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Neubau: Hoffnung auf positive Impulse erst in 2026

04. April 2025

Was die Herren auf dem Podium verlauten ließen, überraschte die fachkundigen Zuhörer nicht. Denn die Ergebnisse der „Analyse zur Marktentwicklung und konjunkturellen Lage der Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA)“, die die Bonner B+L Marktdaten GmbH für den Branchenverband durchführte, belegen einmal mehr, dass das Segment Bau dringend positive Impulse für neues Wachstum benötigt.
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Was die Herren auf dem Podium verlauten ließen, überraschte die fachkundigen Zuhörer nicht. Denn die Ergebnisse der „Analyse zur Marktentwicklung und konjunkturellen Lage der Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA)“, die die Bonner B+L Marktdaten GmbH für den Branchenverband durchführte, belegen einmal mehr, dass das Segment Bau dringend positive Impulse für neues Wachstum benötigt. In dem Gutachten heißt es: „Die TGA-Fachbetriebe sehen sich aktuell mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert. Die Konjunktur im Nichtwohnbau hat sich bereits in den vergangenen Jahren abgekühlt und wird nach B+L-Prognosen im Jahr 2025 einen Tiefpunkt erreichen. Auch im großvolumigen Wohnungsbau dürften sich die erstellten Flächen im Jahr 2025 deutlich rückläufig entwickeln. Damit liegt die Neubau-Nachfrage im laufenden Jahr in beiden Segmenten auf sehr geringerem Niveau. Gleichzeitig sind die Impulse aus der Sanierung noch zu gering, um die Rückgänge im Neubau zu kompensieren. Eine zentrale Bedeutung kommt damit dem Bereich Wartung und Instandhaltung zu. Hier entwickelt sich die Nachfrage konstanter und bietet den TGA-Fachbetrieben Marktchancen.“

Stellten das Gutachten vor (v.l.): Andreas Cloer, Vorsitzender des Zentralen Wirtschaftspolitischen Ausschusses des BTGA, BTGA-Präsident Bernhard Dürheimer und Marcel Dresse (B + L Marktdaten GmbH).

Klimaziele weit weg

Deutliche Effekte habe die aktuelle Lage auch auf das Erreichen der Klimaziele: „41,7 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf Wohngebäude und Nichtwohnbau. Nach wie vor wird ein großer Anteil der benötigten Gebäudeenergie durch fossile Energieträger bereitgestellt. Durch die Zurückhaltung vieler Investoren und Immobilienbesitzer bei Investitionen in den Bestand kommt die Energiewende aktuell im Nichtwohnbau und großvolumigen Wohnungsbau langsamer voran als die Klimaziele es erfordern.“

Insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung bestehe Handlungsbedarf, um die notwendigen Investitionen in den Gebäudebestand zu erreichen und einen Sanierungsstau abzuwenden. „Aktuell liegen die Investitionen im Bestand beziehungsweise in der Sanierung im Nichtwohnbau deutlich unter dem Niveau des Wohnbaus. Hier besteht Potenzial und unbedingter Handlungsbedarf“, so die Analysten von B+L.

Planungsbüros erhalten weniger Aufträge

Bezogen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Branche sagen die Bonner: „Die TGA-Fachbetriebe spüren die Abkühlung der Baukonjunktur insbesondere bei den Neubauaufträgen. Für das Jahr 2024 zeigte sich hier eine klar negative Entwicklung der Aufträge. Damit setzte sich die schwache Entwicklung des Jahres 2023 fort. Sanierungen, Austausch, Wartung und Instandhaltung haben sich hinsichtlich der Auftragslage im vergangenen Jahr 2024 noch positiv entwickelt. Die Betrachtung der Auftragsentwicklung für das vergangenen Jahr zeigt dabei, dass die Nachfrage im Bereich von Nichtwohngebäuden wie Industrie- und Lagerhallen stärker zurückgegangen ist als bei anderen Nichtwohn­gebäuden und im großvolumigen Wohnungsbau.“

Weitere Rückgänge im Nichtwohnbau und großvolumigen Wohnungsbau erwartet

Grundsätzlich sei der Ausblick der meisten TGA-Fachbetriebe für das laufende Jahr 2025 nach wie vor positiv, so das Ergebnis der Untersuchung. „Doch der Anteil der Fachbetriebe, die eine negative Auftragsentwicklung erwarten, ist im Vergleich zur Befragung von Januar 2024 gestiegen. Die Prognosen für die Entwicklung im Nichtwohnbau und großvolumigen Wohnungsbau verdeutlichen, dass den TGA-Fachbetrieben im Jahr 2025 insbesondere im Neubau erneut deutliche Auftragsrückgänge bevorstehen“, so B+L. Weiter führen die Analysten aus: „Die Baugenehmigungen im großvolumigen Wohnungsbau und im Nichtwohnbau haben sich sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 rückläufig entwickelt. In der Folge werden die Fertigstellungen im Jahr 2025 deutlich sinken. Positive Impulse aus dem Neubau erwartet die B+L erst ab dem Jahr 2026.“

Unklare Rahmenbedingungen führen zu Verunsicherung

Hinsichtlich der unternehmerischen Herausforderungen spiegelt B+L folgende Sichtweise der TGA-Betriebe: „Neben der rückläufigen Nachfrage sehen sich die TGA-Fachbetriebe vor der Bundestagswahl mit Unsicherheiten hinsichtlich der politischen Entscheidungen, zum Beispiel bei Förderprogrammen oder Richtlinien, konfrontiert. Auch das Thema Fachkräfte steht bei den TGA-Fachbetrieben im Fokus: Viele Betriebe fordern hier Bürokratieabbau und Initiativen für die Gewinnung von Fachkräften für die Branche.“

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