TÜV-Reports 2026 verlassen. Das Magazin ist ab Donnerstag, dem 20. November 2025, zum Preis von 5,90 Euro in den TÜV SÜD Service-Centern und im Handel erhältlich.

Ein Beitrag von:

  • Julia Klinkusch

    Julia Klinkusch ist seit 2008 selbstständige Journalistin und hat sich auf Wissenschafts- und Gesundheitsthemen spezialisiert. Seit 2010 gehört sie zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Klima, KI, Technik, Umwelt, Medizin/Medizintechnik.

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