Schotter, Wiese, Kopfsteinpflaster: Dieses Modul macht Rollstühle geländetauglich
Auf Schotter, Rasen oder Pflaster bleiben die kleinen Vorderräder manueller Rollstühle schnell stecken. Ein französisches Startup hebt sie einfach an: Sein Elektromodul wiegt unter 9 kg, wird vorn angesteckt und soll bis zu 10 km/h schaffen.
Ze One wird an einem manuellen Rollstuhl befestigt und hebt dessen kleine Vorderräder vom Boden ab. So soll das Fahren auf unebenem Untergrund erleichtert werden.
Foto: WheelMove
Bordstein, Schotterweg, unebene Wiese. Was für Fußgängerinnen und Fußgänger kaum auffällt, ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer oftmals eine zusätzliche Hürde. Die kleinen Vorderräder eines manuellen Rollstuhls können auf solchen Untergründen schnell ausgebremst werden.
An diesem Punkt setzt Ze One an. Das elektrische Zusatzmodul des französischen MedTech-Startups WheelMove soll Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern helfen, auch auf schwierigem Untergrund voranzukommen.
Inhaltsverzeichnis
Zusatzmodul rüstet manuellen Rollstuhl elektrisch nach
Ze One ist ein nachrüstbares elektrisches Modul zur Unterstützung manueller Rollstühle. Laut Angaben des Herstellers soll sich das weniger als 9 kg schwere Zusatzmodul innerhalb weniger Sekunden am Rollstuhl montieren lassen.
Das Element wird vorne am manuellen Rollstuhl befestigt. Beim Einsatz hebt das System die kleinen Vorderräder des Rollstuhls an. Dadurch sollen gerade jene Räder, die auf Gras, Schotter, Pflaster oder anderen Unebenheiten schnell zum Hindernis werden, keinen Bodenkontakt mehr haben.
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Elektrische Unterstützung soll den Aktionsradius erweitern
Laut Wheelmove soll die elektrische Unterstützung längere Strecken, Steigungen sowie schwierige Untergründe erleichtern und die körperliche Belastung für Betroffene reduzieren. Gleichzeitig bleibt das System mit einem Gewicht von weniger als 9 kg vergleichsweise transportabel.
Das System verfügt über fünf verschiedene Geschwindigkeitsstufen von 0 bis 10 km/h. Mit einer Akkuladung soll Ze One laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 20 km erreichen. M
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So unterscheidet sich Ze One von elektrischen Rollstuhlrädern
Die angehobenen Vorderräder des Rollstuhls sollen das Fahren auf unebenem Untergrund erleichtern. Damit unterscheidet sich das Konzept zumindest konstruktiv von elektrisch angetriebenen Rollstuhlrädern, bei denen die normalen großen Hinterräder durch Räder mit integriertem Antrieb ersetzt werden. Beim WheelDrive beispielsweise wiegt ein einzelnes Antriebsrad inklusive Akku 11,5 kg, das System erreicht je nach Betriebsart bis zu 20 km Reichweite. Ze One bleibt dagegen ein separates, abnehmbares Modul am bestehenden Rollstuhl.
Laut Hersteller ist Ze One mit allen manuellen Rollstühlen kompatibel.
Marktstart nach der Rehacare 2026
Die Serienversion wurde auf der Rehacare 2026 vorgestellt, eine Markteinführung ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Nach Angaben von WheelMove ist Ze One als Medizinprodukt der Klasse I nach der europäischen Medizinproduktverordnung (MDR) eingestuft.
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