Debatte 24.03.2026, 13:30 Uhr

Startup-Verband rüttelt am Kündigungsschutz für Gutverdiener

Startup-Verband fordert mehr Flexibilität beim Kündigungsschutz für Gutverdiener. Verena Pausder kritisiert hohe Kosten bei Fehlentscheidungen und plädiert für Sonderregelungen für junge Unternehmen.

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Verena Pausder fordert mehr Flexibilität beim Kündigungsschutz für gut verdienende Fachkräfte in Start-ups.

Foto: picture alliance / SZ Photo

Verena Pausder, Vorsitzende des Startup-Verbands, hat sich für flexiblere Regeln beim Kündigungsschutz in jungen Unternehmen ausgesprochen. Konkret geht es ihr nicht um eine generelle Abschaffung, sondern um Erleichterungen bei gut bezahlten, hoch qualifizierten Beschäftigten in Start-ups. Hintergrund ist aus ihrer Sicht das hohe Risiko von Fehlbesetzungen in der frühen Wachstumsphase.

Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte Pausder, die Kosten für Fehler seien in Deutschland zu hoch. Wenn Gründerinnen und Gründer in der Aufbauphase eine hoch qualifizierte Person einstellten, die sich später als unpassend erweise, koste die Trennung sehr viel Geld und Energie. Deutsche Start-ups könnten deshalb „nicht genug atmen“, zitierte die dpa

Flexiblere Regeln für junge Unternehmen im Gespräch

Dabei betonte sie, sie sei nicht dafür, den Kündigungsschutz flächendeckend abzuschaffen. Allerdings müsse es gerade für Start-ups bei Mitarbeitern mit höheren Einkommen eine Flexibilisierung geben. Pausder könne sich zudem eine eigene Regelung für junge Firmen vorstellen und habe vorgeschlagen, dies beispielsweise an die Anzahl der Jahre seit der Gründung zu knüpfen.

Sie sagte, es gehe im Start-up-Bereich um Talente, die relativ frei zwischen Arbeitgebern wechseln könnten. Auch wenn diese nicht sofort eine neue Beschäftigung fänden, könnten sie mit dem zuvor bezogenen Gehalt mehrere Monate überbrücken.

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Einordnung von Risiken und Gegenargumenten

Die Sorge, eine Lockerung für Gutverdienende könne einen Dammbruch auslösen, wies Pausder zurück. Sie entgegnete, dass auch nichts gewonnen sei, wenn Unternehmen stattdessen lieber im Ausland oder anderswo Personal einstellten.

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Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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