Neuer Glanz für das Bahnhofsviertel 27.11.2024, 14:07 Uhr

The Verse in München: Neue Pläne mit spektakulärer Dachlandschaft

Das Bahnhofsviertel von München soll nachhaltiger werden. Im Mittelpunkt steht das Großprojekt The Verse, das ab 2027 das Quartier beleben soll.

Zwischen neuem Hauptbahnhof und historischer Altstadt entsteht mit THE VERSE ein zukunftsweisendes Stadtquartier, das die Transformation des Bahnhofsviertels zum Central Business District prägt. Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

Zwischen neuem Hauptbahnhof und historischer Altstadt entsteht mit THE VERSE ein zukunftsweisendes Stadtquartier, das die Transformation des Bahnhofsviertels zum Central Business District prägt.

Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

Im Münchner Bahnhofsviertel nimmt das Großprojekt The Verse weiter Gestalt an. Auf rund 70.000 Quadratmetern Mietfläche entsteht ein Gebäudeensemble, das städtebauliche, ökologische und soziale Aspekte miteinander verbinden soll. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant, die Tiefbauarbeiten laufen bereits. Verantwortlich für das Projekt sind das Architekturbüro Herzog & de Meuron sowie die Projektentwickler Accumulata und Oaktree.

Am 26. November wurden der Stadtgestaltungskommission aktualisierte Planungen präsentiert. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Architektur, verbesserten Nutzungsmöglichkeiten und der Einbindung des Gebäudes in das bestehende Stadtbild. Die Pläne umfassen unter anderem eine Dachlandschaft mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und einen öffentlich zugänglichen Quartierspark.

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Das Bahnhofsviertel im Wandel

Das Gebiet südlich des Münchner Hauptbahnhofs ist geprägt von dicht bebauten Blockstrukturen mit engen Höfen und viel Verkehr. Einzelhandel und Gastronomie sorgen tagsüber für eine gewisse Lebendigkeit, doch fehlen attraktive Aufenthaltsräume und Wohnraum. Mit The Verse soll das Viertel umgestaltet werden, um den Anforderungen an eine moderne Stadtentwicklung besser gerecht zu werden.

„Die Neupositionierung von The Verse erlaubt es uns, das Konzept zu verfeinern und den Entwurf zukunftsfähiger zu machen,“ erklärt Robert Hösl von Herzog & de Meuron.

Ein Quartierspark für mehr Lebensqualität

Eine zentrale Neuerung ist ein rund 2700 Quadratmeter großer Park im Innenhof des Gebäudekomplexes. Dieser soll nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch Anwohnern und Passanten einen Erholungsraum bieten. Die Planung sieht offene Wegeführungen vor, die den Park direkt mit den angrenzenden Straßen verbinden.

„Mit dieser Grünfläche schaffen wir einen Mehrwert für die gesamte Umgebung,“ erläutert Markus Diegelmann, Managing Partner bei Accumulata.

Auf der  Dachterrasse verbinden sich urbanes Arbeiten und entspannte Atmosphäre – mit einzigartigem Blick über München. Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

Auf der  Dachterrasse verbinden sich urbanes Arbeiten und entspannte Atmosphäre – mit einzigartigem Blick über München.

Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

Dachlandschaft mit neuen Nutzungsmöglichkeiten

Ein weiteres Element der Planung ist die Dachlandschaft des Gebäudes. Neben Sportmöglichkeiten wie Laufbahnen und Padel-Courts entstehen dort zusammenhängende Terrassen, die flexibel genutzt werden können – sei es für Arbeitspausen, Meetings oder informelle Treffen.

Die Dächer sollen außerdem mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, um Strom vor Ort zu erzeugen. Damit leistet die Dachlandschaft nicht nur einen Beitrag zur Aufenthaltsqualität, sondern auch zur ökologischen Nachhaltigkeit. Ziel ist es, eine LEED-Platin-Zertifizierung zu erreichen, die höchste Auszeichnung für nachhaltiges Bauen.

„Die Nutzung der Dachflächen ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts,“ so Diegelmann. „Es geht um eine funktionale Verbindung von Energiegewinnung und Aufenthaltsqualität.“

Erdgeschoss als öffentlicher Raum

Das Erdgeschoss wird so gestaltet, dass es als Schnittstelle zwischen Gebäude und Viertel fungiert. Vorgesehen sind dort Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen. Die Arkaden entlang der Paul-Heyse-Straße werden offener gestaltet, um die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Erdgeschossnutzung zu verbessern.

„Wir schaffen Raum für Angebote, die das Viertel bereichern,“ sagt Stefan Schillinger, ebenfalls Managing Partner bei Accumulata.

The Verse schafft ein neues urbanes Zentrum im Münchner Bahnhofsviertel. Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

The Verse schafft ein neues urbanes Zentrum im Münchner Bahnhofsviertel.

Foto: Accumulata, Urheber: rendart Architekturvisualisierungen

Nachhaltigkeit als Leitmotiv

Die Planungen setzen stark auf Ressourcenschonung. Teile des bestehenden Rohbaus werden erhalten, was Abrissarbeiten und Materialverbrauch reduziert. Für die Neubauten wird CO₂-reduzierter Beton eingesetzt. Regenwasser wird für die Bewässerung der Grünflächen genutzt, und Photovoltaikanlagen sollen einen Teil der benötigten Energie liefern.

Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept ergänzt das Bauprojekt: Neben 270 PKW-Stellplätzen, die schrittweise mit Lademöglichkeiten ausgestattet werden, entstehen über 900 Fahrradstellplätze mit zugehörigen Duschmöglichkeiten.

Moderne Arbeitswelten und technische Ausstattung

The Verse will sich auch auf die Anforderungen moderner Arbeitswelten ausrichten. Eine flexible Flächengestaltung ermöglicht es, Büros unterschiedlicher Größe einzurichten. Ein zentral platziertes Conference Center bietet Räume für Veranstaltungen, Co-Working und Meetings.

Die digitale Infrastruktur des Gebäudes soll höchsten Standards entsprechen, was durch die angestrebten Zertifikate WiredScore und SmartScore auf Platin-Niveau unterstrichen wird.

Ein urbanes Quartier für die Innenstadt

Durch seine zentrale Lage am Hauptbahnhof wird The Verse Teil des neuen Central Business Districts. Das Quartier soll nicht nur Raum für Arbeitsplätze und Dienstleistungen schaffen, sondern auch die städtische Lebensqualität erhöhen.

Olaf Claessen von Montibus Asset Management, zuständig für die Vermietung der Flächen, betont: „Das Projekt bietet die Chance, die Innenstadt nachhaltig weiterzuentwickeln und die Attraktivität des Standorts zu stärken.“

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Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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