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In fünf Schritten zum professionellen Social-Media-Profil

Über Business-Netzwerke pflegt man Kontakte, informiert sich über Karrieresprünge von Bekannten sowie Branchennews und feilt an der Selbstvermarktung. Sie wissen das, scheuen aber die Mühe, ein eigenes Profil anzulegen? Nicht doch. Ein professionelles Social-Media-Profil ist in fünf Schritten eingerichtet.

Social-Media-Profil anlegen: Kein Hexenwerk!

Social-Media-Profil anlegen: Kein Hexenwerk!

Foto: panthermedia.net/AllaSerebrina

Die Registrierung bei Xing, LinkedIn & Co.

Sie wollen rein? Nichts leichter als das. Xing wirbt damit, dass eine Registrierung nur zwei Minuten in Anspruch nimmt, bei LinkedIn und Facebook dürfte sich der Zeitaufwand im gleichen Rahmen bewegen. Alles was Sie brauchen: Ihren vollständigen Namen, eine E-Mail-Adresse (bei Facebook kann man optional die Handynummer angeben) und ein Passwort. Den Rest der Prozedur kennt man von anderen Plattformen, Newslettern, etc. Das Portal schickt eine Bestätigungsmail an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse, in der Sie nach einem Klick auf den Bestätigungslink Ihre Anmeldung aktivieren. Damit haben Sie auch allen Nutzungsbedingungen, Datenschutzbestimmungen und üblicherweise auch den Bestimmungen zur Verwendung von Cookies zugestimmt.

Drei Fragen gibt es zu klären, bevor Sie die Registrierung durchlaufen.

  • Erstens sollten Sie sich überlegen, welches Business-Netzwerk zu Ihnen passt.
  • Dann kann es ratsam sein, eine persönliche E-Mail-Adresse statt der beruflichen zu nutzen. Vor allem bei Arbeitnehmern, die, um im Jargon zu bleiben, mobil und flexibel sind. Die es also höchstens ein Jahr im selben Büro aushalten. Da die genutzte E-Mail-Adresse ohnehin nicht öffentlich angezeigt wird, ist es für Ihre Kontakte unerheblich, welche Adresse in Ihrem Social-Media-Profil hinterlegt ist.
  • Drittens gilt es zu überlegen, ob ein Premiumzugang Sinn macht. Grundsätzlich kann man beim Start erst einmal einen kontenfreien Basisaccount anlegen. Damit kann man den eigenen Werdegang darstellen, andere Nutzer suchen, Gruppen beitreten, Branchennews beziehen und Nachrichten an Kontakte senden.

Wenn Sie sich für einen Premiumaccount entscheiden, stehen Ihnen erweiterte Suchmöglichkeiten zur Verfügung, Sie können Nachrichten an Kontake außerhalb Ihres Netzwerkes senden oder solche mit Anhängen. Bei den reinen Business-Netzwerken Xing und LinkedIn stehen Ihnen im kostenpflichtigen Social-Media-Profil außerdem ein Jobportal und Netzwerkstatistiken zur Verfügung.

Das Social-Media-Profil mit Inhalt füllen

Nach der Anmeldung sollte das noch leere Social-Media-Profil natürlich mit Leben gefüllt werden. Bei Xing und LinkedIn werden Sie anhand von vorgegebenen Kategorien wie Berufserfahrung, Ausbildung und sonstige Kenntnisse durch eine Maske geleitet. Sie brauchen das Formular also nur auszufüllen – das Portal sagt Ihnen, wie viele der möglichen Angaben Sie bereits gemacht haben. Wichtig sind natürlich v.a. Ihr aktueller Arbeitsplatz und Ihre Kenntnisse, bzw. Interessen. Denn darüber dürften Sie den Kontakt zu anderen Nutzern suchen, bzw. selbst gefunden werden. Immer mehr Unternehmen setzen nämlich auf Active Sourcing. Um gefunden zu werden, sollten Sie als potenzieller Arbeitnehmer einige Regeln der sozialen Netzwerke beherzigen. Falls Sie Ihr Profil vornehmlich zur Kontaktpflege nutzen und nicht von Headhuntern gefunden werden wollen, sollten Sie dies auch in Ihrem Profil hinterlegen. Bei LinkedIn ist es darüber hinaus ratsam, ein englischsprachiges Social-Media-Profil aufzubauen, da das Netzwerk mit seinen über 500 Millionen Nutzern international ausgerichtet ist.

Wenn das Profil erst einmal angelegt ist, brauchen Sie natürlich Kontakte. Wenn Sie sich mit Ihrer beruflichen E-Mail-Adresse angemeldet haben, gibt es einen kleinen Vorteil: Sie können das Portal auf die Suche schicken. Die Business-Netzwerke scannen dann Ihr Adressbuch nach angemeldeten Nutzern, denen Sie direkt eine Anfrage zur Vernetzung senden können. Wenn Sie zu Beginn Ihre private Adresse genutzt haben, müssen Sie diesen Schritt händisch vollziehen, also die Namen der Kontakte, bzw. Unternehmensnamen in das Suchfeld eingeben und anschließend eine Einladung an die Treffer senden.

Das perfekte Bild

Wie im realen Leben, so gilt auch hier: Das Bild sagt mehr als viele Worte. Es sollte also kein Bild vom letzten Oktoberfestbesuch sein, sondern ein professionelles Bewerbungsbild. Viele Fotografen können mit dem Hinweis „Dieses Bild möchte ich gerne für mein professionelles Social-Media-Profil nutzen“ gut umgehen. Denn das Bild ist anders als ein klassisches Bewerbungsbild, etwa weil es immer quadratisch ist. Trotz einiger Unterschiede, sollte das Bild für ein Business-Netzwerk mit dem eigenen Bewerbungsbild übereinstimmen. Denn letztlich kommt es darauf an, dass Geschäftspartner und Personalverantwortliche, die Ihre Bewerbungsmappe oder Ihre Visitenkarte vom letzten Zusammentreffen vorliegen haben, Sie wiedererkennen.

Worauf man allgemein bei Bewerbungsbildern achten sollte, ob die Krawatte ein Muss und das Tattoo ein No-Go ist, lesen Sie hier.

Social-Media-Profil als Informationskanal nutzen

Das Profil steht, das Bild ist hochgeladen, es kann losgehen. Wer sein Social-Media-Profil angelegt hat, um das Netzwerk als Informationskanal zu nutzen, sollte sich nun nach zwei Dingen umsehen: News und Gruppen.

Bei Xing kann man sich einen eigenen Branchennewsletter zusammenstellen, indem man in der Kategorie News eine individuelle Auswahl trifft. Die Themen reichen von Automobil über Marketing & Werbung bis zur Wirtschaft Österreichs – es sollte für jeden was dabei sein. Täglich bekommt man nun eine Auswahl an interessanten Artikeln aus den gewählten Brachen und Themengebieten angeboten. Bei LinkedIn funktioniert es ein wenig anders. Hier kann man über den Reiter Interessen einzelne Unternehmen oder Hochschulen auswählen und deren Nachrichten im Netzwerk folgen.

Wenn Sie nicht nur lesen, sondern selbst mitdiskutieren wollen, sollten Sie nach Gruppen suchen. Sobald Sie beigetreten (und vom Moderator akzeptiert wurden), können Sie sich hier nach Herzenslust über aktuelle Trends oder technische Feinheiten austauschen. Damit bleiben Sie nicht nur informiert, sondern machen im Idealfall auch potenzielle Partner und Arbeitgeber auf sich aufmerksam.

Keine Angst vorm gläsernen Bürger

Zu guter Letzt sollte sich jeder Social-Media-Nutzer über die Einstellungen zur eigenen Privatsphäre Gedanken machen. Wie viel sollen die eigenen Kontakte sehen dürfen und was soll dem Wettbewerber verborgen bleiben? Ein Social-Media-Profil macht Sie nicht automatisch zum gläsernen Bürger. Das passiert nur, wenn Sie Ihren Daten keinen Riegel vorschieben. Lesen Sie sich daher die Angaben von Xing, LinkedIn und Facebook zum individuellen Einstellen der Privatsphäre durch. Es lohnt sich.

Wie man seine Daten in sozialen Medien schützen kann und wer in der Pflicht ist, die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen zu wahren, haben wir Datenschutzexperte Alexander Kretschmar gefragt. Sein Tenor: „Geiz ist geil gilt auch für Daten in sozialen Medien.“

Von Lisa Schneider

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