Lohn 10.06.2025, 12:30 Uhr

Gehalt ist verhandelbar – und immer mehr machen es auch

Immer mehr Menschen fordern aktiv mehr – sei es im Gehaltsgespräch oder auf dem Arbeitsmarkt. Zwischen wachsendem Selbstbewusstsein und unterschwelliger Unzufriedenheit: Wohin steuert die neue Dynamik im Berufsleben?

Gehaltsverhandlung

Verhandeln statt wechseln: Wie Gehaltsgespräche den Arbeitsmarkt prägen.

Foto: PantherMedia / Boarding2Now

Beschäftigte verhandeln aktiv um höhere Gehälter. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen, die sich nach einem neuen Job umsehen, im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gestiegen. Das wirft Fragen auf: Wächst die Bereitschaft, sich beruflich zu verändern? Oder steigt die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation?

Lieber auf Gehaltswünsche eingehen als Ersatz finden

Anstelle eines Jobwechsels setzen zunehmend mehr Beschäftigte auf Gehaltsverhandlungen mit ihrem derzeitigen Arbeitgeber und sind dabei erfolgreich. Für viele Unternehmen ist es offenbar effektiver, auf Gehaltswünsche einzugehen, als im hart umkämpften Arbeitsmarkt Ersatz zu finden. Dies ist die Erkenntnis der Arbeitsmarktstudie „Talent Trends 2025“. Die repräsentative Studie wurde von der Personalberatung Pagegroup durchgeführt und basiert auf den Antworten von rund 50.000 Personen.

Im Jahr 2024 haben 37 % der Beschäftigten Gehaltsverhandlungen geführt. 2025 ist dieser Anteil weiter gestiegen: 45 % gaben an, mit ihrem Arbeitgeber über eine Gehaltserhöhung gesprochen zu haben. Von diesen Verhandlungen waren laut der Untersuchung 24 % erfolgreich.
Trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten zeigt die Talent Trends-Studie, dass deutsche Fachkräfte im internationalen Vergleich besonders aktiv bleiben:

  • 36 % der Befragten sind aktuell auf Jobsuche – 3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
  • Gleichzeitig steigt die Zahl der erfolgreichen Gehaltsverhandlungen im bestehenden Arbeitsverhältnis.

Während weltweit viele Beschäftigte zögern, beruflich den nächsten Schritt zu gehen, zeigt sich in Deutschland mehr Bewegung und Verhandlungskraft auf dem Arbeitsmarkt.

Stellenangebote im Bereich Elektrotechnik, Elektronik

Elektrotechnik, Elektronik Jobs
Netz Leipzig GmbH-Firmenlogo
Teamleitung (m/w/d) Leitstelle Strom Netz Leipzig GmbH
Leipzig Zum Job 
TROESTER GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) - Fachrichtung Elektrotechnik/SPS TROESTER GmbH & Co. KG
Hannover Zum Job 
KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektportfolio-Manager (m/w/d) für Produktionsanlagen KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG
Pinneberg, Hybrid Zum Job 
HOCHBAHN U5 Projekt GmbH-Firmenlogo
Projektleiter U5-Betriebsführungssystem - vollautomatisches U-Bahn-System (w/m/d) HOCHBAHN U5 Projekt GmbH
Hamburg Zum Job 
Beckhoff Automation GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Vertrieb Automatisierungstechnik im Gebiet München Beckhoff Automation GmbH & Co. KG
Gröbenzell Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Ingenieur/ Vertriebsingenieur (m/w/d) für den Bereich Key Account Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
GW Batterien GmbH-Firmenlogo
Anwendungstechniker (m/w/d) GW Batterien GmbH
Zwickau Zum Job 
Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektmanager IT-Architektur & Datenvisualisierung (m|w|d) Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG
Rheda-Wiedenbrück Zum Job 
KANZAN Spezialpapiere GmbH-Firmenlogo
Technische Projektplaner (m/w/d) in der Papierindustrie KANZAN Spezialpapiere GmbH
Landguth Heimtiernahrung GmbH-Firmenlogo
Automation Engineer / Automatisierungsingenieur (m/w/d) - Produktion & Digitalisierung Landguth Heimtiernahrung GmbH
Ihlow Riepe Zum Job 
Tremonia Mobility GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker - Fahrzeugelektronik (m/w/d) Tremonia Mobility GmbH
Dortmund Zum Job 
naturenergie netze GmbH-Firmenlogo
Ingenieur als Teamleiter Netzleitstelle (m/w/d) naturenergie netze GmbH
Rheinfelden (Baden), Donaueschingen Zum Job 
Alltech Dosieranlagen GmbH-Firmenlogo
Vertriebs- und Projektingenieur (m/w/d) Schwerpunkt: Verfahrenstechnik / Umwelttechnik / Elektrotechnik Alltech Dosieranlagen GmbH
Weingarten Zum Job 
Qlar Europe GmbH-Firmenlogo
Mitarbeiter im technischen Kundenservice (m/w/d) - Wäge- und Dosiertechnik Qlar Europe GmbH
Darmstadt Zum Job 
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
seleon GmbH-Firmenlogo
Entwickler Mechanik / Konstruktion (m/w/d) seleon GmbH
Dessau-Roßlau Zum Job 
Stadtwerke Potsdam GmbH-Firmenlogo
Experte (m/w/d) Energieinfrastruktur und Bauprojekte - Planung und Realisierung - Stadtwerke Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Netzgesellschaft Potsdam GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Sonderbauvorhaben Umspannwerke | Hochspannungsfreileitungen Netzgesellschaft Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Applikation- und Projektingenieur (m/w/d) Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.-Firmenlogo
Facharbeiter/in (w/m/d) - Gebäude- und Haustechnik Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.

Eine klare Informationsbasis für faire Gehaltsverhandlungen

Für faire Gehaltsverhandlungen ist eine klare Informationsbasis entscheidend – besonders beim Thema Lohn. Eine Einigung auf eine angemessene Vergütung kann komplex sein, und für beide Seiten gilt: Wer mehr weiß, ist im Vorteil.

Mit der Einführung der EU-Lohntransparenzrichtlinie im Jahr 2026 wird das Thema noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen dann offenlegen, wie viel sie zahlen, und bei Bedarf Maßnahmen ergreifen, um geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede zu verringern.

EU-Richtlinie zur Lohntransparenz

„Für Unternehmen erfordert die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz ein sensibles Gleichgewicht zwischen der Einhaltung von Vorschriften und der strategischen Personalplanung. Das Thema Lohngerechtigkeit ist komplex und wichtig. Darüber hinaus trägt eine konsequente Durchsetzung maßgeblich zur inklusiven Unternehmenskultur bei und kann die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die langfristige Bindung von Talenten sichern“, rät Goran Barić, Regional Managing Director für Nord- & Zentraleuropa, PageGroup.

Laut der Studie „Talent Trends 2025“ geht über ein Drittel der Beschäftigten davon aus, dass es in ihrem Unternehmen bei vergleichbaren Positionen ein Lohngefälle zwischen Männern und Frauen gibt. Auffällig ist dabei: Ältere Beschäftigte in Deutschland nehmen dieses Ungleichgewicht seltener wahr.

Ein gutes Gehalt und Karrierechancen standen lange ganz oben auf der Wunschliste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Doch mit der Pandemie vor fünf Jahren änderten sich für viele die beruflichen Prioritäten grundlegend. Die „Talent Trends“-Studie 2023 sprach in diesem Zusammenhang von einer „unsichtbaren Revolution“.

Ausgewogene Work-Life-Balance kommt in den Vordergrund

In der aktuellen Studie zeigt sich, dass sich diese Entwicklung weiter verfestigt hat – als sogenannte „Erwartungslücke“ zwischen dem, was Mitarbeitende sich wünschen, und dem, was Unternehmen bieten.

Mittlerweile steht vor allem eines im Vordergrund: eine ausgewogene Work-Life-Balance. Sie ist heute das wichtigste Thema für Beschäftigte – bereits im Vorjahr war sie zentraler Punkt der Studie.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Viele Menschen sind nicht mehr bereit, ihre Gesundheit für den beruflichen Aufstieg aufs Spiel zu setzen.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.