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Apple gehen die Chips aus: Warum das Herbstgeschäft unter Druck gerät

31. Juli 2026

Person hält ein Apple-iPhone 17 Pro in der Hand.
Das Apple iPhone ist ausgesprochen beliebt. Lieferengpässe bei Chips könnten dem Konzern jedoch das Geschäft verregnen. Foto: picture alliance / NurPhoto | Aleksander Kalka
Apple kämpft vor dem Herbstgeschäft mit Chip-Engpässen: Hohe iPhone-Nachfrage trifft auf knappe SoC-Kapazitäten und steigende Speicherpreise.
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Apple geht mit begrenztem Spielraum ins Herbstgeschäft. Nach Angaben von Konzernchef Tim Cook fiel die Nachfrage nach iPhones und Macs höher aus als intern erwartet. Gleichzeitig stößt der Konzern bei der Beschaffung der benötigten Halbleiter an Grenzen.

Der wichtigste Engpass betrifft Cook zufolge fortschrittliche Fertigungsprozesse für Apples System-on-Chips (SoCs). Diese Bausteine vereinen unter anderem Hauptprozessor, Grafikprozessor und weitere Funktionseinheiten auf einem Chip. Man habe bereits Produktionsmengen vorgezogen, könne die Versorgung kurzfristig aber nur noch begrenzt ausweiten, heißt es.

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Der Ausbau von KI-Rechenzentren verschärft den Wettbewerb um moderne Halbleiterkapazitäten. Für Apple kommt die Knappheit in einer Phase, in der der Konzern üblicherweise die Fertigung seiner neuen Geräte für das Herbstgeschäft hochfährt. Welche Produkte Apple im September vorstellen wird, hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.

Apple meldet stärkstes Juniquartal

Im Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal stieg Apples Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 16 % auf 109,4 Mrd. $. Der Nettogewinn erhöhte sich um 27 % auf knapp 29,8 Mrd. $. Apple bezeichnete den Zeitraum als sein bislang umsatzstärkstes Juniquartal.

Besonders stark entwickelte sich das iPhone-Geschäft. Der Umsatz legte um knapp 22 % auf 54,25 Mrd. $ zu. Mit Macs setzte Apple 10,35 Mrd. $ um, nach 8,05 Mrd. $ im Vorjahresquartal. Der iPad-Umsatz sank dagegen von 6,58 Mrd. $ auf 6,19 Mrd. $.

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Das Ergebnis profitierte zudem von Rückzahlungen bereits entrichteter US-Importzölle. Laut Apple erhöhten sie die Bruttomarge um rund zwei Prozentpunkte und den verwässerten Gewinn je Aktie um 11 Cent. Trotz der Zahlen geriet die Aktie nachbörslich unter Druck. Apple erwartet für das laufende Quartal ein Umsatzwachstum von 9 % bis 11 %. Marktbeobachter hatten mit rund 12 % gerechnet. Neben den Lieferengpässen belasten ungünstigere Wechselkurse den Ausblick.

Thomas Monteiro, Analyst bei Investing.com, verwies gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press auf Apples starke Mittelzuflüsse bei vergleichsweise geringen Investitionen in KI-Infrastruktur. Zugleich warnte er, dass weiter steigende Speicherkosten Apple in den kommenden Quartalen belasten könnten.

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DRAM-Preise erhöhen den Kostendruck

Neben den knappen Kapazitäten für SoCs machen Apple höhere Preise für Speicherchips zu schaffen. Cook betonte in diesem Zusammenhang, dass der DRAM-Markt von drei großen Herstellern geprägt sei. Der Konzern hat deshalb bereits die Preise mehrerer Mac- und iPad-Modelle erhöht. Die iPhones blieben bislang ausgenommen.

Das aktuell abgeschlossene Quartal war das letzte vollständig unter Cooks Führung. Am 1. September 2026 übernimmt der bisherige Hardware-Chef John Ternus den Vorstandsvorsitz. Cook wechselt auf den Posten des geschäftsführenden Verwaltungsratschef.



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