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Second Life für Arbeitskleidung – wie Berufs- und Schutzkleidung länger im Einsatz bleibt

29. Mai 2026

Ingenieure bei der Arbeit - in Schutzkleidung
Industriewäschetaugliche Arbeits- und Schutzkleidung ist für regelmäßige professionelle Waschprozesse ausgelegt und unterstützt eine langlebige, ressourcenschonende Nutzung im betrieblichen Alltag. Foto: Smarterpix/rclassenlayouts
Second Life für Arbeitskleidung: Wie Reparatur, Reinigung und Recycling die Lebensdauer von Berufs- und Schutzkleidung deutlich verlängern.
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Arbeits- und Schutzkleidung wird immer seltener einfach entsorgt. In Industrie, Handwerk und Chemiebetrieben setzen Unternehmen heute stärker darauf, hochwertige Berufsbekleidung zu erhalten und wiederzuverwenden.

Dafür sorgen sogenannte „Second-Life“-Konzepte im technischen Handel: Getragene Kleidung wird geprüft, sortiert, professionell gereinigt und repariert. Risse werden geflickt, Reißverschlüsse ersetzt und verschlissene Stellen ausgebessert. So lässt sich die Nutzungsdauer deutlich verlängern.

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„Modernes Bekleidungsmanagement heißt, Arbeitskleidung so lange zu reparieren und professionell zu reinigen, wie es geht. Erst wenn die Kleidung ihre Funktion verliert, gehen die Textilfasern ins Recycling. Über ein Mitarbeiter-Bekleidungsmanagementsystem werden Rückgaben und Auskleidungen – etwa bei Fluktuation oder Saisonarbeit – gesteuert. So kann der Arbeitgeber gebrauchte und aufbereitete Kleidung den Mitarbeitern erneut zur Verfügung stellen. Das ist insbesondere wichtig, wenn die Kleidung mit Firmenlogo versehen ist“, erklärt Lars Lübbert vom Technischen Händler GEBR. RUNDE GmbH (Hamburg) stellvertretend für die Branche. Für Arbeitgeber bedeute dies weniger häufige Ausgaben für Neuanschaffungen.

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Langlebigkeit als Standard im Arbeitsalltag

Hochwertige Berufs- und Schutzbekleidung wird heute gezielt für eine lange Nutzungsdauer entwickelt. Hersteller wie Bierbaum-Proenen (BP), BIG Arbeitsschutz, KÜBLER, NITRAS SAFETY und PLANAM beliefern den Fachhandel mit robusten, industriell waschbaren und langlebigen Produkten. Dadurch lassen sich Ressourcen im gesamten Lebenszyklus der Kleidung einsparen.

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Nach Angaben von Fabian Kusch, Leiter Einkauf und Nachhaltigkeit bei BP, beziehe sich dieser Anspruch nicht nur auf Materialien wie Stoffe und Garne. Vielmehr reiche er bis in die gesamte Prozesskette hinein, etwa durch die Verringerung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen entlang der Produktion und Nutzung.

Fachgerechte Reparaturen und Aufbereitung können die Nutzungsdauer zusätzlich verlängern und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Schutzfunktion der Kleidung jederzeit vollständig erhalten bleibt.

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Wann Schutzkleidung nicht mehr eingesetzt werden darf

Die Weiternutzung von Berufs- und Schutzkleidung endet dort, wo Sicherheitsrisiken entstehen. Sobald sicherheitsrelevante Mängel auftreten oder eine gefährliche Kontamination nicht mehr zuverlässig entfernt werden kann, ist der Einsatz ausgeschlossen. Das gilt vor allem für persönliche Schutzausrüstung (PSA) in der chemischen Industrie, in Lackierbetrieben sowie im Umgang mit Gefahrstoffen.

Wird Kleidung mit Stoffen wie Lösemitteln, Lacken, Ölen oder Isocyanaten belastet und lässt sich diese Verschmutzung nicht vollständig und sicher beseitigen, darf sie weder weiterverwendet noch repariert werden. Gleiches gilt bei beschädigten Chemikalienschutzschichten, durchtränktem Material oder deutlich erkennbarer Materialermüdung, die die Schutzwirkung beeinträchtigt.

Rechtlich ist der Umgang klar geregelt. Grundlage bilden unter anderem die Gefahrstoffverordnung, die PSA-Benutzungsverordnung sowie das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Arbeitgeber sind verpflichtet, geeignete und sichere Schutzkleidung bereitzustellen und kontaminierte Textilien fachgerecht zu entsorgen. Auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) betont, dass persönliche Schutzausrüstung regelmäßig geprüft werden muss und bei eingeschränkter Schutzfunktion sofort aus dem Verkehr zu ziehen ist.

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Fachgerechte Entsorgung und Recycling von Schutzkleidung

Ist eine Wiederaufbereitung nicht mehr möglich, muss Berufs- und Schutzkleidung fachgerecht recycelt oder entsorgt werden. Bei stark oder gefährlich kontaminierter Schutzkleidung erfolgt dies in der Regel über spezialisierte Entsorgungswege, um Risiken für Mensch und Umwelt auszuschließen.

Technische Händler wie GEBR. RUNDE in Hamburg unterstützen Unternehmen dabei mit zertifizierten Vernichtungsnachweisen. Diese Dokumentation stellt sicher, dass die Entsorgung nachvollziehbar und gesetzeskonform erfolgt.

Industriewäsche-Tauglichkeit als Qualitätsmerkmal für langlebige Workwear

Bekleidung, die nach EN ISO 15797 industriewäschetauglich ist, ist gezielt auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Sie hält regelmäßigen professionellen Wasch- und Pflegeprozessen stand und unterstützt damit eine ressourcenschonende Nutzung.

Das wirkt sich sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich positiv aus. Für viele Anwender aus Industrie, Pflege- und Gesundheitswesen, Gastronomie oder Lebensmittelverarbeitung gehört die Industriewäsche-Tauglichkeit daher inzwischen zu den zentralen Anforderungen an moderne Arbeits- und Schutzkleidung.



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