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So bedrohen Quantencomputer Bitcoin – 35% aller Coins bereits gefährdet!

12. März 2026

Bitcoin geht nach unten - rote Linie
Quantencomputer vs. Bitcoin: 35% der Coins schon jetzt gefährdet. Foto: PantherMedia / Dusan Zidar
Bitcoin und Quantencomputer: eine unterschätzte Gefahr? Die einen winken ab, die anderen werden panisch – doch wie ernst ist die Lage wirklich? Können die Supercomputer Bitcoin bald knacken? Falls ja, wie schützt man sich als Anleger? Eine neue, umfassende Analyse von ARK Invest gibt Aufschluss.
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Schockierende Zahl: 35% aller Coins sind gefährdet

US-Investmentriese ARK Invest hat in Kooperation mit den Krypto-Analysten von Unchained eine umfassende Analyse veröffentlicht, die eine der aktuell drängendsten Fragen der Krypto-Welt beantwortet: Wie gefährlich sind Quantencomputer wirklich für Bitcoin – und wann wird es ernst?

Zunächst die nüchterne Bestandsaufnahme: Rund 35% des gesamten Bitcoin-Angebots sind theoretisch bereits durch Quantencomputer angreifbar, so ARK Invest in der Analyse. Konkret betroffen sind etwa 1,7 Millionen BTC aus der Anfangszeit von Bitcoin – diese Coins gelten als verloren, etwa, weil sich die Zugangsschlüssel (Private Keys) auf kaputten oder weggeworfenen Festplatten befinden.

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Weitere rund 5,2 Millionen BTC befinden sich hingegen auf unsicheren Adressen. Noch sind die Coins zwar geschützt vor einem Angriff durch Quantencomputer. ARK Invest skizziert allerdings 5 Stufen bis zum möglichen Crash.

Bitcoin und Quantencomputer: 5 Stufen bis zum Crash

ARK Invest ist überzeugt: Quantencomputer sind keine plötzliche Bedrohung – die Gefahr kommt schrittweise. Der Investmentriese nennt fünf Stufen:

  • Stufe 0 – Heute: Quantencomputer existieren, sind aber kommerziell nutzlos und stellen keine Bedrohung für Bitcoin dar. Anleger befinden sich der Analyse zufolge gegenwärtig genau hier.
  • Stufe 1 – Kommerzielle Nutzbarkeit: Quantencomputer werden in Bereichen wie Chemie oder Materialforschung nützlich – für Kryptographie und Bitcoin sind sie aber noch irrelevant.
  • Stufe 2 – Erste Verschlüsselung wird geknackt: Ab dieser Phase sind Quantencomputer stark genug, um veraltete oder schwache Kryptosysteme zu knacken – Bitcoin als Platzhirsch bleibt aber noch sicher.
  • Stufe 3 – Bitcoin wird verwundbar: Jetzt könnten Quantencomputer die elliptische Kurven-Kryptographie von Bitcoin brechen – allerdings nur langsam, einen Schlüssel nach dem anderen. Quantenanfällige Coins – auf alten, wiederverwendeten Adressen – geraten erstmals in Gefahr.
  • Stufe 4 – Kritische Schwelle: Plötzlich können Quantencomputer die Zugangsschlüssel schneller brechen als Bitcoins 10-Minuten-Blockzeit. Spätestens jetzt muss zwingend ein Upgrade stattfinden – die Superrechner stellen eine existenzielle Bedrohung für das Netzwerk dar.

Quantencomputer und Bitcoin: Wann wird die Gefahr konkret?

Ab Stufe 3 und 4 geht’s Bitcoin also potenziell an den Kragen. Was bedeutet das für die nächsten Jahre? Der institutionelle Konsens – unter anderem von Google, IBM und der US-Behörde NIST – sieht erst 2035 als frühestmöglichen Zeitpunkt für eine ernsthafte Bedrohung. Ein plötzliches „Q-Day“-Ereignis gilt als unwahrscheinlich. Die Entwicklung wird graduell verlaufen – mit zahlreichen Warnsignalen im Voraus.

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Hinzu kommt: Bereits heute sind entsprechende Abwehrmechanismen in Entwicklung, die Bitcoin von Grund auf quantensicher machen sollen. Und: Anleger sind Quantencomputern nicht schutzlos ausgeliefert – einfache Mittel helfen, die Bitcoins im Wallet schon heute abzusichern.

Quantencomputer: Was Anleger jetzt tun sollten

Zwei einfache Maßnahmen schützen effektiv. Die wichtigste: niemals dieselbe Empfangsadresse zweimal verwenden. Sobald aus einer Adresse eine Transaktion gesendet wurde, ist der öffentliche Schlüssel exponiert und kann theoretisch angegriffen werden.

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Moderne Wallets, auch Hardware-Wallets wie jene von Ledger oder Trezor, kümmern sich von selbst darum und generieren automatisch neue Adressen für jede Transaktion. Coins sollten deshalb ausschließlich in entsprechenden Wallets mit quantensicheren Adresstypen verwahrt werden (dazu zählen P2PKH, P2WPKH, P2SH oder P2WSH). Wer einen solchen Wallet nutzt und seine Coins dort einfach liegen lässt, ist gut geschützt.

Für Anleger, die in der Vergangenheit Adressen mehrfach genutzt haben, gilt: Sie können ihre Coins ganz einfach quantensicher machen, indem sie die BTC an eine neue, unbenutzte Adresse transferieren. Kurzum: Bitcoin und Quantencomputer – alles halb so wild? Auch Krypto-Legende Adam Back gibt wiederholt Entwarnung.

Der Krypto-Pionier, dessen Arbeit BTC-Erfinder Satoshi Nakamoto direkt im Bitcoin-Whitepaper zitiert, sieht die Gefahr ebenfalls in weiter Ferne – noch weiter entfernt als ARK Invest. Quantencomputer, so Back, würden frühestens in 20 bis 40 Jahren zur echten Bedrohung – wenn überhaupt. Und selbst dann sei Bitcoin längst vorbereitet: Entsprechende Schutzmaßnahmen würden schrittweise integriert – lange bevor Quantencomputer überhaupt gefährlich werden.



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