1987 ging in Wedel bei Hamburg die erste Großanlage zur Herstellung von Solarzellen in Betrieb. In den Folgejahren mauserte sich Deutschland zum mit Abstand führenden Solarzellenproduzenten. Davon ist heute nichts mehr übrig. Zellen und Module kommen fast ausschließlich aus Fernost, vor allem aus China, Südkorea und Japan. Völlig aus dem…
Die gesundheitsschädigende Wirkung von Feinstaub ist seit langem bekannt. Die Quellen des Feinstaubs sind dabei vielfältig und umfassen neben gefassten Quellen wie Schornsteine, mobile Quellen wie den Straßenverkehr auch diffuse Emissionen wie Haldenabwehungen oder Bodenerosion. Die Feinstaubbelastung hat in Deutschland zwar über die letzten Jahrzehnte stetig abgenommen, eine Entwarnung kann…
Die Kraft-Wärme-Kopplung spielt eine wichtige Rolle für die Erreichung der Effizienzziele in der Strom- und Wärmeversorgung und ist daher integraler Bestandteil der deutschen Klimaschutzstrategie. Für die Versorgung von Industrie- und Gewerbebetrieben, öffentlichen Gebäuden und Stadtquartieren sind insbesondere Anlagen kleiner und mittlerer Leistung bis etwa 2 MW (el.) von Bedeutung. Hier kommen Blockheizkraftwerke…
von Dipl.-Ing (FH) Nicholas O‘Connell, Dipl.-Ing. (FH) Raphael Lechner, Prof. Dr.-Ing. Andreas P. Weiß und Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch
Die Netzfrequenz im Entso-E-Gebiet unterliegt regelmäßigen längerfristigen Schwankungen. Kurzfristigen Schwankungen sollte keine Systematik zugrunde liegen. Entgegen dieser allgemeingültigen Erwartung lassen sich allerdings dennoch auch kurzfristige systematische Abweichungen identifizieren, und zwar vor allem zu Stunden-, Viertelstunden- beziehungsweise Tageswechseln. Beispielsweise verändert sich bei Stundenwechseln die Frequenz um durchschnittlich rund 37 mHz (in der…
von Christian Krämer und Prof. Dr. rer. pol. Tobias Veith
Batteriespeicher kommen immer häufiger in der Stromversorgung zum Einsatz. Insbesondere in Haushalten sind die Installationen in den letzten Jahren stark gestiegen [1]. Damit stellt sich auch für den Gewerbe- und Industriesektor die Frage, ob es sinnvoll ist, in einen Batteriespeicher zu investieren. Anhand von realen Lastprofilen mehrerer Unternehmen und einer…
von Dipl.-Ing. (FH) Caroline Möller, M.Sc. Andreas Pfeif, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich und Prof. Dr.-Ing. Sandra Rosenberger
Die Nutzung geothermischer Ressourcen im Temperaturbereich bis 200 °C zur Stromerzeugung basiert in der Regel auf einem Sekundärprozess. Dabei wird die thermische Energie des Thermalwassers auf einen Dampfkraftprozess mit niedrig siedenden Arbeitsmedien übertragen. Hierzu stehen der Organic Rankine Cycle (ORC) oder der Kalina Cycle (KC) zur Verfügung. Im Fall des ORC…
von Dr.-Ing. Florian Heberle, Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann, Prof. Dr.-Ing. Andreas P. Weiß und Dr.-Ing. Laura Grundemann
Werksseitig hergestellte Kleinkläranlagen für bis zu 50 Einwohner sind CE-kennzeichnungspflichtige Bauprodukte nach der EU-Bauproduktenverordnung Nr. 305/2011. Die Richtlinie definiert, dass alle Kleinkläranlagen, die innerhalb der EU gehandelt werden, der europäischen Norm EN 12566–3 entsprechen müssen. Darin werden grundlegende Qualitätsstandards, werkseigene Produktionskontrollen und Prüfverfahren festgelegt. So ist für jede Baureihe…
Als einfache Form von Fernwärme verteilten bereits die Römer vor über 2 000 Jahren Thermalwasser für Bäder und Fußbodenheizungen in Gebäuden. Technische Fernwärmenetze wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt und fanden in Europa vor allem seit 1960 eine größere Verbreitung [1; 2]. Für die Wärmebereitstellung kamen früher oft fossile Feuerungen…
von Prof. Dr. sc. techn. Thomas Nussbaumer und Stefan Thalmann
In Deutschland fallen in der Gießereiindustrie etwa 460 000 t Gießerei-Restsand pro Jahr an, der in der Regel bentonitgebunden und durch den Produktionsprozess mit Schwermetallen, Säuren und Glanzkohlenstoffbildnern belastet ist [1]. Laut §3 Abs. 23 der Ersatzbaustoffverordnung handelt es sich um einen rieselfähigen Sand [2], der nach der Abfallverzeichnis-Verordnung [3] als Abfall…
von Peter Chifflard, Michaela Vorndran &Martin Reiss
Erneuerbare Energieressourcen gewinnen weltweit immer mehr an Bedeutung und verändern rasant Art und Zusammensetzung des Energiesystems. So ersetzt zunehmend eine hochkomplexe Strom-Matrix die konventionelle unidirektionale Energieumwandlungskette. Entscheidender Unterschied für die Netze ist eine fluktuierende, dezentrale Erzeugung aus Quellen wie Wind und Sonne, die häufig aus vielen, eher kleinen Einspeisern besteht.