Sensor zum Anschrauben 03.06.2016, 07:29 Uhr

Das Smartphone wird zum Parkassistenten

Das Nachrüsten eines elektronischen Parkassistenten muss kein Vermögen kosten: Mit ein paar Handgriffen wird der Kennzeichenhalter zum Sensor und das Smartphone zum Display. Das Start-up „FenSens“ macht’s möglich.

Einen Parkassistenten zum Nachrüsten bietet das Start-up FenSens an. Der Sensor befindet sich im Kennzeichenhalter. Dazu gibt es eine App und über Bluetooth wird das Smartphone-Display zur Einparkhilfe. 

Einen Parkassistenten zum Nachrüsten bietet das Start-up FenSens an. Der Sensor befindet sich im Kennzeichenhalter. Dazu gibt es eine App und über Bluetooth wird das Smartphone-Display zur Einparkhilfe. 

Foto: FenSens

Ja, es gibt sie noch: Autos ohne Parksensor. Und Menschen, die die Musik nicht leiser stellen müssen beim Rangieren, weil sowieso nichts piept. Allerdings verdichtet sich nicht nur der fahrende, sondern auch der stehende Verkehr zunehmend, sprich: Parklücken werden vor allem in Städten seltener und enger. Für alle, die den elektronischen Einweiser nun doch vermissen, gibt es jetzt eine Lösung: den nachrüstbaren Parksensor „FenSens“. Der ist einfach, relativ günstig und scheint praktikabel. Der Haken: Derzeit ist er nur für die USA vorgesehen.

Sensor sitzt im Kennzeichenhalter

Das liegt nicht daran, dass amerikanische Parklücken anders wären als europäische, sondern schlicht und einfach an dem Umstand, dass der Parksensor zum Nachrüsten im Kennzeichenhalter angebracht ist – und den bietet der ebenfalls „FenSens“ heißende Hersteller, ein Start-up mit Sitz in Seattle, bisher nur mit US-Maßen. Eine europäische Variante sei aber geplant, heißt es.

Wie bei fest installierten Systemen erscheint auf dem Smartphone eine Grafik mit den Abständen auf dem Display, außerdem macht das FenSens-System auch akustisch auf kleiner werdende Distanzen aufmerksam. 

Wie bei fest installierten Systemen erscheint auf dem Smartphone eine Grafik mit den Abständen auf dem Display, außerdem macht das FenSens-System auch akustisch auf kleiner werdende Distanzen aufmerksam.

Quelle: FenSens

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH-Firmenlogo
Ingenieure (m/w/d) Bauingenieurwesen / Bauliche Projektentwicklung / Straßenbau / Infrastruktur / Stadt- und Regionalplanung / Verkehrswesen High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH
Magdeburg Zum Job 
BERICAP GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Automation & Process Innovation Engineer (m/w/d) BERICAP GmbH & Co. KG
Budenheim Zum Job 
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den konstruktiven Ingenieurbau Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Rendsburg, Lübeck, Kiel, Itzehoe, Flensburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau, Lärmschutzbauwerke Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
TUTOGEN Medical GmbH-Firmenlogo
Leitung Qualitätsmanagement international / Sachkundige Person (m/w/d) TUTOGEN Medical GmbH
Neunkirchen am Brand Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur für Streckenplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Fachingenieur für Streckenplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
DFS Deutsche Flugsicherung-Firmenlogo
Produktmanager (w/m/d) für Systementwicklung iCAS DFS Deutsche Flugsicherung
Langen bei Frankfurt Zum Job 
WBS TRAINING AG-Firmenlogo
Schweißlehrer:in für WIG, MIG/MAG und E-Hand (m/w/d) WBS TRAINING AG
Dresden Zum Job 
M.E. SCHUPP Industriekeramik GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur/in - Technische Projektierung / Presales Engineering (m/w/d) mit Schwerpunkt keramische Hochtemperatur-Isolationstechnik M.E. SCHUPP Industriekeramik GmbH
TenneT TSO-Firmenlogo
Parametrierer Stationsleittechnik (m/w/d) TenneT TSO
Audorf, Stockelsdorf Zum Job 
Mainova AG-Firmenlogo
Ingenieur als Technische Führungskraft für Gas- und Wasser-Netzbetriebe gem. DVGW Regelwerk (m/w/d) Mainova AG
Frankfurt am Main Zum Job 
Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO)-Firmenlogo
Bauingenieur oder Projektmanager (m/w/d) Bau & Technik Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO)
Dinslaken, Troisdorf, Hilden, Olpe, Bonn, Langenfeld Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Arbeitsvorbereiter Fertigungssteuerung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Serielle Sanierung & GU-Projekte Allbau Managementgesellschaft mbH
Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF-Firmenlogo
Projektleitung - Neubau Reinraum (all genders) Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
Freiburg im Breisgau Zum Job 
TenneT TSO-Firmenlogo
OT Security Engineer (m/w/d) TenneT TSO
Audorf, Stockelsdorf Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur / Maschinenbautechniker (m/w/d) Schwerpunkt Maschinen- & Anlagenbau Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
HEUFT-Firmenlogo
Technischer Redakteur (m/w/d) HEUFT
Burgbrohl Zum Job 
Kath. St. Paulus Gesellschaft-Firmenlogo
Technischer Leiter (m/w/d) Kath. St. Paulus Gesellschaft
Dortmund Zum Job 

Der Abstands-Kennzeichenhalter ist mit Ultraschallsensoren ausgestattet, die Hindernisse im Umkreis von rund 30 Zentimetern bis zu drei Metern, erkennen. Diese Abstände werden per Bluetooth auf das Smartphone des Fahrers geschickt, auf dem sich die entsprechende App automatisch öffnet oder – im Fall von iOS – eine entsprechende Push-Nachricht erscheint, mit der der Nutzer sie direkt starten kann. Wie bei fest installierten Systemen erscheint eine Grafik mit den Abständen auf dem Display, außerdem macht das System auch akustisch auf kleiner werdende Distanzen aufmerksam.

Fünf Minuten für die Installation

Zur Installation braucht mal laut FenSens kein Automechaniker zu sein – Kabel gibt es nicht, und in die Bordelektronik des Fahrzeugs wird auch nicht eingegriffen. Der Nachrüst-Parksensor wird einfach angeschraubt, die Android- oder iOS-App heruntergeladen und das Bluetooth-Signal der beiden Geräte miteinander verbunden: In gerade mal fünf Minuten sei das erledigt, heißt es.

Die Installation der FenSens-Einparkhilfe soll ein Kinderspiel und innerhalb von fünf Minuten erledigt sein. 

Die Installation der FenSens-Einparkhilfe soll ein Kinderspiel und innerhalb von fünf Minuten erledigt sein.

Quelle: FenSens

Damit es Langfinger nicht ähnlich leicht haben, ist der Kennzeichenhalter mit Sicherheitsschrauben versehen, die sich nur mit einem Spezialschraubenzieher lösen lassen – den gibt es natürlich dazu. Dieses System kennen Autofahrer von hochwertigen Felgen, die auf dieselbe Weise vor Diebstahl gesichert werden.

Der Akku hält rund fünf Monate

Natürlich gibt es so einige „Wenns“ bei der Sache. Der Sensor funktioniert nur bei Autos, die nicht mehr als etwa neun Meter messen: Sind der Fahrer und damit das Smartphone zu weit weg, verliert Bluetooth die Verbindung. Der Sensor kann nur in alle Richtungen messen, wenn das Kennzeichen nicht zu tief in die Karosserie eingelassen ist, und er erfasst nur alle Hindernisse, wenn er maximal 1,2 m über dem Boden angebracht ist.

Upps, hier wurde nach Gehör eingeparkt. Künftig können ältere Fahrzeuge mit dem elektronischen Parkassistenten von FenSens nachgerüstet werden. Dabei wird das Smartphone als Display genutzt.

Upps, hier wurde nach Gehör eingeparkt. Künftig können ältere Fahrzeuge mit dem elektronischen Parkassistenten von FenSens nachgerüstet werden. Dabei wird das Smartphone als Display genutzt.

Quelle: FenSens

Darüber hinaus braucht der Kennzeichenhalter mit dem gewissen Extra natürlich Energie: die bekommt er von einem integrierten Akku. Wenn das nach etwa fünf Monaten leer ist, verstummt der Hosentaschen-Piepser, bis der Besitzer die Batterie wieder aufgeladen hat. Zwei Stunden dauert das – in der Zwischenzeit sollte man besser nicht nach Gehör einparken.

Schnellentschlossene zahlen weniger

Nicht zuletzt wegen der einfachen Installation und dem Verzicht auf ein Extra-Display ist das FenSens-System relativ günstig zu haben: Für Schnellentschlossene, die es noch vor Erscheinen vorbestellen, kostet es 99 Dollar, also rund 88 Euro. Später soll FenSens 149 Dollar (133 Euro) kosten.

In Deutschland arbeitet Bosch an einem Ausweichassistenten, der Fußgängern das Leben retten soll. Der Computer berechnet bei Kollisionsgefahr blitzschnell eine Ausweichroute und unterstützt das Manöver des Fahrers.

 

Ein Beitrag von:

  • Judith Bexten

    Judith Bexten ist freie Journalistin. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Technik, Logistik und Diversity.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.