Die Nutzung geothermischer Ressourcen im Temperaturbereich bis 200 °C zur Stromerzeugung basiert in der Regel auf einem Sekundärprozess. Dabei wird die thermische Energie des Thermalwassers auf einen Dampfkraftprozess mit niedrig siedenden Arbeitsmedien übertragen. Hierzu stehen der Organic Rankine Cycle (ORC) oder der Kalina Cycle (KC) zur Verfügung. Im Fall des ORC…
von Dr.-Ing. Florian Heberle, Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann, Prof. Dr.-Ing. Andreas P. Weiß und Dr.-Ing. Laura Grundemann
Werksseitig hergestellte Kleinkläranlagen für bis zu 50 Einwohner sind CE-kennzeichnungspflichtige Bauprodukte nach der EU-Bauproduktenverordnung Nr. 305/2011. Die Richtlinie definiert, dass alle Kleinkläranlagen, die innerhalb der EU gehandelt werden, der europäischen Norm EN 12566–3 entsprechen müssen. Darin werden grundlegende Qualitätsstandards, werkseigene Produktionskontrollen und Prüfverfahren festgelegt. So ist für jede Baureihe…
Als einfache Form von Fernwärme verteilten bereits die Römer vor über 2 000 Jahren Thermalwasser für Bäder und Fußbodenheizungen in Gebäuden. Technische Fernwärmenetze wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt und fanden in Europa vor allem seit 1960 eine größere Verbreitung [1; 2]. Für die Wärmebereitstellung kamen früher oft fossile Feuerungen…
von Prof. Dr. sc. techn. Thomas Nussbaumer und Stefan Thalmann
In Deutschland fallen in der Gießereiindustrie etwa 460 000 t Gießerei-Restsand pro Jahr an, der in der Regel bentonitgebunden und durch den Produktionsprozess mit Schwermetallen, Säuren und Glanzkohlenstoffbildnern belastet ist [1]. Laut §3 Abs. 23 der Ersatzbaustoffverordnung handelt es sich um einen rieselfähigen Sand [2], der nach der Abfallverzeichnis-Verordnung [3] als Abfall…
von Peter Chifflard, Michaela Vorndran &Martin Reiss
Erneuerbare Energieressourcen gewinnen weltweit immer mehr an Bedeutung und verändern rasant Art und Zusammensetzung des Energiesystems. So ersetzt zunehmend eine hochkomplexe Strom-Matrix die konventionelle unidirektionale Energieumwandlungskette. Entscheidender Unterschied für die Netze ist eine fluktuierende, dezentrale Erzeugung aus Quellen wie Wind und Sonne, die häufig aus vielen, eher kleinen Einspeisern besteht.
Allein im Jahr 2013 kamen 66 % des Gesamtumsatzes des verarbeitenden Gewerbes in Bayern von Firmen, die Metallspäne erzeugen – immerhin ein Späneaufkommen im Wert von 214,5 Mio. €. Somit sind die Späne ein Sekundärrohstoff von erheblichem Wert. Diesen haften jedoch oftmals so genannte Kühlschmiermittel oder -stoffe (KSS) an, die…
Aktuell fallen in Europa rund 3,4 Mio. t Altreifen pro Jahr als überwachungsbedürftiger Abfall an. 40 % davon werden runderneuert und wieder eingesetzt oder zu Granulat verarbeitet und als Tragschicht im Straßenbau oder als elastische Schicht im Kunstrasen eingesetzt. Weitere 35 % kommen als Sekundär-Brennstoff in Zementwerken zum Einsatz und verursachen dabei einen hohen…