Wer baut die besten Werkzeuge im deutschsprachigen Raum? Zwölf Betriebe kämpfen um den Titel
Zwölf Betriebe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Finale des Wettbewerbs „Excellence in production“, zwei davon zum ersten Mal. Der Sieger wird am 11. November im Krönungssaal des Aachener Rathauses gekürt.
Im Benchmark-Wettbewerb „Excellence in Production“ erhält der Gewinner diese Trophäe und den Titel "Werkzeugbau des Jahres".
Foto: Martin Ciupek
Das Wettbewerbsumfeld für den deutschsprachigen Werkzeug- und Formenbau ist in den vergangenen Jahren härter geworden. Absatzeinbrüche in wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie und zunehmende Konkurrenz aus China belasten die produzierende Industrie in Deutschland und Europa. Umso wichtiger werden neue Strategien und effiziente Prozesse.
Inhaltsverzeichnis
Benchmark-Wettbewerb deckt Stärken und Schwächen auf
Um sich untereinander herauszufordern, nehmen die besten Unternehmen im Werkzeug- und Formenbau regelmäßig an dem Benchmark-Wettbewerb „Excellence in Production“ teil. Hier werden sie von Expertinnen und Experten des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen bewertet. Vor dem Einzug ins Finale steht zudem ein Besuch bei den Unternehmen sowie die Beurteilung durch eine zehnköpfige Jury aus Wissenschaft, Bundespolitik, Verbänden und Industrie. Manche Unternehmen nutzen die Bewertungen zur kontinuierlichen Verbesserung und nehmen in regelmäßigen Abständen am Wettbewerb teil.
Bereits zum 23. Mal werden in diesem Jahr im Wettbewerb „Excellence in Production“ die besten Werkzeug- und Formenbaubetriebe im deutschsprachigen Raum gekürt. Zwölf Unternehmen haben sich für das Finale um den Titel „Werkzeugbau des Jahres 2026“ qualifiziert. Im diesjährigen Teilnehmerfeld konnten sie sich in besonderer Weise beweisen. Die Preisverleihung findet am 11. November 2026 im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.
Vorjahressieger BMW Fahrzeugtechnik übergibt den Preis
Dem Erstplatzierten winkt eine branchenweit begehrte Auszeichnung. Diese erhält der Sieger während der feierlichen Abendveranstaltung durch den Vorjahressieger, der BMW Fahrzeugtechnik GmbH (Standort Eisenach/Krauthausen).
Eines steht jedoch für die Organisatoren vom WZL bereits jetzt fest: „Indem die ausgewählten Unternehmen sich in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld gegen das restliche Teilnehmerfeld durchsetzen konnten, haben die Finalisten gezeigt, dass sie schon jetzt zu den besten Werkzeug- und Formenbaubetrieben im deutschsprachigen Raum zählen.“
Vergleich in vier Kategorien
Traditionell wählt die Jury den Gesamtsieger aus dem Feld der vier Kategoriesieger. Unterschieden wird zwischen internem und externem Werkzeugbau sowie der jeweiligen Unternehmensgröße – unter bzw. ab 50 Mitarbeitenden.
Zusätzlich gibt es im Wettbewerb „Excellence in Production“ ab diesem Jahr einen Sonderpreis für den „Newcomer des Jahres“. Dieser soll Unternehmen auszeichnen, die im Rahmen ihrer ersten Teilnahme am Wettbewerb bereits eine exzellente Leistung erbracht haben.
Übersicht der Finalisten nach Kategorie in alphabetischer Reihenfolge:
Kategorie „Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende“
• Böllhoff GmbH, Bielefeld
• GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG, Radevormwald
• Karl SIMON GmbH & Co. KG, Aichhalden
Kategorie »Interner Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende«
• Hirschmann Automotive GmbH, Rankweil (Österreich)
• Hirschvogel Umformtechnik GmbH, Denklingen
• Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, Detmold
• Ypsomed AG, Burgdorf (Schweiz)
Kategorie „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende“
• Brandt GmbH, Inzersdorf im Kremstal (Österreich)
• Klaucke & Meigies Formenbau GmbH, Lüdenscheid
Kategorie „Externer Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende“
• Braunform GmbH, Bahlingen
• Fritz Stepper GmbH, Pforzheim
• Haidlmair GmbH, Nußbach (Österreich)
Sonderpreis „Newcomer des Jahres“
• Brandt GmbH, Inzersdorf im Kremstal (Österreich)
• Hirschmann Automotive GmbH, Rankweil (Österreich)
Kolloquium „Werkzeugbau mit Zukunft“ am Tag nach der Preisverleihung
Einen Tag nach der Preisverleihung, am 12. November 2026, findet darüber hinaus in Aachen das 25. Internationale Kolloquium „Werkzeugbau mit Zukunft“ statt. Unter dem Motto „Von der Form zur Plattform – Europäisch stark im Werkzeugbau“ sollen in diesem Jahr aktuelle Entwicklungen aus organisatorischer und technologischer Sicht diskutiert werden. Das Programm verspricht aktuelle Trends, strategische Fragestellungen und zukunftsweisende Lösungsansätze für den Werkzeugbau.
Beiträge aus Industrie und Forschung sollen dabei aufzeigen, welche technologischen und organisatorischen Weichen heute gestellt werden müssen, um auch morgen erfolgreich produzieren zu können. Zusätzlich zu den Fachvorträgen ist unter anderem eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Werkzeugbaus unter den aktuellen Herausforderungen der Branche angekündigt.
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