Kolumne Karriere für Einsteiger 03.07.2026, 14:00 Uhr

Hitze-Dresscode im Büro: Was erlaubt ist und was gar nicht geht

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Bitte, bitte, bleiben Sie souverän – auch kleidungstechnisch. Wir sagen wie.

Mann mit Krawatte schwitzt im Büro

Boah, nee, diese Hitze! Aber Achtung, im Job gelten immer noch ein paar besondere Regeln.

Foto: Smarterpix/minervastock

41,0 – 41,2 – 41,3 das könnten die neuen Maße des Sommers in Deutschland werden. Diese Rekordtemperaturen der vergangenen Tage sind ein Vorgeschmack auf die Sommer der Zukunft, sagen die Wetterexperten. Der Hitze Dome brachte Infrastruktur und Menschen zum Schwitzen. Tagelang keine Abkühlung, da wurde so mancher Dress Code gekippt, so auch bei uns im privaten Umfeld der Gala Dresscode für einen Schiffsball, zur Verwirrung aller geladenen Gäste.

Stellt sich die Frage wie ist es im Business?  Wir haben in den letzten Jahren gelernt, dass Dresscodes flexibler geworden sind – ob Herr Macron im Kapuzenpulli oder Moderatoren ohne Krawatte, die Grenzen zwischen Privatheit und Dienstlichem sind fließender geworden. Doch gerade bei großer Hitze lauern im Büro große Fettnäpfe.

Die harten Fakten des Sommer-Business

Auch wenn die Sehnsucht nach Strandkleidung groß ist: Die Basics eines professionellen Auftritts haben auch bei 40 Grad plus Bestand. Für einen souveränen Business-Auftritt bedeutet das konkret: lange Hosen, Röcke, die mindestens bis zum Knie reichen, und grundsätzlich keine freien Schultern. Zu großzügige Ausschnitte sind ebenso tabu wie abgelaufene Schlappen.

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Kompetenz wird in Sekunden bewertet

Warum ist es ein Dress Code überhaupt wichtig? Kompetenz wird in Sekunden bewertet, ein angemessenes Business Outfit signalisiert, dass man die Regeln kennt, die Situation ernst nimmt und sich sicher im Arbeitsleben bewegen kann. Für jeden, der sich unsicher ist gilt deshalb nach wie vor die alte Regel: Lieber overdressed als underdressed.

Das gilt auch bei hohen Temperaturen. Solange es keine andere klare Ansage gibt, gilt derselbe Dresscode wie bei normalen Temperaturen, deshalb sieht man auch führende Manager und Entscheider selbst bei großer Hitze formal gekleidet. Bei Meetings im sehr professionellen Bereich sollte man selbst nach Aufforderung das Jackett anlassen. Das hat auch den Vorteil, dass große Schweißflecken, die es zwangläufig gibt, nicht öffentlich zu sehen sind. 

Muss es denn die Krawatte sein?

Aber, auch der Business Knigge ist nicht in Stein gemeißelt. Der Verzicht auf die Krawatte ist heute absolut akzeptiert, eine Chino Hose mit gepflegtem Hemd ist auch in sommerlichen Farben bürotauglich, Business Casual kann bei hohen Temperaturen durchaus eine sommerliche Alternative zum dunklen Business Anzug sein. 

Aber eine Regel gilt immer: Der Bürodress und die den Dress tragende Person sollte zwingend sauber, frisch und gepflegt sein. Knitterfalten bei leichten Sommerstoffen sowie ungepflegte Füße in sommerlichen Sandalen, sind nur begrenzt Business tauglich.

Wer sich der Situation (und der Temperatur) angemessen kleidet, stärkt nicht nur sein Auftreten, sondern ebnet sich auch den Weg für die nächsten Karriereschritte. Denn Souveränität zeigt sich gerade dann, wenn man trotz Hitze einen kühlen – und stilvollen – Kopf bewahrt.

Ein Beitrag von:

  • Anja Robert

    ist die Koordinatorin des Career Centers der RWTH Aachen University. Dort berät sie Studierende und Absolvierende in allen Karrierefragen. Die RWTH Aachen University ist eine der größten technischen Hochschulen Europas. In nationalen Rankings und internationalen Bewertungen belegt die RWTH Aachen University zahlreiche Spitzenplätze in der Vermittlungsfähigkeit der Absolvierenden.

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