Was sind die wichtigsten Rohstoffe?
Aluminium
Seltener wird Aluminiumoxid in Form des Minerals Korund und seiner Varietäten Rubin (rot) und Saphir (farblos, verschiedenfarbig) gefunden.
Erdöl
Erdöl zählt zu den wertvollsten fossilen Rohstoffen. Fossilien, in diesem Fall abgestorbene Meeresorganismen, bildeten den Ursprung der heutigen Erdölvorkommen.
Die größten Erdölvorkommen lagern in küstennahen Gebieten oder direkt im Meer – in der Nordsee, im Golf von Mexiko, im karibischen Meer. Zu den größten Förderländern gehören Saudi-Arabien, Russland, die USA, China und Kanada.
Nach Expertenmeinung kann die Zukunft in der Tiefseeförderung liegen. Zur Offshore-Förderung im Meer werden mobile Plattformen im flachen Gewässer, Bohrplattformen, sogenannte Halbtaucher-Bohrinseln sowie Bohrschiffe im tiefen Meer eingesetzt.
Kohle
Zu den nachgewiesenen Kohlereserven zählen laut Statista-Quelle im Allgemeinen Mengen, die nach geologischen und ingenieurtechnischen Informationen aller Wahrscheinlichkeit nach aus den heute bekannten Vorkommen und unter den derzeitigen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen künftig gefördert werden können. Die Menge der weltweit nachgewiesenen Reserven an Anthracite und bitumenhaltiger Steinkohle belief sich im Jahr 2019 auf rund 749,2 Milliarden Tonnen.
Lithium
Kann Lithium schon bald in Deutschland abgebaut werden? Erfahren Sie mehr dazu in unserem Podcast „Technik aufs Ohr“.
Palmöl
Ursprünglich in Westafrika beheimatet, wird die Ölpalme heute in zahlreichen Tropenregionen der Erde angepflanzt. Hauptanbaugebiete sind Indonesien und Malaysia. 2019 wurden hier insgesamt über 62 Millionen Tonnen Palmöl (IndexMundi, 2020) produziert. In Indonesien wächst die Ölpalme auf 11,7 Millionen Hektar – das entspricht beinahe 70 % der gesamten Anbaufläche Deutschlands.
Phosphor
Sand
Experten rechnen damit, dass der Bedarf an Sand jedes Jahr um 5,5 % größer wird – und zwar allein für Beton. „Sand ist so etwas wie die zweitmeist verbrauchte Ressource unserer Welt geworden, nach Wasser“, sagt Dirk Hebel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Über Förderung und Verbrauch ist wenig bekannt. Schätzungen sind indirekt, da sie auch über den Betonverbrauch laufen. Dennoch hat sich der globale Sand- und Kiesbedarf in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht: Jährlich werden 30 bis 50 Milliarden Tonnen Sand und Kies gefördert, berichtet der Deutschlandfunk.
In Deutschland stammen Sand und Kies aus den Ablagerungen, die Flüsse und Gletscher hinterlassen haben. 2.000 Sand- und Kiesgruben fördern etwa 240 Millionen Tonnen Sand und Kies pro Jahr. Ob das reicht, um den Bedarf der Bauwirtschaft zu decken, bleibt abzuwarten.
Seltene Erden
Die größten Vorkommen von Seltenen Erden befinden sich in der Inneren Mongolei (2,9 Millionen Tonnen). Das bislang größte bekannte Vorkommen außerhalb Chinas mit mindestens 1,4 Millionen verwertbaren Tonnen ist Mount Weld in West-Australien.
Seltene Erden als Druckmittel: Deutsche Industrie in Sorge
Seltene Erden sind unerlässlich für zukünftige Technologieprodukte. China plant, diesen Zweig neu zu regulieren. Dieses Vorhaben versetzt die deutsche Industrie in Sorge.
„Die Unsicherheit herrscht darüber, ob China Selten Erden als Druckmittel gegenüber Unternehmen auch aus Europa einsetzen will“, gibt Matthias Wachter, Rohstoffexperte beim Industrieverband BDI an.
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie plant, die Seltene-Erden-Industrie neu zu regulieren. Ob E-Autos, Chips oder Windräder: Kaum ein Produkt kommt noch ohne Seltene Erden aus. Förderung und Verarbeitung sind sehr energieintensiv und umweltbelastend. In Europa wird die Aufbereitung daher ungern im eigenen Land betrieben. Ein Punkt, den China für sich zu nutzen weiß.
Das sind die rohstoffreichsten Länder der Welt
Saudi-Arabien besitzt die zweitgrößten Ölreserven der Welt, Katar das meiste Erdgas. Allerdings sind beide Länder nicht die rohstoffreichsten der Welt. Auf Platz 1 liegt Russland.
Lesen Sie auch:
Rohstoffe sind als langfristiges Investment ungeeignet
Brennstoff aus Wasserhyazinthen
Recycelter Bauschutt statt Sandmangel




























