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Deutsche machen 49,5 Überstunden im Jahr und oft ohne Bezahlung

10. April 2026

Frau sitzt müde am Arbeitstisch.
Fast eine Woche unbezahlte Arbeit pro Jahr – Überstunden sind für viele Beschäftigte längst Alltag, aber selten wirklich fair ausgeglichen. Foto: Smarterpix/prathanchorruangsak
Überstunden in Deutschland: Beschäftigte leisten im Schnitt 49,5 Extra-Stunden pro Jahr – doch oft fehlt die Bezahlung.
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Deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten eigenen Angaben zufolge im Schnitt 49,5 Überstunden pro Jahr. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Jobbörse jobtensor.com, bei der bundesweit 1056 Beschäftigte zu ihrem Arbeitsaufwand befragt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Rechnerisch entspricht das mehr als einer zusätzlichen Arbeitswoche pro Jahr. Der Hintergrund: Für viele Beschäftigte gehören Überstunden längst zum festen Bestandteil des Berufsalltags.

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Überstunden sind für viele Beschäftigte Alltag

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass Mehrarbeit in Deutschland weit verbreitet ist. Genau 50 % der Befragten geben an, regelmäßig Überstunden zu leisten.

Nur eine kleine Minderheit arbeitet überhaupt keine zusätzliche Zeit: Lediglich 17 % der Beschäftigten berichten, dass sie gar keine Überstunden machen.

Mehrheit arbeitet zumindest gelegentlich länger

Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend zu längeren Arbeitszeiten: Sieben von zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (70 %) arbeiten zumindest gelegentlich über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus.
Damit wird deutlich, dass Überstunden in vielen Unternehmen nicht die Ausnahme, sondern ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags sind.

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Lesen Sie auch: Mehr arbeiten für Wohlstand? Großteil lehnt Mehrarbeit ab

Kompensation von Überstunden erfolgt überwiegend durch Freizeit statt Geld

Ob und in welcher Form geleistete Überstunden ausgeglichen werden, hängt stark vom jeweiligen Unternehmen ab. Am weitesten verbreitet ist dabei der Ausgleich über Freizeitausgleich: 80 % der Befragten geben an, ihre Überstunden im aktuellen Job „abfeiern“ zu können. Damit stellt der zeitliche Ausgleich das dominierende Modell im Umgang mit Mehrarbeit dar.

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Deutlich seltener erfolgt eine finanzielle Vergütung der zusätzlichen Arbeitsstunden. Nur gut ein Drittel der Beschäftigten (32 %) berichtet, dass Überstunden bezahlt werden. Für die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (64 %) bleibt ein monetärer Ausgleich hingegen eine Ausnahme bzw. ist nicht vorgesehen.

„Überstunden sind für viele Beschäftigte längst Teil der Normalität geworden – unabhängig davon, ob sie dauerhaft oder punktuell anfallen. Sie werden dann bedenklich, wenn sie zur Dauerbelastung werden oder als selbstverständlich gelten. Daher ist es entscheidend, wie Unternehmen mit Mehrarbeit umgehen. Hier gilt die Faustregel: Wer Flexibilität fordert, sollte im Gegenzug auch Verlässlichkeit bieten. Hinsichtlich einer zeitlichen Kompensation machen das viele Arbeitgeber derzeit schon so“, kommentiert Thomas Hense, Geschäftsführer von jobtensor.com.

Problematische Regelungen bei Überstunden bleiben in der Minderheit

Neben klar geregelten Ausgleichsmodellen gibt es jedoch auch Konstellationen, die von Beschäftigten kritisch bewertet werden – wenn auch nur in einem kleineren Teil der Fälle. So berichten 19 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass Überstunden von ihrem Arbeitgeber vorausgesetzt werden und in der Regel nicht zusätzlich vergütet sind.

Ebenfalls 19 % geben an, dass in ihrem Arbeitsvertrag festgelegt ist, dass Überstunden bereits mit dem Gehalt abgegolten sind. Damit sind pauschale oder verpflichtende Regelungen zur Mehrarbeit zwar vorhanden, aber nicht die Regel im Arbeitsmarkt.

Zudem bewerten viele Beschäftigte ihre persönliche Arbeitsbelastung kritisch: 21 % empfinden die Anzahl ihrer Überstunden als zu hoch. Trotz dieser Einschätzung führt dies jedoch nur selten zu konkreten Konsequenzen. Lediglich 12 % sehen darin einen Anlass, über einen Jobwechsel nachzudenken.



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