Raumstation 12.03.2025, 09:00 Uhr

ISS dreht Jubiläumsrunde: Die Gesamtstrecke fast bis zu Pluto

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viele Kilometer die ISS im Laufe ihrer Geschichte zurückgelegt hat? Und was, wenn diese Strecke nicht nur aus Erdumrundungen bestünde, sondern ein konkretes Ziel hätte? Wir haben einige Daten und Fakten rund um die ISS zusammengetragen.

ISS

Meilenstein im All: ISS feiert Jubiläum mit beeindruckenden Zahlen.

Foto: PantherMedia / Irina Dmitrienko

Laut russischen Angaben hat die Internationale Raumstation ISS mittlerweile 150.000 Erdumrundungen absolviert. Die Raumfahrtbehörde Roskosmos betrachtete als Jubiläumsrunde den Flug, der am Dienstag zwischen 11:32 Uhr und 13:05 Uhr MEZ von der indonesischen Insel Sumatra aus in östlicher Richtung verlief und schließlich wieder den Indischen Ozean erreichte.

Das erste Modul der ISS wurde am 20. November 1998 in die Umlaufbahn gebracht. Es war das funktionale Frachtmodul „Sarja“, das in Russland entwickelt wurde. Seit dem Start des ersten Moduls im Jahr 1998 hat die ISS in über 26 Jahren rund 6,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass.

ISS hat Erde 150.000 Mal umrundet

“Das ist 30 Mal mehr als die durchschnittliche Entfernung von der Erde zum Mars, 4 Mal so viel wie von der Erde zum Saturn und fast so weit bis zu Pluto“, teilte Roskosmos in Moskau mit.

An der ISS arbeiten Russland, die USA, Kanada, Japan und die ESA gemeinsam. Trotz des Krieges in der Ukraine läuft das Projekt weiter. Die Raumstation umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe.

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In der Nacht auf Donnerstag (MEZ), 13. März soll ein US-Dragon-Raumschiff starten und die nächste Crew zur ISS bringen. Wenige Tage später soll es auch die US-Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore zurück zur Erde bringen. Wegen technischer Probleme ihres Starliner-Raumschiffs mussten sie seit Juni 2024 länger im All bleiben als geplant.

ISS seit Ende 1998 in Betrieb

Die Internationale Raumstation (ISS) ist eine bemannte Forschungsstation im All, die seit Ende 1998 in Betrieb ist. Derzeit ist ihre Nutzung bis 2030 geplant.

Das internationale Gemeinschaftsprojekt umfasst 14 Länder, darunter Russland, die USA, Japan, Kanada und mehrere ESA-Mitgliedsstaaten.
Die ISS gilt als das teuerste von Menschen gebaute Objekt und ist mit über 150 Milliarden Dollar in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.

Meilensteine beim Aufbau der ISS

  • 20. November 1998: Das erste ISS-Modul „Sarja“ wird mit einer russischen Proton-K-Rakete ins All gebracht. Es wurde in Russland gebaut, aber von der NASA finanziert.
  • 7. Dezember 1998: Das Space Shuttle „Endeavour“ koppelt das US-Modul „Unity“ an „Sarja“ an.
  • 10. Dezember 1998: Die Astronauten Robert Cabana (USA) und Sergei Krikaljow (Russland) betreten die ISS erstmals.
  • 26. Juli 2000: Das russische Servicemodul „Swesda“ wird an „Sarja“ angedockt.
  • 2. November 2000: Das Sojus-Raumschiff „TM-31“ bringt die erste Langzeitbesatzung zur ISS.
  • 7. Februar 2001: Das Shuttle der Mission STS-98 installiert das US-Labor „Destiny“ am „Unity“-Modul.
  • 26. Juli 2005: Nach der „Columbia“-Katastrophe werden die Shuttle-Flüge mit dem erfolgreichen Start der „Discovery“ wieder aufgenommen. Bis zum geplanten Ende des Shuttle-Programms 2010 sind 17 Missionen vorgesehen. Sie liefern wichtige Module und Ausrüstung, darunter Teile des kanadischen Roboterarms.
  • Juli 2006: Die Mission STS-121 bringt den deutschen Astronauten Thomas Reiter zur ISS. Damit arbeiten erstmals seit drei Jahren wieder drei Crewmitglieder dauerhaft an Bord.
  • 9. September 2006: Das Shuttle „Atlantis“ liefert neue Gitterstrukturen, Solarpaneele und Kühlsysteme für den US-Sektor.
  • 23. Oktober 2007: Der US-Modul „Harmony“ wird mit der „Discovery“ zur ISS gebracht und zunächst an „Unity“ angedockt. Nach der endgültigen Verbindung mit „Destiny“ am 14. November ist der US-Segment-Ausbau abgeschlossen.
  • 2008: Die ISS erhält zwei neue Labore:
  • 11. Februar: Das ESA-Modul „Columbus“ wird angedockt.
  • 14. März & 4. Juni: Zwei Hauptsektionen des japanischen „Kibo“-Labors werden installiert.

Mit einer Spannweite von 108,6 Metern und einer Solarzellenfläche von 4.500 m² ist die ISS eines der größten künstlichen Objekte im All. Ihre Länge beträgt 79,9 Meter, ihre Tiefe 88 Meter und der Rauminhalt umfasst 1.140 Kubikmeter. Seit ihrer ersten Besatzung  hat die ISS eine maximale Besatzung von bis zu sieben Personen aufgenommen.

Insgesamt wurden 80 Fertigungsbauteile für den Bau der ISS verwendet, die in 45 Montageflügen zwischen 1998 und 2005 in den Orbit transportiert wurden. Mit einem Gewicht von 450 Tonnen umkreist die ISS die Erde in einer Höhe von etwa 400 km und benötigt für eine Erdumlaufbahn nur 90 Minuten. Ihre Umlaufbahn hat eine Neigung von 51,6 Grad gegenüber dem Äquator.

Die ISS fliegt mit einer Geschwindigkeit von 29.000 km/h und wurde ursprünglich für eine Lebensdauer von etwa 10 Jahren konzipiert.

Entsorgung der ISS im „Punkt Nemo“

Die NASA hat das Unternehmen SpaceX von Elon Musk mit der Entwicklung eines Geräts beauftragt, das die Internationale Raumstation (ISS) nach Ablauf ihrer Betriebszeit sicher aus der Umlaufbahn bringen soll. Der Vertrag hat einen Wert von rund 850 Millionen Dollar.

SpaceX wird für die Entwicklung des Geräts verantwortlich sein, während NASA die eigentliche Operation zur Entsorgung der ISS leitet. Der Entsorgungsprozess soll die Station sicher in die Erdatmosphäre bringen, wobei die Gefahr eines Absturzes auf bewohnte Gebiete vermieden wird.
Es wird erwartet, dass die ISS wie auch das Abbaugerät in der Atmosphäre verglühen, obwohl Teile der Station möglicherweise überleben könnten. Die Trümmer sollen im Pazifik landen, in einem abgelegenen Bereich des Ozeans, der als „Punkt Nemo“ bekannt ist und mehr als 2.500 km von bewohntem Land entfernt liegt.

Lesen Sie auch: So wird der Absturz der Raumstation ISS ablaufen

Mehr Infos zur ISS

Blick von der ISS direkt zur Erde in Echtzeit

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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