Raumfahrt 12.03.2025, 13:00 Uhr

Next Space Cowboy: Eric Schmidt

Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt tut es Elon Musk und Jeff Bezos gleich: Er wird Chef eines Raumfahrtunternehmens. Dessen Name: Relativity Space.

So soll es aussehen, wenn die „Terran R“-Rakete des jungen Space-Tech-Unternehmens Relativity Space abhebt. Foto: Relativity Space

So soll es aussehen, wenn die „Terran R“-Rakete des jungen Space-Tech-Unternehmens Relativity Space abhebt.

Foto: Relativity Space

Wer richtig viel Geld hat, möchte offenbar das Weltall erobern. Bekannte Beispiele sind Elon Musk, Jeff Bezos und Richard Branson. Neu im Klub der abhebenden Superreichen: Eric Schmidt. Der US-amerikanische Informatiker mit deutschen Vorfahren hat sich nach Berichten der New York Times die Mehrheit am neun Jahre alten Raumfahrtunternehmen Relativity Space gekauft. Über konkrete Summen wurde nichts bekannt. Aber es gibt deutliche Hinweise: Aktuell wird das Unternehmen mit 4 Mrd. $ bis 6 Mrd. $ bewertet. Zu den früheren Investoren gehören Mark Cuban, Blackrock und Fidelity.

Eric Schmidt war CEO von Google

Elon Musk im Gespräch mit Eric Schmidt (re.). Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Elon Musk im Gespräch mit Eric Schmidt (re.).

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Das nötige Kleingeld dürfte Schmidt auf dem Konto gehabt haben: Er war von 2001 bis 2011 CEO und von April 2011 bis zum August 2015 Executive Chairman von Google. Im Zuge der Restrukturierung des Suchmaschinengiganten wurde Schmidt anschließend geschäftsführender Vorsitzender des Mutterkonzerns Alphabet Inc., bis er diesen 2020 verließ. Zuvor arbeitete er von 1983 bis 1997 unter anderem als CTO bei Sun Microsystems, war von 1997 bis 2001 CEO bei Novell und von 2006 bis 2009 Mitglied des Board of Directors bei Apple.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Bauprojekte Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Experte / Expertin Bauwesen (w/m/d) in der Abteilung Gebäudemanagement / Verwaltung Mainz SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
ai6 SOLUTIONS GmbH-Firmenlogo
Entwickler Mechanik / Konstruktion (m/w/d) ai6 SOLUTIONS GmbH
Dessau-Roßlau Zum Job 
J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH-Firmenlogo
Elektroingenieur (m/w/d) Produktindustrialisierung J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Key Account Manager Sicherheit und Verteidigung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Schöpflin Stiftung-Firmenlogo
Head of Operations (m/w/d) Schöpflin Stiftung
Lörrach Zum Job 
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Technischer Angestellter (m/w/d) Nachhaltigkeitsmanagement im Bereich Hochbau KLEBL GmbH
Neumarkt Zum Job 
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Firmenlogo
Bauingenieur - Sachgebietsleitung Kreisstraßenmanagement (w/m/d) Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Humboldt-Universität zu Berlin Abteilung Haushalt und Personal Referat Personalwirtschaft III C 6-Firmenlogo
Ingenieur*in Nachrichtentechnik (m/w/d) Humboldt-Universität zu Berlin Abteilung Haushalt und Personal Referat Personalwirtschaft III C 6
Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig-Firmenlogo
Ingenieur/-in / Naturwissenschaftler/-in (m/w/d) für den Einsatz im Bereich Medizintechnik/-Produkte Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Aerologic GmbH-Firmenlogo
Engineer Aircraft Reliability & Maintenance Program (m/f/x) Aerologic GmbH
Schkeuditz Zum Job 
Seppeler Holding & Verwaltungs GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Verfahrenstechniker / Ingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) Seppeler Holding & Verwaltungs GmbH & Co. KG
Rietberg Zum Job 
Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH-Firmenlogo
Kalkulator Tiefbau (m/w/d) für den Bereich Wasser/Abwasser Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
Halle (Saale) Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in oder Physiker*in (d/m/w) GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Darmstadt Zum Job 
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*innen (d/m/w) GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Darmstadt Zum Job 
noris network AG-Firmenlogo
Senior Datacenter Engineer / Elektroingenieur (m/w/d) - Fokus Infrastruktur & Systemstabilität noris network AG
Nürnberg Zum Job 
Landkreis Grafschaft Bentheim-Firmenlogo
Klimaschutzkoordinator*in (m/w/d) Landkreis Grafschaft Bentheim
Nordhorn Zum Job 
Netzgesellschaft Potsdam GmbH-Firmenlogo
Projektleiter / Bauleiter (m/w/d) Netzbau und Anlagenbau Strom Netzgesellschaft Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG-Firmenlogo
Ingenieur Messstellenbetrieb Erdgas, Wasser und Wärme (w/m/d) Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
Frankfurt am Main Zum Job 

Relativity Space bereitet sich gerade auf den Start seiner „Terran-R-Rakete“ vor. Sie soll 2026 erstmals abheben und mit der „Falcon 9“ und der „Falcon Heavy“ von SpaceX, der Firma von Elon Musk, konkurrieren. Schon jetzt sind Startverträge im Wert von fast 3 Mrd. $ unter Dach und Fach.

Relativity Space nutzt die additive Fertigung

Relativity Space ist dafür bekannt, seine Raketen mit innovativen Techniken herzustellen, darunter KI, autonome Roboter und 3D-Drucker. Auf der Website des Unternehmens heißt es dazu: „Bei Elementen von Terran R, bei denen eine schnelle Iteration entscheidend ist, legen wir Wert auf flexible Fertigungsmethoden.“ Zu diesen Elementen zählen die „Aeon-R-Motoren“. Zu ihrer Herstellung werden zwei Verfahren der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM) verknüpft: das laserbasierte Pulverbettschweißen (LPBF) und das drahtbasierte Lichtbogenauftragschweißen (WAAM). Zum Hintergrund erklären die Amerikaner: „Neben schnelleren iterativen Zyklen ermöglicht die additive Fertigung auch die Herstellung leichterer, stärkerer und effizienterer Komponenten.“

Das LPBF-Verfahren ermöglicht die Herstellung komplizierter interner Geometrien wie Kühlkanäle und Flüssigkeitskanäle mit reduzierter Masse und verbesserter Haltbarkeit – entscheidende Faktoren beim Bau von Hochleistungsraketentriebwerken. Das WAAM-Verfahren dient derweil zum schnellen Aufbau größerer Strukturen. Dabei können Materialien wie Kupfer und Nickelbasislegierungen kombiniert werden. Außerdem kann das WAAM-Verfahren zur Beschichtung von Bauteilen dienen, etwa der per LPBF gedruckten Hauptbrennkammer. Die Technologie hat sich nach Firmenangaben zu einer Lösung für die Großserienproduktion von Aeon-R-Triebwerken entwickelt.

Details zum WAAM-Verfahren hören Sie hier:

Hier wird Ihnen ein externer Inhalt von Podigee angezeigt.
Mit der Nutzung des Inhalts stimmen Sie der Datenschutzerklärung von youtube.com zu.

Ein Beitrag von:

  • Stefan Asche

    Stefan Asche

    Redakteur VDI nachrichten
    Fachthemen: 3-D-Druck/Additive Fertigung, Konstruktion/Engineering, Logistik, Werkzeugmaschinen, Laser

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.