Von München bis Sylt 09.02.2015, 15:42 Uhr

Jetzt trampt Roboter hitchBOT per Anhalter durch Deutschland

6000 Kilometer durch Kanada ist hitchBOT schon getrampt, jetzt nimmt der Roboter Deutschland in Angriff. Am Freitag, dem 13. Februar, hält der knuffige Kerl in München zum ersten Mal seinen Daumen raus. Sein Ziel: die Insel Sylt im hohen Norden.

hitchBOT lernt schon fleißig Deutsch für seine zehntätige Reise quer durch Deutschland. Am Freitag startet er in München. 

hitchBOT lernt schon fleißig Deutsch für seine zehntätige Reise quer durch Deutschland. Am Freitag startet er in München. 

Foto: Galileo/ProSieben

Laufen oder sich aus eigener Kraft fortbewegen kann der kleine hitchBOT zwar nicht, aber das ist kein Hindernis für den Roboter, um große Reisen zu unternehmen. Schließlich hat er die bevorzugte Art der Fortbewegung bereits in seinem Namen eingebaut, denn hitch ist das englische Wort für trampen.

Erst letzten Sommer war hitchBOT in seinem Geburtsland Kanada über 6000 Kilometer per Anhalter unterwegs. Nun will er am 13. Februar zu einer zehntägigen Deutschlandtour aufbrechen. Die mediale Begleitung übernimmt die Wissenssendung Galileo von Pro Sieben.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
INOTEC GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Nahrungsmittelindustrie INOTEC GmbH
Reutlingen Zum Job 
Bühler Motor GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Vorentwicklung - Mechatronische Systeme Bühler Motor GmbH
Nürnberg Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Verfahrenstechnik, Pharmatechnik Dohm Pharmaceutical Engineering
Mannheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Prüfingenieure (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Ulm, Ludwigshafen am Rhein Zum Job 
MAXIMATOR GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur / Sales Engineer (m/w/d) Schwerpunkt Wasserstofftechnik MAXIMATOR GmbH
Sinsheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik, Pharmatechnik, Prozesstechnik, TGA, Bauwesen (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Leverkusen Zum Job 
ASK GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) im Bereich Automatisierung und Steuerungstechnik ASK GmbH
Wolfenbüttel bei Braunschweig Zum Job 
RheinEnergie-Firmenlogo
Gruppenleiter Maschinen- und Verfahrenstechnik (m/w/d) RheinEnergie
Köln (Niehl) Zum Job 
WACKER-Firmenlogo
Procurement Manager (m/w/d) CSA / Bauleistungen WACKER
Burghausen Zum Job 
EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Straßen- und Tiefbau EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
Eurovia Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Asphaltstraßenbau Eurovia Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Junior Technical Business Manager (m/w/d) agap2 - HIQ Consulting GmbH
Frankfurt am Main, München, Mannheim Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur:in Automatisierungs- & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Mannheim, Frankfurt oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Bausachverständiger Immobilien (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Testingenieur:in Mechatronik & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Großraum Frankfurt am Main, Mannheim oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Experte Digitale Markenführung (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
SAP & Salesforce Service Manager (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Umweltschutz & Emission (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Karlsruhe Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Fachkraft Arbeitssicherheit & Gesundheit (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Oberfranken, Oberpfalz Zum Job 

Der kleine hitchBOT ist auf menschliche Hilfe angewiesen

Ein Körper wie ein Fässchen, die Gliedmaßen bestehen aus blauen Pool-Nudeln und die Beinchen stecken in gemusterten Gummistiefeln – das Design des kleinen hitchBOT wirkt noch etwas unausgereift. Das aber macht ihn, zusammen mit dem netten Lächeln und den großen leuchtenden Augen, nur umso sympathischer.

Dass er gut ankommt bei den Menschen und weniger als Maschine, sondern eher als freundlicher humanoider Geselle wahrgenommen wird, ist für hitchBOT gewissermaßen überlebenswichtig. Wer per Anhalter unterwegs ist und keinen Meter alleine gehen kann, ist auf menschliche Hilfe angewiesen. Autofahrer müssen den acht Kilogramm schweren Roboter ins Fahrzeug heben. Und eine Übernachtungsmöglichkeit im Trockenen und etwas Strom aus der Steckdose wären auch nicht schlecht.

Inwieweit kann der Mensch einer Maschine vertrauen?

Dafür wird hitchBOT freundliche Worte finden, denn man kann sich durchaus mit ihm unterhalten. Sogar auf Deutsch, denn das haben ihm seine „Eltern“ mittlerweile beigebracht. Er kann Fragen beantworten und über seine Hobbies Fußball, Hockey, Backen und Reiten plaudern. Schwimmen findet er an sich auch gut, aber das Wasser ist dann doch nicht sein Element.

Der Roboter hitchBOT mit gepacktem Koffer: Ob der kleine Kerl darin Strom zum Naschen eingepackt hat?

Der Roboter hitchBOT mit gepacktem Koffer: Ob der kleine Kerl darin Strom zum Naschen eingepackt hat?

Quelle: Galileo/ProSieben

Die Idee für den trampenden Roboter stammt von David Smith und Frauke Zeller. Sie arbeiten als Kommunikationswissenschaftler an kanadischen Universitäten und wollen der Frage nachgehen, wie das Verhältnis zwischen Mensch und menschenähnlicher Maschine aussehen kann. Kann der Mensch einem Roboter vertrauen und dabei sogar vergessen, dass er eine Maschine vor sich hat, wollen Zeller und Smith wissen.

Dass hitchBOT nun auf Deutschlandtour gehen wird, ist seiner „Mutter“ Frauke Zeller zu verdanken. Die Wissenschaftlerin, die jetzt an der Ryerson-Universität in Toronto tätig ist, hat 2005 in Kassel in anglistischer Sprachwissenschaft und Computerphilologie promoviert. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die linguistischen Aspekte der Interaktion von Menschen und Robotern. Oder, wie hitchBOT es ausdrückt: „Ihr verdanke ich meinen ausgesprochenen Sinn für Humor.“

Rosenmontag will hitchBOT in Köln beim Dreigestirn mitfahren

Vorgenommen habe er sich viel, schreibt hitchBOT, der natürlich ein eigenes Blog im Internet unterhält und auf den Kanälen der Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram ebenfalls von seiner Reise berichten wird. Aber auch die Wissenssendung Galileo, die hitchBOT zu der Deutschlandreise eingeladen hat, bleibt mit der Kamera hitchBOT auf den Fersen. Vom 13. bis 22. Februar wird Galileo täglich ab 19:05 Uhr über die Etappen und Erfahrungen des Roboters berichten und hofft darauf, hitchBOT am letzten Tag im Münchener TV-Studio bei ProSieben interviewen zu können.

Der Trip beginnt am Freitag, den 13. Februar, in München. Erste Etappe ist Schloss Neuschwanstein, wo hitchBOT in den Thronsaal König Ludwigs vordringen muss. Die nächste Prüfung führt den kleinen Roboter auf den Gipfel der Zuspitze. Nächstes Ziel ist der Rosenmontagszug in Köln. hitchBOT muss versuchen, im Zug auf dem Wagen des Kölner Dreigestirns mitzufahren.

Lesen Sie auch:
hitchBOT will unbedingt den Karneval in Köln erleben und hat auch schon ein Kostüm anprobiert. Am liebsten will er auf dem Wagen des Kölner Dreigestirns im Rosenmontagszug mitfahren.

hitchBOT will unbedingt den Karneval in Köln erleben und hat auch schon ein Kostüm anprobiert. Am liebsten will er auf dem Wagen des Kölner Dreigestirns im Rosenmontagszug mitfahren.

Quelle: Galileo/ProSieben

Dann geht es weiter zum Fußball ins Ruhrgebiet. Dort muss hitchBOT ein Selfie schießen, mit einem der Fußball-Weltmeister. Demnach muss der Roboter entweder in Gelsenkirchen oder Dortmund Fußballer wie den Schalker Benedikt Höwedes oder die Borussen Mats Hummels oder Roman Weidenfeller für ein Bild, ein Autogramm und eine Fahrt zum Trainingsplatz herum bekommen.

Über Berlin geht es dann weiter in den Norden nach Sylt. Im Hafenbecken soll hitchBOT die beliebte Kegelrobbe Willi kennenlernen und ein Foto schießen. Von dort trampt der Kanadier über Görlitz an der polnischen Grenze wieder zurück nach München. Alles in allem soll die Reise Zickzack quer durch Deutschland zehn Tage dauern.

Wenn das alles so gut klappt wie letztes Jahr in Kanada, wird hitchBOT wohl zufrieden sein. Dort wurde der kleine Kerl sehr positiv aufgenommen und durfte auf dem Motorrad mitfahren und sogar eine Hochzeit miterleben.

 

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.