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Was das Homeoffice heimlich mit Ihrem Körper macht

28. Januar 2026

Eine Frau arbeitet im Home-Office
Weniger Schritte, mehr Sitzen – der unsichtbare Effekt des Home-office. Foto: Smarterpix/erstudio
Homeoffice spart Zeit – doch was passiert mit all den kleinen Bewegungen, die früher den Arbeitstag auflockerten? Viele merken erst nach Wochen, dass Rückenschmerzen, Verspannungen und Müdigkeit keine Einbildung sind.
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Rund jeder Vierte arbeitet heute ganz oder teilweise von zu Hause aus. Der Weg ins Büro fällt weg, Meetings laufen über den Bildschirm, und selbst die Mini-Wege zum Kollegen oder zur Kaffeemaschine entfallen. Klingt bequem, oder? Aber eines geht dabei oft flöten: die kleine, ganz nebenbei eingebaute Bewegung, die früher völlig automatisch zum Arbeitstag gehörte.

Eine aktuelle SITFLEX-Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, wie drastisch dieser Unterschied ausfällt: An einem klassischen Bürotag legt man im Schnitt rund 3 000 Schritte zurück, im Homeoffice sind es gerade mal etwa 1 300. Gleichzeitig sitzen wir zu Hause 40 bis 50 Minuten länger am Tag. Der kleine Spaziergang ins Nachbarbüro, der Gang zur Gemeinschaftsküche oder das Mittagessen mit Kolleg*innen – all das summiert sich und fehlt dem Körper als natürliche Pause.

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Das Homeoffice spart Zeit und Wege, aber es kostet Bewegung – und die spürt man, oft erst nach einigen Wochen im Rücken, in den Schultern oder einfach beim Aufstehen.

Home-office smart einrichten – lohnt sich wirklich

Wie beweglich oder steif der Homeoffice-Tag ausfällt, hängt oft weniger vom guten Willen ab als von der Ausstattung zu Hause. Trotz der wachsenden Zahl an Beschäftigten, die regelmäßig von daheim arbeiten, ist der heimische Arbeitsplatz häufig eine persönliche, teils provisorische Lösung.

Ob bequemer Bürostuhl, höhenverstellbarer Tisch oder einfach nur ein Küchenstuhl – vieles wird privat organisiert. Eine Marktanalyse von Ken Research zeigt zwar, dass die Nachfrage nach ergonomischen Stühlen und flexiblen Arbeitsmöbeln in Deutschland steigt, doch der Trend zieht nicht gleichmäßig durch alle Haushalte.

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Einige Unternehmen springen mittlerweile ein: Mit Homeoffice- oder Ausstattungsgeldern können Mitarbeitende selbst entscheiden, wie sie ihren Arbeitsplatz optimieren. Eine Investition, die sich langfristig für Rücken, Gesundheit und Produktivität lohnt.

Home-office einrichten: Warum Warten sich nicht lohnt

Die meisten müssen sich ihren Arbeitsplatz zu Hause selbst zusammenstellen – und oft genug werden die teuren Anschaffungen verschoben. „Geht ja auch am Küchentisch“, denkt man sich. Ein ergonomischer Bürostuhl, ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder andere bewegungsfreundliche Lösungen landen daher häufig erst nach und nach im Homeoffice – oder gar nicht.

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Dabei lohnt sich die Investition nicht nur für den Rücken: Seit 2023 lassen sich solche Anschaffungen in der Steuererklärung geltend machen – bis zu 6 Euro pro Tag, maximal 1 260 Euro pro Jahr. Ein guter Grund also, den Küchentisch endgültig gegen einen echten Arbeitsplatz zu tauschen.

Bewegung im Home-office: Zur bewussten Entscheidung machen

Im Büro war Bewegung lange Teil des Alltags: kurze Wege zwischen Räumen, ein Gespräch im Stehen, der Gang zur Kantine. Im Homeoffice entfällt diese natürliche Struktur – Bewegung passiert nicht mehr automatisch, sie muss bewusst eingeplant werden.

So kann Bewegung auch zu Hause zur Routine werden:

  • Zwischendurch aufstehen: kurze Dehn- und Streckübungen einbauen
  • Mini-Wegstrecken: kleine Spaziergänge durch die Wohnung oder ums Haus
  • Technik nutzen: Bürolaufbänder unter höhenverstellbaren Schreibtischen sind leise, platzsparend und ideal für langsames Gehen während Meetings
  • Konzentration fördern: Besonders bei langen Online-Meetings oder Schulungen kann Bewegung helfen, wach und aufmerksam zu bleiben

Bewegung wird so zu einem bewussten Teil des Arbeitstages – und der Körper bedankt sich dafür, oft schon nach wenigen Wochen.



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