Anzeige

Babyboomer überraschen: Viele würden auch nach der Rente weiterarbeiten

24. Juni 2026

Teammitglieder diskutieren Theorien, während sie frühere Ermittlungsfälle lesen.
Deutschland gespalten bei der Frage nach Arbeit im Ruhestand. Foto: Smarterpix/DCStudio
Babyboomer zeigen überraschend hohe Bereitschaft zur Weiterarbeit im Rentenalter. Für viele zählen Sinn, Kontakte und geistige Fitness mehr als Geld.
Anzeige
Anzeige


Die Generation, die in den kommenden Jahren am stärksten in den Ruhestand wechselt, denkt offenbar anders als viele erwarten würden: Mehr als jeder zweite Babyboomer kann sich vorstellen, auch nach dem Renteneintritt weiterzuarbeiten. Das zeigt die aktuelle XING-Wechselwilligkeitsstudie 2026. Gleichzeitig wird deutlich, dass längere Erwerbsbiografien für viele Menschen keine Frage des Geldes sind. Sinn, soziale Kontakte und geistige Aktivität spielen häufig die größere Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Die XING Wechselwilligkeitsstudie 2026 zeigt: 50 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten können sich eine berufliche Tätigkeit nach dem Renteneintritt kaum vorstellen. 32 % gehen davon aus, wahrscheinlich nicht weiterzuarbeiten, 18 % schließen dies vollständig aus.

Anzeige
Anzeige

Gleichzeitig bleibt ein erhebliches Potenzial bestehen: 44 % der Befragten können sich eine Weiterarbeit grundsätzlich vorstellen – 33 % „wahrscheinlich“ und 11 % „auf jeden Fall“. Befragt wurden 3418 abhängig Beschäftigte ab 18 Jahren in Deutschland durch forsa.

In der Gesamtschau ergibt sich damit ein deutlich gespaltenes Stimmungsbild:

  • 50 % eher skeptisch bis klar ablehnend gegenüber Weiterarbeit im Rentenalter
  • 44 % grundsätzlich offen für eine Fortsetzung der Erwerbstätigkeit
  • 32 % „wahrscheinlich nicht“ bereit weiterzuarbeiten
  • 18 % lehnen eine Weiterarbeit vollständig ab
  • 33 % halten Weiterarbeit für wahrscheinlich
  • 11 % sind klar dafür und würden sicher weiterarbeiten

Baby-Boomer vergleichsweise offen für längere Erwerbsarbeit

Besonders bei den Baby-Boomern (1946–1964) zeigt sich eine höhere Offenheit. Mehr als die Hälfte kann sich eine Tätigkeit nach dem Renteneintritt vorstellen. 20 % sagen „auf jeden Fall“, 32 % „wahrscheinlich“. Dennoch bleibt auch hier ein relevanter Anteil skeptisch: 43 % sehen für sich eher keine Weiterarbeit, 14 % lehnen sie vollständig ab.

Anzeige
Anzeige

Generation X deutlich zurückhaltender

Die Generation X (1965–1980) zeigt sich am skeptischsten. 56 % schließen eine Weiterarbeit nach dem Renteneintritt eher aus oder lehnen sie klar ab. Damit ist sie aktuell die Altersgruppe mit der geringsten Bereitschaft zu längeren Erwerbsbiografien.

Kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Zwischen Männern und Frauen zeigen sich kaum Unterschiede. 44 % der Männer und 43 % der Frauen können sich grundsätzlich vorstellen, nach dem Renteneintritt weiterzuarbeiten. Das Geschlecht spielt damit in der Grundhaltung kaum eine Rolle.

Anzeige
Anzeige

Lesen Sie auch:DFK fordert: Arbeitgeber sollen für vorzeitige Renten mitzahlen

Weiterarbeit im Alter: Sinn wichtiger als Geld

Für viele, die sich eine Weiterarbeit vorstellen können, stehen finanzielle Gründe nicht im Vordergrund. Entscheidend ist vor allem, geistig fit zu bleiben (67 %), gefolgt von sozialen Kontakten (59 %) und persönlicher Sinnerfüllung (52 %). Finanzielle Notwendigkeit liegt mit 44 % dahinter. Flexible Arbeitsmodelle wie reduzierte Stunden sind für 35 % wichtig.

Auch die Motive unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern: Frauen nennen häufiger finanzielle Gründe (51 % vs. 39 %), während Männer stärker auf steuerliche Anreize (23 % vs. 12 %) und staatliche Prämien (21 % vs. 10 %) reagieren.

Lesen Sie auch: So bleiben Babyboomer wertvolle Fachkräfte

Viele planen sogar den früheren Ausstieg

Ein Blick auf die XING Wechselwilligkeitsstudie 2025 zeigt: 33 % der Beschäftigten wollen bereits vor dem regulären Renteneintrittsalter aus dem Berufsleben ausscheiden. Längere Erwerbsbiografien sind damit für viele keine feste Lebensplanung.

„Flexibilität und Sinn sind entscheidend“

XING Arbeitsmarktexperte Dr. Julian Stahl ordnet die Ergebnisse ein:
„Länger arbeiten kann man politisch beschließen. Ob Menschen ihre Erfahrung gerne weiter einbringen, entscheidet sich aber im Arbeitsalltag“, so Stahl. „Wer Menschen über das Rentenalter hinaus im Arbeitsleben halten will, muss Flexibilität und Sinn bieten. Die Bereitschaft ist da – aber sie braucht die richtigen Bedingungen. Sonst wird aus einer freiwillig und hochmotiviert erbrachten Leistung schnell eine bloße Pflichtübung.“

Die Daten stammen aus einer Online-Umfrage von forsa im Auftrag von XING, durchgeführt im Dezember 2025 und Januar 2026 unter 3418 volljährigen, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland.

Lesen Sie auch:Merz will Lebensarbeitszeit statt Altersgrenze – Rente nach tatsächlicher Arbeitsdauer



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

Bauingenieur (m/w/d) Fachrichtung Tiefbau, Straßenbau oder Siedlungshydrologie
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH)

21.09.2026
Eutin
Junior Projektingenieur Papierverarbeitung (m/w/d)
Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG

21.09.2026
Miltenberg
Teamleiter (m/w/d) Vertrieb und Kalkulation TGA
LIST AG

21.09.2026
Düsseldorf
Ingenieur:in Explosionsschutz als Fachleiter:in
TÜV NORD CERT GmbH

21.09.2026
Essen
Architekt (m/w/d) mit Schwerpunkt im Bereich Projektmanagement
Stadt Biberach an der Riß

21.09.2026
Biberach
EMSR Techniker (m/w/d)
VESTOLIT GmbH

22.09.2026
Marl
Bauüberwacher (m/w/d) Straßenverkehrsanlagen
Bundesagentur für Arbeit - Vössing Ingenieurgesellschaft mbH

22.09.2026
Stuttgart
Bauingenieur/-in (m/w/d)
Bundesagentur für Arbeit - Landeshauptstadt Stuttgart

22.09.2026
Stuttgart
Technische/r Projektmitarbeiter/in (m/w/d) – Bauwesen / Projektkoordination
Bundesagentur für Arbeit - Dr. Kerner GmbH & Co. KG

22.09.2026
Stuttgart
Ingenieurin / Ingenieur mit Master in Informatik / Elektrotechnik – Beamten- Ausbildung (m/w/d)
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr

22.09.2026
deutschlandweit
Offizierin / Offizier Anwärter/in – Führungskraft Oberfähnrichmodell mit Bachelor (Master) (m/w/d)
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr

22.09.2026
deutschlandweit
Ingenieurin / Ingenieur mit Master – Beamten- Ausbildung (m/w/d)
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr

22.09.2026
deutschlandweit
Teamleitung (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau
Die Autobahn GmbH des Bundes

22.09.2026
Hamm
Teamleiter (m/w/d) Vertrieb und Kalkulation TGA
LIST Ingenieure GmbH & Co. KG

22.09.2026
Bielefeld
Senior Projektingenieur (m/w/d) – EMSR-Technik – Projektmanagement
REUTERS INGENIEUR GmbH

22.09.2026
Hofheim
Technische*r Angestellte*r (Techniker*in oder Ingenieur*in) Werkstofftechnik, Physiktechnik, Maschinenbau
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP)

22.09.2026
Garching
Ingenieurin (m/w/d) / Techniker (m/w/d) der Mess- und Regelungstechnik für Gebäudeautomation
Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH)

22.09.2026
Eutin, Lübeck
Leitung Entwicklung (w/m/d) Mechatronische Systeme / Industrielle Sicherheits- und Automatisierungstechnik
Bernstein AG

22.09.2026
Porta Westfalica
Planungsingenieur (w/m/d) und Projektsteuerung – Verkehrsinfrastruktur und Gleisplanung
Ruhrbahn GmbH

22.09.2026
Essen
Gruppenleiter:in Automatisierungstechnik
TraveNetz GmbH

22.09.2026
Lübeck

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige