Arbeiten, wo andere Urlaub machen 26.09.2025, 12:52 Uhr

Workation: Mehr Produktivität oder doch nur Ablenkung?

„Workation“ – ein Trendbegriff, der in letzter Zeit in aller Munde ist. Doch was ist das eigentlich und welche Auswirkungen hat diese Arbeitsform auf die Arbeitszufriedenheit, Motivation und individuelle Leistung eines Beschäftigten?

Arbeiten mit Aussicht: Workation steigert Motivation & Zufriedenheit, birgt aber auch Hürden – Studie vom Fraunhofer IAO zeigt Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte.
Foto: Smarterpix/Vichizh

Arbeiten mit Aussicht: Workation steigert Motivation & Zufriedenheit, birgt aber auch Hürden – Studie vom Fraunhofer IAO zeigt Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte.

Foto: Smarterpix/Vichizh

Bei einer Workation verlagern Beschäftigte ihre Tätigkeiten an einen Urlaubsort – ein kurzfristiger Trend oder doch eine langfristige Erscheinung? Eine aktuelle Studie des Frauenhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zeigt, dass Mitarbeitende durchaus von einer Workation profitieren können – nämlich durch eine Steigerung der intrinsischen Motivation und Produktivität.

Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden Befragung von 964 Personen, die im Zeitraum von Juli 2023 bis Dezember 2024 durchgeführt wurde.

Mehr als nur Urlaub mit Laptop?

Kurz gesagt ist eine Workation die Kombination aus Urlaub und Arbeit. Die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, beispielsweise im Homeoffice, ist bereits kein Neuland mehr, die Arbeit an einen Urlaubsort oder auf Reisen zu verlagern, allerdings schon. Diese Arbeitsform soll nicht nur die Work-Life-Balance verbessern, sondern kann auch die Kreativität und Motivation der Arbeitenden steigern.

68 % der Befragten sind bereits mit dem Konzept Workation vertraut, doch nur 26 % haben bereits eigene Erfahrungen gemacht. Nur 34 % der Arbeitgeber der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen ermöglichen überhaupt diese Form des mobilen Arbeitens.

Stellenangebote im Bereich Forschung & Lehre

Forschung & Lehre Jobs
Hochschule Bielefeld (HSBI)-Firmenlogo
W2-Professur Konstruktionslehre / Finite Elemente Hochschule Bielefeld (HSBI)
Bielefeld Zum Job 
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)-Firmenlogo
Leiterin / Leiter Projektträgerschaft "Projektgeförderte Endlagerforschung" (w/m/d) Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Eggenstein-Leopoldshafen Zum Job 
Hochschule Heilbronn-Firmenlogo
Professur für angewandte KI im Wirtschaftsingenieurwesen Hochschule Heilbronn
Heilbronn Zum Job 
Hochschule Düsseldorf-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d) im Makerspace Maschinenbau und Verfahrenstechnik Hochschule Düsseldorf
Düsseldorf Zum Job 
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH)-Firmenlogo
Professur (m/w/d) der BesGr. W2 für das Lehrgebiet Solarenergie und Gebäudeautomation Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH)
THU Technische Hochschule Ulm-Firmenlogo
W2-Professur "Elektronik" THU Technische Hochschule Ulm
FH Münster-Firmenlogo
Professur für "Thermische Verfahrenstechnik" (w/m/d) FH Münster
Steinfurt Zum Job 
FH Münster-Firmenlogo
Professur für "Antriebssysteme im Maschinenbau" (w/m/d) FH Münster
Steinfurt Zum Job 
Fachhochschule Münster-Firmenlogo
Professur für "Mathematik und Digitale Chemie" (w/m/d) Fachhochschule Münster
Steinfurt Zum Job 
Fachhochschule Aachen-Firmenlogo
Professur "Leistungselektronik und elektrische Versorgungsnetze" Fachhochschule Aachen
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm-Firmenlogo
Professur für Maschinelles Lernen in der Produktion Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Nürnberg Zum Job 
TH Köln-Firmenlogo
Professur für Generative Algorithmen für visuelle Medien TH Köln
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm-Firmenlogo
Professur für Maschinelles Lernen in der Produktion (W2) Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Nürnberg Zum Job 
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (Master/Uni-Diplom) (m/w/d) Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)
Bergisch Gladbach Zum Job 
Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences-Firmenlogo
Professur Produkt und Umwelt (W2) Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences
Weingarten Zum Job 
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen-Firmenlogo
Professur Smarte Robotik und KI (W2) Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Bocholt Zum Job 
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth-Firmenlogo
Professur (m/w/d) für das Gebiet Künstliche Intelligenz für Engineering Optimisation Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Wilhelmshaven Zum Job 
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth-Firmenlogo
Professur (m/w/d) für das Gebiet Künstliche Intelligenz für Datastream Mining Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Wilhelmshaven Zum Job 

Workation fördert Motivation und Zufriedenheit

65 % der Befragten, die bereits Erfahrungen mit dem Konzept gemacht haben, sprechen sich positiv aus und bemerken eine gesteigerte Motivation. 71 % sind zufriedener bei der Arbeit. Diese Zahlen sprechen für das Potenzial von Workations, die Bindung von Mitarbeitenden zu stärken und die Effizienz im Unternehmen nachhaltig zu fördern.

Laut Studie ist eine Workation nicht nur für Selbstständige und Freelancer ansprechend, sondern beruflich auch für festangestellte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von Relevanz – unabhängig von Geschlecht, Branche oder Kontext.

Der ideale Arbeitsplatz

Ein wesentliches Ergebnis der Studie dreht sich rund um die Rahmenbedingungen einer erfolgreichen Workation. Fast 97 % aller Befragten halten eine stabile IT-Infrastruktur für unverzichtbar. Außerdem wichtig sind ergonomische Arbeitsplätze, Rückzugsmöglichkeiten für vertrauliche Gespräche und eine abwechslungsreiche Umgebung. 75 % schätzen den Zugang zur Natur und bewerten ihn als ausschlaggebend für das Wohlbefinden während der Workation.

Welche Hürden es zu beachten gilt

Zwar besteht ein hohes Interesse an einer Workation, nichtsdestotrotz gibt es Hindernisse, die einer Umsetzung im Weg stehen können. 48 % der Befragten sehen den Genehmigungsprozess als besonders herausfordernd, während 34 % besonders die Frage der Kostentransparenz als Hürde wahrnehmen. Viele Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen sind zudem besorgt über möglichen Neid innerhalb des Teams.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, stellt das Fraunhofer IAO gezielte Maßnahmen vor: Klare Kommunikation, transparente Informationen, technischer Support, Empfehlungen für geeignete Unterkünfte und eine mögliche Kostenübernahme sind entscheidende Faktoren, die die Akzeptanz einer Workation deutlich erhöhen könnten.

Mit Workation Fachkräfte gewinnen und binden

Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Die Kombination aus Arbeit und Urlaub kann ein wesentlicher Faktor im Wettbewerb um talentierte Fachkräfte sein.

„Um die erfolgreiche Integration dieses Arbeitsmodells zu fördern, müssen bestehende Missverständnisse ausgeräumt und ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Workation weit mehr ist als ‚Arbeiten im Urlaub‘“, betont Meral Yurdakul-Ziegler vom Fraunhofer IAO.

Vielmehr ist es ein modernes Arbeitskonzept, was einem ermöglicht, berufliche Anforderungen und individuelle Weiterentwicklung miteinander in Einklang zu bringen.

 

Ein Beitrag von:

  • Anastasia Pukhovich

    Anastasia Pukhovich ist Volontärin beim VDI Verlag. Ihre Tätigkeit beim Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien weckte ihr Interesse an allen Themen rund um Wissenschaft und Technik. Besonders gerne verfolgt sie journalistisch die Themen Medizintechnik und Karriere.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.