Löwe mit KI-Steuerung 07.04.2025, 10:30 Uhr

Kawasaki zeigt reitbaren Offroad-Roboter mit Brennstoffzellen-Antrieb

Kawasaki präsentiert mit Corleo einen futuristischen, reitbaren Roboter-Löwen mit Wasserstoffantrieb und KI-gesteuertem Bewegungsablauf.

reitbarer Roboter von Kawasaki

So sieht der reitbare Robotor mit Wasserstoffantrieb aus.

Foto: Kawasaki Heavy Industries

Kawasaki hat im Vorfeld der Expo 2025 mit Corleo einen reitbaren Roboter in Löwenform mit Wasserstoff-Brennstoffzelle vorgestellt. Der vierbeinige Offroad-Roboter reagiert auf Körperbewegungen, nutzt KI zur Navigation und soll Geländemotorräder ersetzen. Ob das Konzept Realität wird, muss die Zukunft zeigen.

Alternative fürs Gelände

Auf den ersten Blick wirkt Corleo wie ein Roboterhund. Tatsächlich ist er jedoch an einen Löwen angelehnt – zumindest, wenn es nach Kawasaki Heavy Industries geht. Das japanische Unternehmen präsentierte kürzlich den Prototyp eines vierbeinigen Roboters, der sich von Menschen reiten lässt. Die Vorstellung fand im Rahmen einer Veranstaltung zur Weltausstellung Expo 2025 in Osaka statt.

Corleo steht für „COncept Robot LEOnine Offroad-vehicle“. Der Name bezieht sich auf das Sternbild Löwe – nicht auf die äußere Erscheinung, die an Science-Fiction-Filme wie Star Wars oder Spiele wie Horizon Zero Dawn erinnert.

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Der etwa 1,60 Meter hohe und 1,70 Meter lange Roboter ist in der Größe mit einem Quad vergleichbar. Anders als motorisierte Vierräder ist Corleo jedoch für deutlich schwierigeres Gelände gedacht. Das zeigt ein Präsentationsvideo, in dem er Felsstufen erklimmt, auf unebenem Terrain balanciert und sogar aus dem Stand mehrere Meter weit springt – mit Reiterin oder Reiter an Bord.

Gesteuert durch Gewichtsverlagerung

Eine Lenkstange oder ein Gaspedal sucht man bei Corleo vergeblich. Stattdessen reagiert das System auf die Körperbewegungen des Menschen, der auf seinem Rücken sitzt. Eine Gewichtsverlagerung nach links oder rechts reicht aus, um die Laufrichtung zu ändern. So wie beim Reiten eines Pferdes oder beim Snowboarden. Ein Head-up-Display (HUD) informiert die Fahrenden über den aktuellen Wasserstoffstand, die Bewegungsstabilität oder Navigationsdaten.

„Corleo bewegt sich wie ein Panther oder Reh“, heißt es von Kawasaki. Das Ziel sei es, eine fahrbare Plattform zu entwickeln, die auf rauem Gelände eingesetzt werden kann, wo klassische Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen. Die Steuerung sei auch für Anfänger*innen geeignet, betont das Unternehmen.

Antrieb per Wasserstoff-Brennstoffzelle

Herzstück des Antriebs ist eine Wasserstoff-Brennstoffzelle in Kombination mit einem 150-ccm-Motor. Das entspricht einem kleinen Motorrad. Die Energie wird emissionsfrei erzeugt – nur Wasserdampf bleibt übrig. Kawasaki orientiert sich damit an einem generellen Trend japanischer Hersteller: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu CO₂-neutralen Technologien.

Zwar nannte das Unternehmen noch keine genauen Leistungsdaten, doch Berichte sprechen von einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Ob Corleo diese Werte tatsächlich erreicht, bleibt offen. Auch, ob das gezeigte Video reale Aufnahmen oder eine Animation enthält, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Der in Osaka ausgestellte Roboter soll laut Medienberichten ein Modell gewesen sein.

Federung für den Komfort

Schnelle Bewegungen auf unebenem Untergrund könnten zu einem echten Belastungstest für die Fahrenden werden. Deshalb hat Kawasaki laut eigenen Angaben eine spezielle Federung für den Sitz entwickelt. Ähnlich wie bei Motorrädern sorgt eine Art Schwinge dafür, dass Stöße abgemildert werden.

Im Unterschied zu klassischen Fahrzeugen bewegt sich Corleo auf vier autonomen Beinen. Diese arbeiten unabhängig voneinander und gleichen das Terrain selbstständig aus – unterstützt durch ein KI-System, das Balance und Navigation übernimmt. Die künstliche Intelligenz analysiert kontinuierlich die Bewegungen und entscheidet in Echtzeit über die nächsten Schritte.

Robotik als neues Geschäftsfeld

Corleo ist Teil einer größeren Robotik-Strategie von Kawasaki. Bereits seit 1989 beschäftigt sich das Unternehmen mit Industrierobotern. Heute entwickelt es sowohl Maschinen für die Fertigung als auch Systeme für den Bildungsbereich. Neben Corleo arbeitet Kawasaki beispielsweise an der CL-Serie – robuste Roboterarme für extreme Bedingungen in der Industrie. Auch der Roboter Astorino, der für den Schulunterricht konzipiert wurde, zählt zum wachsenden Portfolio.

Ein weiteres Beispiel für Kawasakis Interesse an alternativen Antrieben ist das Motorrad Ninja H2 HySE, das ebenfalls mit Wasserstoff fährt. Es wurde auf der Rennstrecke in Suzuka vorgestellt – ein weiterer Schritt Richtung CO₂-Neutralität im Fahrzeugbau.

Kawasaki sieht Corleo als langfristiges Projekt. In den nächsten 25 Jahren soll der Roboter marktreif werden. Ob er dann tatsächlich Quads oder Motorräder in schwierigem Gelände ersetzen kann, bleibt abzuwarten. Auf der Expo 2025 wollen die Japaner weitere Details bekannt geben.

Hier geht es zur Konzeptstudie

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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