Innovation für nachhaltige Zukunft 15.10.2025, 13:30 Uhr

Deutscher Doppelkatalysator macht aus CO₂ Parfüm und Kunststoff

Ein neuartiger Iridium-Palladium-Katalysator verwandelt CO₂ in nützliche Chemikalien – ganz ohne fossile Energie.

Das neue Katalysatorsystem nutzt CO₂ und grünen Wasserstoff, um fossile Rohstoffe in der Chemie zu ersetzen.

Das neue Katalysatorsystem nutzt CO₂ und grünen Wasserstoff, um fossile Rohstoffe in der Chemie zu ersetzen.

Foto: Evonik Industries AG

Kohlendioxid – das Klimagas, das unsere Atmosphäre aufheizt – könnte bald zum Hoffnungsträger der Chemie werden. Forschende vom Leibniz-Institut für Katalyse, der Ruhr-Universität Bochum und Evonik Oxeno haben ein Verfahren entwickelt, das CO₂ in wertvolle Rohstoffe verwandelt. Statt fossile Energien zu verbrennen, nutzt ihre Methode das Abfallprodukt der Industrie, um Duft- und Kunststoffe klimafreundlich herzustellen – ein Durchbruch, der die Chemieproduktion grundlegend verändern könnte.

Chemieindustrie bisher – CO₂ als Abfall

Normalerweise werden in der Chemieindustrie sogenannte Olefine, also einfache Kohlenwasserstoffe, die beispielsweise aus Erdöl gewonnen werden, weiterverarbeitet. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Carbonylierung: Während dieses Vorgangs wird das Gas Kohlenmonoxid genutzt, um die Olefine in Säuren oder Ester, die entstehen, wenn Säuren mit Alkohol reagieren, umzuwandeln. Diese Stoffe sind Grundbausteine für viele Alltagsprodukte wie:

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Energie- und Gebäudetechnik / Maschinenbau (m/w/d) Master - Traineeprogramm Maschinenwesen, Staatsbauverwaltung des Freistaats Bayern Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Bayernweit Zum Job 
RATISBONA-Firmenlogo
Tiefbauplaner / Bauingenieur für Tiefbau & Außenanlagen (m/w/d) RATISBONA
Regensburg Zum Job 
DYWIDAG-Systems International GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Bautechniker für technische Produktlösungen (alle Geschlechtsidentitäten) DYWIDAG-Systems International GmbH
Porta Westfalica Zum Job 
DFS Deutsche Flugsicherung-Firmenlogo
Projektmanager* Technische Infrastruktur DFS Deutsche Flugsicherung
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständige/-r (m/w/d) Elektrotechnik TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Clees Wohnimmobilien GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Clees Wohnimmobilien GmbH & Co. KG
Düsseldorf Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Head of Sales and Project Management (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
ERGO Group AG-Firmenlogo
Technischer Objektmanager (m/w/d) ERGO Group AG
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Support-Techniker/-Ingenieur (m/w/d) LED-Lithographieanlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Maschinenbauingenieur (m/w/d) im Bereich Digitale LED-Anlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Stadt Hemer-Firmenlogo
Architekt/in bzw. Ingenieur/in (w/m/d) für unseren Hochbau in Vollzeit oder Teilzeit Stadt Hemer
Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Verkehr und Mobilitätswende-Firmenlogo
Projektingenieur:in Brückenbau Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Hamburg Zum Job 
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Fachgruppenleiter / Fachgruppenleiterin (w/m/d) Klimatechnik im Gebäudemanagement Baden-Baden SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
Baden-Baden Zum Job 
Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Einkäufer (m/w/d/) Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Excelitas Deutschland GmbH-Firmenlogo
Qualitätsingenieur (w/m/d) Produktentwicklung Excelitas Deutschland GmbH
Feldkirchen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung Umweltplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur mit Projektverantwortung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Bauprojekte Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Experte / Expertin Bauwesen (w/m/d) in der Abteilung Gebäudemanagement / Verwaltung Mainz SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB)-Firmenlogo
Projektleitung (m/w/d) für Hochbaumaßnahmen (Architekt/in o. Ingenieur/in) Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB)
Frankfurt (Oder) Zum Job 
  • Kunststoffe (z. B. Acrylglas)
  • Duftstoffe (z. B. für Parfüms)
  • Spezialchemikalien für Kosmetik, Farben, Lacke

Das Problem dabei ist, dass Kohlenmonoxid giftig ist und meistens aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird.

Neues Katalysatorsystem offenbart Nutzen von CO₂

Das Forscherteam hat nun ein bimetallisches Katalysatorsystem entwickelt. Es ersetzt das giftige Kohlenmonoxid durch CO₂. Außerdem nutzt es grünen Wasserstoff, also Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie hergestellt wurde. Als Metalle im Katalysator dienen Iridium und Palladium, gemeinsam mit einem Phosphinliganden – ein bewährtes Hilfsmittel, das die Reaktion steuert.

Das Ergebnis: Man kann direkt aus CO₂ und Wasserstoff neue Chemikalien herstellen, beispielsweise Komponenten für Kunst- oder Duftstoffe – und das ohne Umweg über fossile Ressourcen.

Ein weiterer Schritt in Richtung grüne Chemie

Mithilfe des neuen Katalysators wird CO₂ vom Abfallprodukt zum Rohstoff. So gelangt weniger Klimagas in die Atmosphäre. Giftige Stoffe wie Kohlenmonoxid werden überflüssig und Produkte wie Kunststoffe oder Parfümbestandteile können klimafreundlicher produziert werden.

„Die Entwicklung dieses Katalysatorsystems ist ein Beispiel dafür, wie wir durch gezielte Forschung zur Defossilierung der chemischen Industrie beitragen können. CO₂ wird hier nicht als Abfall, sondern als wertvoller Rohstoff betrachtet“, sagt Dr. Ralf Jackstell, Themengruppenleiter am LIKAT.

Ein Beitrag von:

  • Anastasia Pukhovich

    Anastasia Pukhovich ist Volontärin beim VDI Verlag. Ihre Tätigkeit beim Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien weckte ihr Interesse an allen Themen rund um Wissenschaft und Technik. Besonders gerne verfolgt sie journalistisch die Themen Medizintechnik und Karriere.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.