Ratgeber

7 Tipps: So funktioniert Teamwork wirklich

Dass ein neuer Mitarbeiter teamfähig sein muss, steht in nahezu jeder Stellenausschreibung. Aber kann Teamwork überhaupt gelingen? Wir nennen 7 Tipps, mit denen Teamwork wirklich funktioniert.

Beim perfekten Teamwork agieren die Kollegen wie Zahnräder und bringen sich gegenseitig voran.

Beim perfekten Teamwork agieren die Kollegen wie Zahnräder und bringen sich gegenseitig voran.

Foto: Inga Kjer/dpa

1. Begrenzen Sie die Teamgröße

Wie viele Personen tatsächlich sinnvoll an einem Projekt gemeinsam arbeiten können, hängt von der Aufgabenstellung ab. Wichtig ist jedoch, dass nicht zu viele Kollegen eingespannt werden. Denn überschneiden sich dann auch noch Kompetenzen, kann das Team schnell an Konflikten scheitern. Steuern zwei oder mehrere Personen die exakt gleichen Fähigkeiten bei, kommt es außerdem mitunter dazu, dass sich der eine Kollege auf den anderen verlässt, während dieser das gleiche tut. So ruhen sich zwei Personen aus, während niemand die Arbeit macht.

2. Wählen Sie die Gegensätze

Sind sich die Teammitglieder zu ähnlich, hat dies einen wesentlichen Einfluss auf das Arbeitsergebnis. Menschen, die im gleichen Alter sind, ähnliche Ausbildungen und Kenntnisstände haben, harmonieren sehr wahrscheinlich ausgezeichnet miteinander, wirklich weiterbringen können sich diese Personen jedoch nur selten. Ein ideales Team besteht aus Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Arbeitsressorts und beruflicher Hintergründe. So kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zwar auch zu Spannungen, aber unter dem Strich entsteht mehr Neues, das nur durch die Kombination verschiedener Fähigkeiten möglich wurde.

3. Setzen Sie auf Lob

Nicht nur Sie sollten dringend die Leistung des Teams erkennen und der ganzen Gruppe beizeiten ein Lob aussprechen – auch die Teammitglieder untereinander sollten ermutigt werden, die Leistungen ihrer Kollegen zu sehen und anzuerkennen. Die Chance dafür bekommen sie vor allem dann, wenn das Team aus sehr unterschiedlichen Personen besteht (s. Punkt 2). Die Bereitschaft dazu besteht hingegen meist erst dann, wenn Sie auch Punkt 4 beherzigen.

4. Erkennen Sie Einzelleistungen

Einer der Hauptgründe, warum sich in Teams so manch einer lieber ausruht als mit vollem Elan für das Projekt zu arbeiten, ist, dass Einzelleistungen im Team meist untergehen. Am Ende steht häufig das Gesamtergebnis des Teams. Was der einzelne dazu beigetragen hat, wird nicht honoriert. Die beste Motivation ist daher, dass Sie frühzeitig zu erkennen geben, dass für Sie nicht nur das Gesamtergebnis zählt, sondern Sie auch sehr genau verfolgen, wer wie viel dazu beigetragen hat.

5. Lassen Sie Streit zu

Sich ewig auf die Zunge zu beißen, bringt niemanden weiter. Erst recht nicht, wenn in Teams Ärger heruntergeschluckt wird, anstatt ihn auszusprechen. Das Wort „Streit“ ist unheimlich negativ besetzt, dabei kann aus einem Streit – sofern er sachlich bleibt und sich nur um die fachliche Fragestellung dreht – viel Gutes entstehen. Ein kritischer Austausch mit Kollegen bringt im Idealfall einige Kollegen dazu, ihre Ansichten und Ideen zu überdenken.

6. Schaffen Sie Rückzugsräume

Auch wenn das Team gemeinsam an einem Projekt arbeitet, gibt es immer wieder Phasen, in denen jeder für sich konzentriert Teile dazu beitragen muss. Hierfür ist es wichtig, dass die Möglichkeiten dafür gegeben sind. Ist dies schwierig umzusetzen, weil z. B. die Teammitglieder in einem Großraumbüro sitzen, schaffen Sie wenigstens einen Raum, der von einzelnen Personen immer dann aufgesucht werden kann, wenn besondere Ruhe erforderlich ist.

7. Trennen Sie das Team

Das klingt zunächst absurd, doch sollten Sie Ihren Mitarbeitern immer auch Gelegenheit geben, sich mit anderen Kollegen zu einem Team zusammenzutun und die Möglichkeiten in dieser Konstellation auszuprobieren. Nur so werden Sie irgendwann das ideale Team gebildet haben. Und nur so können die Mitarbeiter schätzen lernen, was sie an dem einen oder anderen Kollegen haben. Auch sind solche Trennungen bzw. Neukonstellationen ein guter Zeitpunkt für eine Rückschau mit allen Teammitgliedern: Was hat gut funktioniert? Was ist noch ausbaufähig?

Von Klara Papp

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