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Kreisförmige Gärten in der Sahara: Der Grund überrascht

24. August 2021

Grüne Insel in der Wüste
Im Senegal entstehen kreisförmige Gärten, um die Wüstenbildung zurückzudrängen. Foto/Symbolbild: panthermedia.net/Fyletto
Sie sehen aus wie Kornkreise: Kreisförmige Gärten entstehen in der Sahara-Wüste. Das steckt dahinter – denn der Plan sah etwas Anderes vor.
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Wer über die Stadt Boki Dawe im Nordosten Senegals fliegt, wird etwas Erstaunliches sehen. Frisch gesäter Samen in sorgfältig angelegten kreisförmigen Gärten. Die grünen Anlagen starren den Betrachter aus der Vogelperspektive regelrecht an – so sehr fallen Sie in der Wüste auf.

Die Gärten in der Sahara sind lokal als „Tolou Keur“ bekannt. Hinter der Aktion steckt der senegalesische Agraringenieur Aly Ndiaye. Doch der Plan verlief zunächst anders.

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Klimawandel könnte Wasser in die Wüste bringen

Mauer aus Bäumen soll Ausbreitung der Sahara verhindern

2007 wurde vor Ort eine Initiative mit Unterstützung der Europäischen Union ins Leben gerufen, um die weitere Wüstenbildung zu stoppen. Die Sahara sollte auf ihrem Weg Richtung Süden eingedämmt werden. Ein mehr als 12.000 Kilometer langer und 16 Kilometer breiter Baumgürtel sollte in der Sahelzone von Senegal bis Dschibuti gepflanzt werden. Die afrikanische Sahelzone ist die in Ost-West-Richtung langgestreckte Übergangszone zwischen der Wüste Sahara im Norden und der Feuchtsavanne im Süden. Vorstellen darf man sich das Vorhaben wie eine große grüne Mauer. Doch das Vorhaben scheiterte – in erster Linie an fehlender Finanzierung und der Herausforderung, so viele Bäume in der ausgedörrten Savanne zu pflanzen. Laut UN-Schätzungen wurde lediglich vier Prozent der 100 Millionen Hektar Bäume angesiedelt. Eine Fertigstellung bis 2030 würde 43 Milliarden US-Dollar verschlingen. Doch eine innovative Idee des Agraingenieurs Ndiaye überzeugte. Grünflächen werden einfach kreisförmig angepflanzt.

Kreisförmige Gärten sind gegen trockenes Klima resistent

Bei den kreisförmig angelegten Gärten ist es wichtig, dass Pflanzen und Bäume gegen Hitze und das trockene Klima resistent sind. Wer in den Gärten wandelt, kann Papaya und Mango kosten oder Heilpflanzen finden. Drei Monate nach der Fertigstellung des Gartens beginnt eine zweijährige Forschungsphase, in der Fortschritte inspiziert werden. Eine Frage bleibt immer noch offen? Warum wurde die kreisförmige Darstellung gewählt? Das ist der Grund.

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Lesen Sie auch: Wasser aus der Wüstenluft

Kreisförmige Beete ermöglichen es den Wurzeln nach innen zu wachsen. Dies fängt Flüssigkeiten und Bakterien ein und optimiert die Wasserspeicherung und Kompostierung. Seit der Corona-Pandemie florieren die Gärten – immer mehr Menschen machen mit und setzen ihren eigenen Garten im „Tolou Keur“. Als Senegal die Grenzen aufgrund des Coronavirus schloss, mussten viele Dörfer autarker werden. Nahrungsmittel aus dem Ausland kamen nicht mehr an – so bauten die Einwohner die Idee der kreisförmigen Gärten in der Sahara aus. Eindrücke wie die Gärten gebaut werden, gibt es in diesem Video:

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Nun hoffen die Organisatoren, dass Hunderte solcher Gärten in der Wüste entstehen. Das würde die Ernährung sichern und die regionale Wüstenbildung eindämmen. Zudem würden zahlreiche Arbeiter und Arbeiterinnen in den Gemeinden eine Aufgabe finden.

Wann war die Sahara grün?

Die Sahara war einst grün. In den zurückliegenden 200.000 Jahren war die Wüste dreimal für einige tausend Jahre begrünt. Vor 120.000 bis 110.000 Jahren, dann wieder vor 50.000 bis 45.000 Jahren und zuletzt während der sogenannten „grünen Sahara-Zeit“. Um 8.500 vor Christus war die Wüste wohl vollständig besiedelt. Um 5.000 vor Christus ließen Monsune in der Region nach. Es dauerte rund 3.000 Jahre, bis sich die Sahara erneut in eine lebensfeindliche Wüste verwandelt hatte.

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