Konjunktur 12.08.2025, 10:15 Uhr

Gamescom: Spiele boomen – weniger Jobs in der Branche

Im August öffnet die Gamescom ihre Tore in Köln. Die Anzahl der Beschäftigten bei Entwicklern und Publishern in Deutschland ist um 2 % auf 12.134 gesunken. Gespielt wird aber auf Rekordniveau. Und Frauen spielen länger als Männer.

Games

Nächste Woche geht es wieder los: Die Gamescom lockt nach Köln. Leider ist die Anzahl der Arbeitsplätze zurzeit rückläufig.

Foto: picture alliance/Panama Pictures/Christoph Hardt

30.000 Arbeitsplätze in Deutschland in der Games-Branche

Insgesamt sichert die Games-Branche nach Angaben von Felix Falk, des Geschäftsführers des Branchenverbands Game, mehr als  30.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Dazu zählen neben den Bereichen Entwicklung und Publishing laut Falk beispielsweise auch Fachkräfte in Bildungseinrichtungen, Medien und im öffentlichen Sektor oder Handel. Falk macht unter anderem die fehlende öffentliche Förderung dafür verantwortlich. Er sieht aber auch einen Hoffnungsschimmer: Das zukünftige Förderbudget soll nach dem Willen der neuen Digitalministerin Dorothee Bär, die die Gamescom eröffnen wird,  erhöht werden.

Koalitionsvertrag sichert steuerliche Games-Förderung zu

Zudem können seit August wieder Anträge eingereicht werden. „Das sind entscheidende Wachstumsimpulse, die dringend gebraucht werden. Die zusätzlichen Mittel schaffen nicht nur mehr Planungssicherheit für die Unternehmen, sondern auch Zeit, um die Pläne zur Einführung einer zusätzlichen steuerlichen Games-Förderung, wie sie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgehalten wurden, umzusetzen“, betont Falk.

Mit Spiele-Apps ein Umsatz von 3 Milliarden Euro

Das Spielen auf dem Smartphone und Tablet erreicht laut Falk in Deutschland ein neues Hoch: Erstmals steigt der Umsatz mit Spiele-Apps hierzulande auf 3 Mrd. €.

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Bitkom: Frauen spielen länger als Männer

Über die Hälfte der Deutschen spielt laut Digital-Branchenverband Bitkom zumindest hin und wieder elektronische Spiele (52 %).  Unter den Frauen gibt es ebenso viele Gamer wie unter den Männern (je 52 %). Ein Unterschied zeigt sich allerdings in der täglichen Spieldauer: Frauen verbringen am Tag durchschnittlich 2,2 Stunden mit Gaming – das sind knapp 20 min mehr als bei den Männern.  Auch mit Blick auf die verschiedenen Altersgruppen sind Games überall verbreitet: Bei den 16- bis 29-Jährigen spielt mit 87 % der Deutschen der größte Anteil Videospiele. „Wer unter 30 ist und keine Videospiele spielt, ist heute ein echter Exot“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die neuen Zahlen.

Auch Seniorinnen und Senioren mischen mit

Aber auch unter den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren widmet sich inzwischen jede und jeder Fünfte zumindest gelegentlich dem Gaming (20 %). Gaming ist also inzwischen fest im Alltag der Menschen verankert.  Fast die Hälfte der Gamerinnen und Gamer kann sich ein Leben ohne Computer- und Videospiele nicht mehr vorstellen (45 %). Rund ein Drittel hat sich sogar schon einmal gewünscht, in echt in ein Spiel eintauchen zu können (36 %).

Lieber gewinnen als kooperativ zusammenspielen

Viele Menschen nehmen ihre Gaming-Erlebnisse außerdem mit in den Schlaf: Jede und jeder Fünfte, der entsprechende Spiele spielt, hat schon einmal von einem Videospiel geträumt (20 %).

Zwei Stunden pro Tag: gegeneinander oder im Team, allein oder gemeinsam.  Unabhängig davon, was und wie viel gespielt wird, hat mehr als die Hälfte der Gamer eines gemein: den Wunsch, der oder die Beste im Spiel zu sein (54 %). Entsprechend spielt ein Drittel am liebsten gegen andere (33 %). Trotzdem spielen nicht alle gerne kompetitiv: Rund ein Viertel zieht das kooperative Spiel im Team vor (24 %), vier  von zehn Gamern haben keine Präferenz (40 %). Insgesamt ist das Gaming eher ein geselliges Unterfangen, denn nur drei von zehn Gamern ziehen explizit das Spiel allein vor (29 %) – ebenfalls drei von zehn spielen stattdessen lieber gemeinsam mit anderen in einer Online-Umgebung (28 %), ein Zehntel sogar am liebsten mit anderen im selben Raum (11 %). Weitere drei von zehn haben keine klare Präferenz (29 %).

Anderen beim Spielen über die Schulter zu schauen ist beliebt

Neben dem gemeinsamen Spiel bietet das Gaming laut Studie aber noch mehr Möglichkeiten, miteinander Zeit zu verbringen.  Sechs von zehn Gamern schauen zumindest hin und wieder anderen beim Spielen zu (57 %). Online beobachtet rund ein Viertel (26 %) beispielsweise über Streaming-Plattformen, wie andere sich durch Spielwelten bewegen. 44 % sitzen an Ort und Stelle daneben, wenn Freunde, Familie oder Bekannte spielen. Aber auch für Menschen, die nicht selbst spielen, ist das Zuschauen nicht uninteressant: Unter den Nicht-Gamern schauen 18 % zumindest ab und zu mal anderen beim Spiel zu.

Spiele sollen Gamer für das Militär begeistern

Eine ganz neue Bedeutung bekommt laut Rohwedder das Gaming seit dem Ukrainekrieg. Dort würde das das Militär gezielt besonders talentierte Gamer rekrutieren, beispielsweise unter anderem zur Steuerung von Drohnen. Auch in Deutschland könnten Kriegsspiele, also beispielsweise Simulations- oder Shooter-Spiele, junge Menschen für das Militär begeistern – so die Einschätzung eines Drittels der Deutschen (34 %). Spielen dieser Art gelingt es dabei nach Auffassung von vier von zehn, die Grausamkeiten von Krieg deutlich zu machen (43 %).

Bundeswehr sollte mit Videospielen schulen – Vorteile für die Verteidigungsindustrie

Die Hälfte der Deutschen (50 %) erkennt aber auch eine Schattenseite, denn in ihren Augen stumpfen Spielende so gegenüber einem Krieg ab. Der Umgang mit Joystick und Controller, Reaktionsschnelligkeit, Multi-Tasking – diese und weitere von der Bundeswehr nachgefragte Fähigkeiten könnten durch Videospiele geschult werden. 43 % der Deutschen sind der Ansicht, dass die Bundeswehr ihre eigenen Videospiele zur Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten entwickeln sollte. Weit über ein Drittel ist der Meinung, die Bundeswehr sollte sie nutzen, um Nachwuchs anzuwerben (38 %). Video- und Computerspiele könnten damit auch ganz grundsätzlich einen Vorteil für die Verteidigungsfähigkeit bedeuten.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1209 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt, darunter 626 Gamer. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 20 bis KW 23 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Sie wurde anlässlich der Gamescom durchgeführt, die vom 20. bis 24. August in Köln stattfindet.

Ein Beitrag von:

  • Claudia Burger

    Claudia Burger ist Redakteurin im VDI Verlag. Besondere Expertise hat sie in den Bereichen Arbeitsmarkt, Karriere, Arbeitsrecht, Bildung und Gesellschaft. Im Karriere-Podcast „Prototyp“ spricht sie mit prominenten Gästen aus Wirtschaft, Forschung und Bildung über das, was die Arbeitswelt von Ingenieurinnen und Ingenieuren bewegt.

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